Einjährige Kräuter - Tipps zur Pflege und Überwinterung

Einjährige Kräuter - Tipps zur Pflege und Überwinterung

Einjährige Kräuter müssen jedes Jahr neu ausgesät werden, denn sie stammen meist aus wärmeren Gegenden und vertragen daher die niedrigen Temperaturen im Winter nicht.

kraeutergarten flSie säen sich jedoch häufig selbst wieder aus, wenn man die Blütenstände, in denen später die Samen reifen, stehen lässt. Diese Samen fallen bei der Reife ab und überwintern bis zum nächsten Frühling im Boden, sodass sich von ganz allein wieder eine neue Pflanze entwickelt. Wer möchte,

kann diese Samen aber auch absammeln, um sie bis zum nächsten Jahr aufzubewahren.

Basilikum

Für die italienische Küche und viele Gerichte, die mit Tomaten zubereitet werden, ist der Basilikum fast unentbehrlich. Er wird häufig in Töpfen kultiviert, um ihn vor Schneckenfraß zu schützen. Beim Basilikum lässt sich die Ernte steigern, indem immer nur die oberen Blätter abgeschnitten werden, denn dadurch verzweigen sich die Triebe neu und bilden weitere Blätter. Basilikum verträgt keine Minustemperaturen, kann aber zur Überwinterung auf eine Fensterbank gestellt werden, um auch weiterhin frische Blätter zu ernten. Dieser Platz sollte so hell wie möglich sein.

Bohnenkraut

Beim Bohnenkraut unterscheidet man zwischen Sommer- und Winterbohnenkraut. Beide lassen sich recht leicht im eigenen Garten anbauen, beim Winterbohnenkraut ist der Geschmack jedoch etwas
intensiver. Bohnenkraut lässt sich sowohl frisch wie auch getrocknet in der Küche verwenden, denn es verliert beim Trocknen nur wenig seines Aromas. Um einen Vorrat anzulegen, sollte das Bohnenkraut am besten kurz vor und zu Beginn der Blütezeit geerntet werden. Hierzu werden die Stiele am Boden abgeschnitten und zum Trocknen kopfüber in einem dunklen und luftigen Raum aufgehängt.

Borretsch

Der Borretsch hat einen Geschmack, der sehr an Gurken erinnert und wird daher auch Gurkenkraut genannt. Er eignet sich gut zum Würzen von Salaten oder Quarkgerichten, doch auch die Blüten sind essbar und können als Würzmittel, als Dekoration für einen Salat oder für einen Teeaufguss verwendet werden. Ebenso ist dieses Kraut ein wichtiger Bestandteil der Frankfurter Grünen Soße.

Borretsch wird mit etwa einem halben Meter recht hoch und bildet ab Juni leuchtend blaue Blüten. Er braucht einen sonnigen Platz und einen feuchten, aber nicht zu nassen Boden. Die Samen des Borretsch besitzen ein Anhängsel, das in der Fachsprache Elaiosom genannt wird und Eiweiß enthält. Dieses Elaiosom ist vor allem für Ameisen als Nahrung interessant. Sie tragen es mitsamt des Samens in ihren Bau und sorgen dadurch für eine natürliche Ausbreitung des Borretsch.

kerbel flDill

Dill schmeckt als Kraut vor allem in einem Gurkensalat, passt aber auch in andere Salate, Saucen und zu Fischgerichten. Ebenso werden Blätter und Samen häufig beim Einlegen von Gewürzgurken verwendet. Dill lässt sich auf jedem Boden anbauen, nur sehr dichte Böden, in denen sich das Wasser staut, verträgt er nicht. Er kann ab Mitte April direkt in den Garten gesät werden und sollte erst nach einigen Jahren wieder den selben Standort bekommen, um die Pflanzen vor Krankheiten zu schützen und einen guten Ertrag zu erzielen.

Kerbel

Kerbel braucht

einen Platz im Garten, der nicht zu sonnig ist, damit er ein gutes Aroma entwickelt. Er kann wie andere Kräuter wiederholt ausgesät werden, um ständig junge Blätter zu ernten, die das beste Aroma haben. Grundsätzlich können Kerbelblätter aber bis zur Blüte geerntet werden. Sie schmecken am besten frisch und sollten erst zum Ende der Garzeit den Speisen zugegeben werden.

Beim Trocknen verlieren die Blätter dagegen ihr Aroma, daher wird eine größere Ernte, die nicht sofort aufgebraucht werden kann, am besten eingeforen. Auch der Kerbel kann auf einer Fensterbank überwintern, wenn es dort hell genug ist.