Ananas(Ananas comosus) - Pflanze, Anzucht, Pflege

Ananas(Ananas comosus) - Pflanze, Anzucht, Pflege

Die Ananas ist ein Bromeliengewächs und vor allem wegen ihrer leckeren Früchte beliebt. Diese schmecken nicht nur gut, sondern sind auch reich an Vitaminen, besonders an Vitamin C, Mineralstoffen und Enzymen.

ananas4_flEnthalten sind auch Kalium, Natrium, Calcium, Magnesium, Phosphor, Kupfer, Mangan, Zink, Carotine und Niacin.

In unseren Breiten kann eine Ananaspflanze nicht ausgepflanzt werden. Sie verträgt keinen Frost. Ananaspflanzen werden im Blumentopf oder Kübel kultiviert. Dadurch werden sie nicht so groß. Die Wurzeln entspringen an den unteren

Knoten des Stammes. Es bildet sich ein dichtes Wurzelnetz, das bis zu einem Meter tief in den Boden vordringen kann. Es muss also ein großer Kübel verwendet werden, aber erst, nachdem die Pflanze gewachsen ist. Anfangs reicht ein kleiner völlig aus. Eine Ananas kann jedes Jahr blühen und eine Frucht entwickeln.

Standort

Der Standort sollte warm sein. Die Ananas mag Temperaturen zwischen 24 und 30 ˚C, unterhalb von 20 ˚C reduziert die Pflanze das Wachstum. Im Sommer kann man die Pflanze ruhig ins Freie stellen, am besten in die volle Sonne. Sie ist gut hitzeverträglich. Im Winter muss die Pflanze drinnen überwintert werden. Sie ist nicht winterhart.

Pflanzsubstrat

Die Ananaspflanze stellt keine großen Ansprüche an den Boden. Sie muss allerdings gut durchlässig sein. Staunässe führt zu Schäden bis hin zum Absterben der Pflanze. Gut geeignet sind sandige Böden und Lehme. Der pH-Wert sollte nicht über 5,5 liegen.

Gießen und Düngen

Wichtig ist, nur kalkfreies Wasser zum Gießen zu nutzen. Am besten ist Regenwasser. Die Ananaspflanze muss regelmäßig, aber nicht zu viel gegossen werden. Staunässe ist unbedingt zu vermeiden. Es ist nicht schlimm, wenn man das Gießen mal vergisst. Die
Pflanze nimmt über die Blätter auch Feuchtigkeit aus der Luft auf. Trockenheit wird deutlich besser vertragen als Nässe. Man sollte nie in die Rosette, in das Herz der Staude gießen! Sie kann dann faulen, da das Wasser dort oft eine Weile in den Blattachsen stehen bleibt. Die Ananas mag es, wenn sie ab und zu mit Wasser besprüht wird. Das erhöht die Luftfeuchte. Im Winter lässt man das aber weg.
Im Sommer düngt man alle zwei Wochen. Wichtig ist eine ausreichende Versorgung mit Stickstoff und Phosphat. So werden das Wachstum und die Fruchtbildung gefördert.

Überwintern

Ananaspflanzen sind nicht frostfest. Wenn sie Frost ausgesetzt werden, fallen die Blätter ab und die Staude geht ein. Sie wird deshalb im Haus überwintert. Im Winter mag die Pflanze einen hellen Standort. Sie sollte an einem Fenster stehen. Die Temperaturen dürfen 15 ˚C nicht unterschreiten. Gegossen wird nur wenig, der Wurzelballen darf aber nicht austrocknen.ananas1_fl

Anzucht

Eine Vermehrung aus Samen dauert lange, ebenfalls die Fruchtbildung dieser Pflanzen. Diese Art der Anzucht ist auch nicht so einfach. Es entstehen dabei auch keine sortenreinen Ananaspflanzen. Deswegen bevorzugen viele Hobbygärtner die vegetative Vermehrung.

Dazu kauft man sich eine reife Ananasfrucht. Wichtig ist ein intakter Blattschopf. Diesen nimmt man vorsichtig in eine Hand und dreht ihn ganz langsam und vorsichtig, bis er sich ablöst. Mit der anderen Hand dreht man die

Frucht in die entgegen gesetzte Richtung, so geht es eigentlich recht einfach. Gewalt muss nicht angewandt werden. Lieber etwas vorsichtiger zu Werke gehen, damit der Schopf nicht verletzt wird. Nun kann man die untersten 2 bis 4 Blattreihen entfernen, indem man die Blätter einfach nach unten zieht. Ein Stiel wird sichtbar. Daran sind kleine Erhebungen zu erkennen. Aus diesen sprießen später die Wurzeln.

Der Ananasschopf kann nun zum Bewurzeln in ein Wasserglas gestellt werden oder man pflanzt ihn direkt in Erde. Dabei sollte das Pflanzsubstrat gleichmäßig leicht feucht gehalten werden.

Krankheiten und Schädlinge

Bei optimaler Pflege treten kaum Krankheiten und Schädlinge auf. Wichtig ist, die Pflanze nicht zu viel zu gießen, sonst kann es zu Pilzerkrankungen kommen. Manchmal treten Schmierläuse auf. Diese sind oft Überträger von Krankheiten. Überträger sind oft Ameisen, die bekämpft werden müssen. Meist hilft nur der Einsatz entsprechender Pflanzenschutzmittel.