Bananen (Musa) - Pflanze, Anzucht, Pflege

Bananen (Musa) - Pflanze, Anzucht, Pflege

Die Banane ist eine Staude, die mehrere Meter hoch werden kann. Es gibt zahlreiche verschiedene Bananenarten. Der Stamm ist eigentlich nur ein Scheinstamm, der durch die Blattbasen gebildet wird.

bananenbaum_flDie Bananenstaude stammt eigentlich aus den Tropen oder auch aus gemäßigten Zonen und ist in unseren Breiten nicht winterhart.

Es gibt aber einige Züchtungen, die etwas Frost vertragen. In Gegenden mit milden Wintern kann man diese Exemplare auch schon mal auspflanzen, allerdings nicht als Jungpflanzen. Ohne Schutz kommen

aber auch die erwachsenen Pflanzen nicht aus. Am besten gedeiht die Banane in einem Warmhaus. Der Pflanze wird es auch im Sommer dort nicht zu heiß.

Standort

Die Bananenpflanze mag die Sonne. Auch wenn man die Pflanze ins Freie stellt, sollte sie so viel Sonne wie möglich erhalten. Schon junge Bananen vertragen die Mittagssonne, müssen aber langsam an sie gewöhnt werden. Bananen mögen es gern warm. Auch im Winter muss die Pflanze möglichst hell stehen.

Bananenpflanzen die im Freien stehen, sollten unbedingt vor Wind geschützt werden. Der zerfleddert nämlich ihre großen, schönen Blätter und das sieht gar nicht attraktiv aus.

Pflanzsubstrat

Die Bananenpflanze benötigt gut durchlässige Erde. Günstig für ein schnelles Wachstum und einen reichen Fruchtansatz ist nährstoffreiche Erde. Gut geeignet sind Humus oder Komposterde, die unter die normale Erde gemischt werden. Ansonsten stellt sie keine Ansprüche an das Pflanzsubstrat.

Gießen und Düngen

Wie viel Wasser eine Banane benötigt, ist abhängig von der Anzahl und der Größe der Blätter. Viele und große Blattflächen verdunsten eine Menge Wasser. Deshalb muss ausreichend gegossen werden. Stehende Nässe vertragen die Pflanzen nicht. Schnell kommt es zu Fäulnis und dann ist die Bananenpflanze meist nicht mehr zu retten. Das Gießwasser darf nicht zu kalt sein. Das kann dazu führen, dass die Banane das Wachstum einstellt. Damit das nicht geschieht, muss auch reichlich gedüngt werden. Am besten sind organische Dünger geeignet. Von März bis Oktober wird wöchentlich gedüngt.

Überwintern

Die Überwinterung im Haus sollte möglichst hell erfolgen. Temperaturen um die 10 ˚C sind ideal für die Pflanzen. Gegossen wird je nach Temperatur. Je kühler die Pflanzen stehen, um so weniger wird gegossen. Gedüngt wird gar nicht. Für die Überwinterung im warmen Wohnzimmer ist die Banane nur bedingt geeignet. Sie kommt nur
sehr schlecht mit der meist niedrigen Luftfeuchtigkeit in unseren Räumen zurecht. Nach der Überwinterung werden alle Pflanzen erst langsam an die Sonne gewöhnt.

Einzelne Arten wie Musa basjoo vertragen etwas Frost, allerdings keinen lang anhaltenden, klirrenden Frost. Man kann sie an einen geschützten Platz im Garten pflanzen und im Winter gut schützen. Man verwendet dazu ein Gestell mit Schilfrohrmatten, Maschendraht oder Bambusrohr, das man um den „Stamm“ legt und mit trockenem Laub ausfüllt. Die Matten sollten schon mindestens einen Meter hoch sein. Um die Blätter legt man eine feste Plastikfolie. Eine Seite muss zur Belüftung offen bleiben, am besten die dem Wind abgewandte Seite. Die Blätter müssen gut verpackt werden, denn im Gegensatz zu den Wurzeln vertragen sie keinen Frost. Kübelpflanzen müssen ebenfalls gut geschützt werden.

Schneiden

Eine Bananenpflanze muss nicht geschnitten werden. Man putzt nur

unansehnliche Teile aus.bananenstaude_fl

Vermehrung/Anzucht

Die Vermehrung der Bananen erfolgt durch Samen. Leider enthalten bei uns erhältliche Früchte keine Samen. Man bekommt ihn aber in Fachgeschäften und auch im Internet oder man bringt ihn aus dem Urlaub mit. Der Samen ist etwas kleiner als eine Haselnuss und sehr hart. Er wird vor der Aussaat  ein oder zwei Tage in lauwarmem Wasser eingeweicht. Das hilft, die lange Keimzeit (oft mehrere Monate) etwas zu verkürzen.

Als Pflanzsubstrat eignet sich ein lockerer, nährstoffarmer Torf oder spezielle Anzuchterde. Diese sollten hitzebehandelt werden, damit keine Schädlinge oder Pilze enthalten sind. Das Pflanzgefäß sollte nicht zu groß sein. Auf den Topfboden kommt als erstes eine Drainageschicht aus Blähton oder auch Tonscherben. Dann füllt man das Pflanzsubstrat ein, bis etwa 3 cm unterhalb des Gießrandes. Der Samenkern wird dann einfach etwas in das Substrat gedrückt. Dann wird ausgiebig gewässert, mit lauwarmem Wasser. Dazu stellt man das Pflanzgefäß am besten in ein mit Wasser gefülltes Gefäß, dass sich die Erde von unten voll saugen kann. Es ist genug, wenn die Oberfläche des Substrats feucht ist.  Dann zieht man eine Tüte über das Gefäß und verschleißt diese mit einem Gummiband um den Topf. In den meisten Fällen muss dann lange Zeit, meist einige Wochen, nicht mehr gegossen werden. Man muss die Tüte allerdings regelmäßig abnehmen, damit Luft an die Erde gelangt.

Das Pflanzgefäß muss warm stehen. Sobald sich ein Trieb zeigt, wird die Tüte abgenommen. Zum Bewässern nutzt man am besten eine Sprühflasche. Das Wasser muss kalkarm sein. Gedüngt wird nicht. Erst, wenn die Pflänzchen schon eine gewisse Höhe aufweisen, beginnt man vorsichtig mit Flüssigdünger Nährstoffe zuzuführen. Man nutzt aber nur ¼ der angegebenen Düngermenge. Wenn das Pflanzgefäß gut durchwurzelt ist, kann man die Jungpflanze umtopfen.

Einfacher zu vermehren ist die Banane allerdings über Schösslinge, welche die Pflanze von allein bildet.  Man trennt sie vorsichtig von der Hauptpflanze, möglichst gleich mit Wurzeln. Sind nicht genug Wurzeln an der Jungpflanze, lässt man sie erst in einem Wasserglas noch Wurzeln bilden. Dann pflanzt man die junge Banane frisch ein.