Kaki (Diospyros kaki) - Pflanze, Anzucht, Pflege

Kaki (Diospyros kaki) - Pflanze, Anzucht, Pflege

Der Kakibaum zählt zur Familie der Ebenholzgewächse. Er kann 10 Meter hoch werden. Als Kübelpflanze erreicht er diese Höhe natürlich nicht. Ursprünglich stammen Kakibäume aus Asien. Dort nennt man sie Chinesische Pflaumen. Kakibäume ähneln Apfelbäumen. Die Früchte riefen allerdings erst aus, wenn im Herbst die Blätter von den Bäumen fallen oder schon abgefallen sind.

„Diospyros“ bedeutet „Götterspeise“. Was so heißt, kann nur schmecken. Das Fruchtfleisch zergeht auf der Zunge. Es schmeckt süß und fruchtig. Am besten schmecken italienische Kaki. Bei uns im Handel sind meist israelische Kaki

erhältlich, die bei weitem nicht so lecker sind.

Am besten sind veredelte Kakibäumchen. Sie tragen schon nach zwei bis drei Jahren erste Früchte. Beliebte Sorten sind 'Tipo', 'Vainiglia', 'Jiro' oder 'Cioccolatino'.

Standort

Der Standort sollte sehr hell sein. Während der Vegetationsperiode sollten die Pflanzen so viel Sonne wie möglich abbekommen. Kakis mögen es warm. Im ersten Jahr überwintern die Pflanzen auch im warmen Raum. Später reicht eine frostfreie Überwinterung. Man lässt die Pflanzen so lange wie möglich im Freien. Sie vertragen auch leichten Frost, solange es am Tag warm ist. Als reine Zimmerpflanze ist die Kaki nur bedingt geeignet, für das erste oder zweite Jahr, dann wird die Haltung nur im Raum schwierig.

Günstig ist ein windgeschützter Platz.

Pflanzsubstrat

Das Pflanzsubstrat muss durchlässig sein. Günstig ist ein humoses Substrat. Bei größeren Pflanzen darf es auch lehmig sein, das sorgt für einen guten Stand. Am Topfboden sollte man unbedingt eine Drainageschicht aus Blähton oder Perlite einrichten.

Gießen und Düngen

Günstig ist, wenn das Pflanzsubstrat gleichmäßig leicht feucht gehalten wird. Im Sommer muss man reichlicher gießen. Die Bäume verdunsten viel Wasser über ihre zahlreichen Blätter.  Die Kaki verträgt kurzfristig auch mal Trockenheit, das macht ihr nichts aus, im Gegensatz zu Nässe. Am besten zum Gießen geeignet ist Regenwasser.

/>Gedüngt wird im Sommer einmal monatlich. Wenn der Baum Früchte trägt, düngt man im zweiwöchigen Abstand. Am besten ist organischer Dünger geeignet. Ab September wird nicht mehr gedüngt.

Überwintern

Die Überwinterung ist einfach. Da die Kaki im Herbst ihr Laub abwirft, kann der Baum dunkel und kühl platziert werden. Die Temperaturen sollten 5 ˚C nicht übersteigen. Gegossen wird nur sehr wenig. Je kühler es ist, um so weniger Wasser benötigt die Pflanze. Ein Durchfrieren der Wurzel im Kübel ist in der Regel kein Problem, eine vollständige Überwinterung im Garten ist allerdings riskant.  In Gegenden mit milden Wintern kann es gelingen, einen Kakibaum ins Freie zu pflanzen. In den ersten Jahren muss ein Frostschutz angebracht werden.

Schneiden

Ein regelmäßiger Schnitt ist nicht notwendig. Man kann den Kakibaum aber schneiden, am besten am Ende der Winterruhe. Man kürzt die Triebe einfach ein. Es kann allerdings passieren, dass die Kaki weniger oder gar nicht blüht.

Vermehrung/Anzucht

Zur Gewinnung von Kakisamen wird eine reife Frucht benötigt. Diese findet man im Herbst in vielen Supermärkten oder bringt sie sich aus dem Urlaub mit. Bei uns gekaufte Früchte lässt man ein bis zwei Wochen nachreifen, am besten im dunklen und etwas feuchten Keller. Die Frucht muss richtig weich sein. Oft ist in gekauften Kakis kein Samen mehr enthalten.

Sie werden extra so gezüchtet. Wenn man keine Frucht mit Kern findet, muss man Samen kaufen.

Ein Kern aus einer Frucht muss vom Fruchtfleisch befreit werden. Am besten lutscht man es ab. Dann wird der Kern mit Wasser gereinigt und sollte baldigst verarbeitet werden. Zuerst muss der Samen ankeimen. Dazu legt man den Kakisamen einen Tag in lauwarmes Wasser. Dann kann man ihn einpflanzen. Man nutzt dazu am besten ein Cocos-Subtrat. Ein kleines Gefäß zur Anzucht ist ausreichend. Dieses wird zu ¾ mit dem Substrat gefüllt. Darauf legt man den Samen und bedeckt ihn noch mit dem Substrat, etwa 1 cm. Alles muss gut durchfeuchtet werden. Dazu verwendet man am besten eine Sprühflasche. Das Gefäß muss warm und hell stehen. Das Substrat sollte immer ausreichend feucht, aber nicht zu nass sein. Sobald der Keimling zu sehen ist, muss das Gefäß sehr hell stehen. Pralle Sonne ist aber unbedingt zu vermeiden. Später kann die Jungpflanze langsam an die Sonne gewöhnt werden.

Krankheiten und Schädlinge

Gelegentlich befallen Blattläuse oder Spinnmilben die Pflanzen.