Papaya (Carica papaya) - Pflanze, Anzucht, Pflege

Papaya (Carica papaya) - Pflanze, Anzucht, Pflege

Der Papayabaum gehört zu den Melonengewächsen. Es ist eine attraktive Pflanze. Der einzelne Stamm kann bis zu 10 Meter hoch werden. Im Pflanzkübel ist diese Höhe allerdings unerreicht, 2 bis 3 Meter sind hier realistisch. Die Früchte sitzen alle direkt am Stamm. Sie sind lecker und gesund. Papayas werden nicht nur roh gegessen. In Pulverform verwendet man sie als Zartmacher für Fleisch. Unreife Früchte landen in Chutneys, Currys und Salsas.

Papayabäumchen bekommt man bei uns nur selten zu kaufen. Man kann es aber mit der Anzucht aus

Samen selbst versuchen. Die Pflanzen kann man die ersten Jahre im normalen Pflanzgefäß kultivieren. Wenn sie dafür zu groß werden, pflanzt mal sie in größere und nutzt sie als dekorative Kübelpflanzen. Junge Pflanze benötigen eine Stütze, damit sich der Stamm gerade entwickelt. Auf einen Standortwechsel reagieren die Pflanzen oft mit einem Blattabwurf. Sie treiben aber rasch neu aus.

Standort

Wichtig für ein gesundes Wachstum ist ein möglichst heller und sonniger Standort. Im Sommer sollte man die Pflanze ins Freie stellen. Auch Jungpflanzen vertragen schon die volle Sonne, selbst pralle Mittagssonne. Die Pflanzen lieben es auch warm, vor allem in der Wachstumsphase. Auch im Winter sollte die Papaya so hell wie möglich platziert werden.  Die Pflanze mag es dauerhaft warm.

Da die Papayas nicht winterhart sind und drinnen überwintern, müssen sie jedes Jahr erst langsam wieder an die Sonne gewöhnt werden. Deshalb stellt man sie zuerst in den Halbschatten und lässt nur Morgen- und Abendsonne zu.

Pflanzsubstrat

Günstig für Papayas ist ein durchlässiges und leicht saures Pflanzsubstrat. Ältere Pflanzen stehen besser in etwas lehmiger Erde, das erhöht die Standfestigkeit. Eine Drainage am Topfboden ist empfehlenswert, damit überschüssiges Wasser gut ablaufen kann.

Gießen und Düngen

Die Papaya benötigt nicht sehr viel Wasser. Am besten hält man die Erde immer nur leicht feucht. Ist es zu nass, nimmt die Wurzel Schaden. Schnell kommt es zu Fäulnis. Im Sommer, bei großer Wärme, kann man die Pflanze auch mal durchdringend gießen. Sehr kalkhaltiges Wasser wird nicht gut vertragen. Am besten geeignet ist Regenwasser. Im Winter wird deutlich weniger gegossen.
Gedüngt wird mit organischem Dünger. Der Nährstoffbedarf ist hoch. Von April bis September wird wöchentlich gedüngt. Auch kann Humus in den Boden eingearbeitet werden. Wenn sich die ersten Früchte gebildet haben, verwendet man Kalidünger.

Wichtig ist eine hohe Luftfeuchtigkeit,
nach Möglichkeit um die 60 Prozent.

Überwintern

Altere Papayas legen gern eine Winterruhe ein. Sie benötigen in dieser Zeit nur sehr wenig Wasser und sollten sehr sparsam gegossen werden. Sie reagieren sehr empfindlich auf zu viel Feuchtigkeit. Die Temperaturen sollten so etwa bei 10 ˚C liegen. Die meisten Pflanzen verlieren im Winter fast ihre gesamten Blätter. Nur die Triebspitzen zeigen an, dass noch Leben in dem Gewächs ist. Je weniger Blätter an der Pflanze sind, um so weniger Wasser wird benötigt. Der Wurzelballen sollte aber nicht vollständig austrocknen. Jungpflanzen benötigen etwas mehr Wärme. Sie sollten bei 15 bis 20 ˚C über den Winter gebracht werden. Auch sie erhalten nur minimal Wasser. Lieber zu trocken, als zu nass halten, das wird deutlich besser vertragen, wenn es auch nicht ideal ist.


/>Schneiden

Am besten lässt man Papayas ohne Schnitt wachsen. Rückschnitte führen nur selten zu einer Verzweigung.  Dagegen neigen Schnittwunden dazu, das dort Infektionen entstehen. Das liegt zu einem guten Teil an der hohen Luftfeuchte.

Vermehrung/Anzucht

Für die Samengewinnung wird eine reife Papaya benötigt. Jede Frucht enthält eine Menge pfefferkerngroße, schwarze Samen. Diese müssen vom Fruchtfleisch befreit werden. Dann sind die Samen noch von einer durchsichtigen Hülle umgeben, die mit einer Flüssigkeit gefüllt ist. Diese Hülle muss ebenfalls entfernt werden. Am einfachsten geht das mit zwei Lagen Küchenkrepp, zwischen die man die Samen legt. Dann rubbelt man vorsichtig hin und her, das sollte schon reichen. Die Samen werden vorsichtig gewaschen und dann getrocknet. Sie sollten möglichst gleich verwendet werden.

Zur Anzucht eignet sich lockeres, nährstoffarmes Substrat wie Torf, Anzuchterde oder Cocos-Subtrat. Die Erde sollte wärmebehandelt werden, um Schädlinge, Keime und Pilze abzutöten. Man verwendet nur kleine Pflanzgefäße und für jeden Samen ein eigenes. Auf den Boden des Gefäßes kommt eine Drainageschicht, darüber das Pflanzsubstrat. Der Samen kommt in die Mitte und wird noch mit einer dünnen Erdschicht bedeckt. Anschließend wird durchdringend mit warmem Wasser gewässert, am besten mit einer Sprühflasche. Man kann das kleine Gefäß auch in ein Wasserbad stellen und warten, bis sich die Erde voll gesogen hat.

Die Keimdauer beträgt zwei bis vier Wochen, wenn die Bodentemperatur ausreichend hoch ist, zwischen 25 und 30 ˚C liegt. Wegen der hohen Temperaturen gelingt die Anzucht am besten in einem Minigewächshaus, bei dem die Bodentemperatur eingestellt werden kann. Das Pflanzsubstrat muss gleichmäßig leicht feucht gehalten werden. Wenn die Keimung erfolgt ist, wird nur noch leicht gewässert.

Krankheiten und Schädlinge

Kälte und Nässe führen meist zu Wurzelfäule. Gelegentlich treten Blattläuse auf, vor allem an frischen Triebspitzen. Wenn die Luftfeuchtigkeit zu gering ist, dauert es meist nicht lange, bis Spinnmilben erscheinen.