Adlerfarn - Blütezeit, Bekämpfung

farn flDer Adlerfarn kommt in allen Teilen der Welt vor und wächst vor allem in Wäldern und an Waldrändern. Besonders gut gedeiht er in Gegenden, in denen es häufig regnet. Dort können seine Wedel eine Höhe von mehreren Metern erreichen, unter normalen Bedingungen wird er jedoch meist nicht mehr als zwei Meter hoch.

Verbreitung, Aussehen und Blütezeit

Der Adlerfarn (Pteridium aquilinum) ist die am häufigsten auftretende Art der Adlerfarne und die einzige, die in Deutschland vorkommt. Er verbreitet sich unterirdisch über seine Wurzelausläufer, die

Rhizome, durch die er auch schlechte Zeiten überdauern kann. Dadurch kann er sich stark ausbreiten und andere Pflanzen verdrängen. Besonders in Wäldern kann er deshalb problematisch werden.

Im Spätsommer blüht der Adlerfarn und bildet ab Juli an der Unterseite seiner Blätter Sporen, die durch den Wind verbreitet werden, sodass sich die Pflanze auch an weit entfernten Stellen ausbreiten kann. Er hat hellgrüne Blätter, die bogenförmig nach unten hängen und an den Rändern etwas eingerollt sind. Die Stiele mit diesen Blättern erinnern in ihrer Form ein wenig an einen fliegenden Adler, wodurch diese Pflanze ihren Namen bekam.

Giftigkeit der Pflanze

Der
Adlerfarn ist in allen Teilen giftig, besonders viele Giftstoffe enthalten jedoch die jungen Blätter. Sie können bei Tieren Vergiftungserscheinungen wie einen gestörten Bewegungsablauf oder Blutungen hervorrufen. Gefährdet sind in dieser Hinsicht Kühe, Pferde, Ziegen und Schweine, aber auch kleinere Tiere wie Kaninchen. Trotz der Giftigkeit der Pflanze werden junge Blätter des Adlerfarns in manchen Ländern als Salat zubereitet.

Bekämpfung des Adlerfarns

Der Adlerfarn breitet sich oft aus nahe gelegenen Wäldern in Gärten und auf größeren Grasflächen aus. Er verträgt jedoch keinen Schnitt, deshalb wird er von Grünflächen, die regelmäßig gemäht werden, bald wieder verschwinden. Hierbei ist jedoch zu bedenken, dass seine Blätter auch in getrocknetem Zustand noch giftig sind, daher sollte das Schnittgut in diesem Fall nicht an Haustiere verfüttert werden.

Ebenso wenig verträgt es der Adlerfarn, wenn auf ihn getreten wird. Auf einer Fläche, die regelmäßig von Menschen oder Tieren genutzt wird, breitet sich diese Pflanze daher auch nur wenig aus. Eine Bekämpfung mit chemischen Mitteln hat dagegen nur wenig Erfolg und ist daher nicht zu empfehlen. Ein guter Dünger, um die anderen Pflanzen zu stärken, kann jedoch bei der Bekämpfung des Adlerfarns helfen.

Der Adlerfarn als Zierpflanze

Trotz der Giftigkeit dieser Pflanze wird der Adlerfarn als Zierpflanze für Gärten angeboten. Auch in einem naturnahen Garten sollte er jedoch nur mit einer Wurzelsperre gepflanzt werden, um eine unkontrollierte Ausbreitung zu verhindern. Er eignet sich für einen feuchten Boden und kann gut mit anderen Pflanzen, vor allem mit Blühpflanzen kombiniert werden. Die beste Zeit, um einen Adlerfarn zu pflanzen, ist der Frühling.