Cyathea australis - Pflege des Baumfarn

farn flFarne mit Stamm - gibt’s denn so was? Ja, gibt es, wenn auch bei uns in Deutschland noch nicht so lange und nicht sehr häufig.

Der australische Baumfarn ist ein solcher Farn, der einen richtigen imposanten Stamm entwickelt, was der ganzen Pflanze ein ausgesprochen exotisches und wirklich außergewöhnliches Aussehen gibt. Der australische Baumfarn bringt optisch den Dschungel auf Ihre Terrasse, in beeindruckender Größe, wenn Sie ihm die richtige Pflege angedeihen lassen.

Pflege des australischen Baumfarns

Ihren neu erstandenen

Baumfarn sollten Sie im Zweifel gleich in einen größeren Topf umsetzen, wenn der Topf, in dem Sie ihn erhalten haben, Ihnen recht klein vorkommt. Der Baumfarn wird sich in einem möglichst großen Topf am wohlsten fühlen, in einem solchen Topf trocknet auch die Erde nicht so schnell aus. Allerdings dürfen Sie den neu erworbenen Baumfarn beim Umpflanzen nicht schocken, er wird also mit dem gesamten Ballen einfach in den neuen Topf gesetzt.

Vorher kommt ein wenig humushaltige und lockere Pflanzerde auf den Boden des neuen Topfes, der ja auch höher als der alte Topf sein wird. Wenn Sie den Baumfarn umgesetzt haben, füllen Sie dann rundum Erde ein, bis der Baumfarn sicher in seinem neuen Topf sitzt.

Sie können den Baumfarn in den Garten pflanzen. Im Freiland als Kübelpflanze halten oder in einen Innenraum stellen, wo er Licht von oben bekommt. An all diesen Plätzen möchte der Baumfarn einen halbschattigen bis schattigen Platz. Wenn Sie ihn bereits als junge Pflanze an Sonne gewöhnen können, kann er nach einiger Zeit auch einen sonnigen Standort bekommen. Je jünger der Baumfarn ist, desto mehr müssten Sie auch darauf achten, dass er windgeschützt steht, junge Baumfarne können es recht übel nehmen, wenn sie kräftig “durchgepustet” werden.

Wenn Sie einen Standort gefunden haben, an dem Ihr Baumfarn sich wohlfühlt, ist die regelmäßige Pflege dieser schönen Gewächse nicht mehr sehr aufwändig. Denn der Baumfarn hat es nicht umsonst geschafft, seit dem Zeitalter des Jura, also seit etwa 200 Millionen Jahren, auf unserer Erde zu überleben - allzu empfindlich darf man da sicher nicht sein. Allerdings wächst der Baumfarn in der Natur nicht gerade in unserem Vorgarten, sondern eher in einer tropischen bis subtropischen Umgebung. Das ist natürlich bei seiner Pflege zu berücksichtigen.

giesskanne flSie sollten deshalb wissen, wie Sie Ihren Baumfarn am besten
href="gartenpflege/anleitungen-zur-pflanzenpflege/wann-sollte-man-giessen.html">gießen, er gibt sich nämlich nicht mit Wasser zufrieden, das einfach in den Topf oder die Gartenerde gegeben wird. Denn der Baumfarn aus dem Regenwald möchte gerne bei jeder Wassergabe “duschen”. Er wird also von oben über den Stamm gegossen, wobei Sie generell darauf achten sollten, dass der Stamm immer etwas feucht ist. Wenn der Topf sehr groß ist, sollte auch der äußere Rand des Topfes noch etwas Wasser bekommen. Als “Urwaldpflanze” braucht der Baumfarn im Sommer nicht wenig Wasser, die Wurzeln dürfen auf keinen Fall austrocknen. Wenn es sehr trocken oder sehr heiß ist, freut sich der Baumfarn auch darüber, wenn Sie seine Wedel mit Wasser besprühen oder abduschen. Ständige Staunässe kennt er jedoch nicht, und

die möchte er auch nicht haben, stehendes Wasser in einem Untersetzer z. B. sollte also auf jeden Fall vermieden werden. Je kalkhaltiger der Boden ist, desto wichtiger ist kalkarmes Gießwasser, im Zweifel nehmen Sie einfach Regenwasser, das tut den meisten Pflanzen gut.

Die Nährstoffversorgung in seiner natürlichen Umgebung ist gut, deshalb braucht ein Baumfarn reichlich Dünger, wenn er gut wachsen soll. Das kann ein Langzeitdünger sein oder Flüssigdünger, der einmal im Monat in mäßiger Konzentration gegeben wird.

Überwintern des australischen Baumfarns

Die Cyathea australis könnte man als leicht winterhart bezeichnen, sie vertragen etwa bis zu minus 9 Grad Kälte. Aber erst, wenn sie richtig ausgewachsen sind, die jungen Farne sind noch sehr empfindlich, was Minustemperaruten angeht. Deshalb sollten die Jungpflanzen besser im Haus überwintert werden, dort leidet er dann allerdings unter trockener Raumluft, die sich bei uns in der winterlichen Heizsaison häufiger entwickelt. Wenn das auch bei Ihnen so ist, müssten Sie die Zimmer etwas häufiger lüften und durch Besprühen des Baumfarns für zusätzliche Luftfeuchtigkeit sorgen.

Erwachsene Exemplare könnten Sie auf dem Balkon oder direkt im Garten überwintern, wenn Sie für einen Kälteschutz sorgen. Sie können diese Baumfarne jedoch auch im Flur oder in einem anderen hellen und kühlen Innenraum überwintern, in den auch die Pflanzen von Balkon oder aus dem Garten gebracht werden müssen, wenn es draußen wirklich eisig wird. Erkundigen Sie sich beim Kauf des Materials für Ihren Kälteschutz, wie viel Frostverträglichkeit ausgedrückt in Temperaturgraden Sie bei der Anbringung gewinnen.

Die Baumfarne werden im Winter weniger gegossen, gerade soviel, dass die Erde nicht ausdörrt. Vor allem bei jungen Farnen ist es sehr wichtig, dass Sie den Baumfarn im Frühjahr behutsam an die “Freiheit” gewöhnen. Erfahrene Baumfarn-Freunde stellen ihre Baumfarne auch im Winter bei mildem Wetter an die frische Luft und beginnen bereits ab etwa Mitte Februar, ihre Baumfarne an den Umzug in den Garten zu gewöhnen, in dem sie sie täglich einige Zeit nach draußen stellen.

farn1 flErschrecken Sie nicht, wenn der Baumfarn einmal Blätter verliert oder ein wenig braun wird, dazu neigen diese Farne bei jeder Behandlung, die nicht ganz in ihrem Sinne ist. Baumfarne können dann unter zu viel Sonne gelitten haben oder sie mussten eine längere Trockenperiode durchmachen oder sie haben doch einen kleinen Frostschaden abbekommen. Wenn die Ursachen des “Unwohlseins” abgestellt werden, erholen sich die jedoch in aller Regel recht schnell, es handelt sich um eine recht robuste Farnart.

Die übrigens mächtig groß werden kann, wenn sie sich so richtig wohlfühlt: Der Cyathea australis kann eine Höhe von bis zu 12 Metern und mächtige Krone von etwa 5 Meter Durchmesser erreichen. Allerdings braucht er dafür nicht wenig Zeit, Baumfarne wachsen nur etwa 2 Zentimeter im Jahr, indem sie jedes Jahr einen neuen Kranz von Wedeln ausbilden.