Hufeisen-Farn, Adiantum pedatum - Pflege von Pfauenradfarn

FarnDer Hufeisen-Farn ist eine ausdauernde Pflanze, die ursprünglich in Nordamerika, Ostasien und der Himalaja-Region beheimatet war. Aufgrund seiner Wuchsform mit federähnlichen Blättern, die wie das Rad eines Pfaus angeordnet sind, wird der Hufeisen-Farn auch Pfauenradfarn genannt. Seit etwa 1656 ist er auch in heimischen Gärten zu finden und ist eine beliebte Zierpflanze im Garten, die entweder als Solitärpflanze oder in Gruppen als Bodendecker verwendet wird und sie macht sogar in der Vase eine gute Figur. Wie auch in seinen Herkunftsgebieten stellt der

Hufeisen-Farn (Adiantum pedatum) keine großen Ansprüche an seine Standorte und verträgt auch problemlos unsere kühlen Temperaturen im Winter.

Standort

Grundsätzlich bevorzugt der Hufeisen-Farn halbschattige bis schattige Standorte. Diese bieten ihm eine optimale Versorgung mit Feuchtigkeit, da er sich an trockenen Standorten nicht entwickeln kann. Im Garten bieten sich beispielsweise schattige Vorgärten, wo sonst nur wenige Pflanzen gedeihen an, aber auch unter Bäumen oder bei Hecken macht der Hufeisen-Farn eine sehr gute Figur und bietet sich als Unterpflanzung an. Besteht keine Möglichkeit, den Farn an einem schattigen Standort zu pflanzen, sollte der Ort zumindest konstant feucht sein wie etwa am Rand eines Gartenteiches. Der Hufeisen-Farn kann eine Höhe bis zu 40 cm erreichen und wächst sehr buschig bis leicht überhängend, worauf bei der Standortwahl ebenfalls Rücksicht genommen werden sollte, damit er nicht andere Pflanzen in seiner Nähe überwuchert.

Tipp: Der Hufeisen-Farn kann auch im Topf kultiviert werden, um damit beispielsweise schattige Balkone zu begrünen.

Boden

In seinem natürlichen Vorkommen in Wäldern und an Bachbetten hat der Hufeisen-Farn eine ausgesprochen gute Versorgung durch Humus, von herabfallenden Blättern bzw. anderem abgestorbenen Pflanzenmaterial. Hat der Farn einen Standort unter Bäumen oder einer Laub-Hecke im Garten, muss das abgestorbene Pflanzenmaterial nicht entfernt werden, sondern kann gleich an Ort und Stelle wieder kompostieren.

Grundsätzlich sollte der Farn immer in sehr humusreichen und lockeren bzw. durchlässigen Böden gepflanzt werden. Der Standort kann dazu mit mineralischem Substrat, das allerdings nicht kalkhaltig sein sollte, aufgelockert werden. Der Gartenboden kann mit Humus vom Komposthaufen vermischt werden, wer die Möglichkeit hat, kann auch etwas Humus von Laubwäldern entnehmen und zusätzlich unter das Substrat mischen.

Gießen

Der Farn mag einen konstant feuchten Boden, allerdings keine Staunässe. Hier bieten schattige Standorte einen großen Vorteil, denn dadurch wird verhindert, dass der Boden zu stark austrocknet. Auch im Uferbereich wird der Farn ausreichend mit Wasser versorgt, an anderen Standorten muss der Hufeisen-Farn allerdings regelmäßig gegossen werden. Dies ist besonders wichtig bei einer Kultur im Topf, da in einem trockenen Substrat der Farn oft bereits nach kürzester Zeit dauerhaft geschädigt ist bzw. sogar absterben kann. Ist der Sommer sehr trocken, dann muss der Farn auch an schattigen Standorten regelmäßig gegossen werden, ansonsten ist es meist ausreichend, den Farn ein Mal pro Woche ausreichend zu wässern.

Düngen

Der Hufeisen-Farn hat einen hohen Nährstoffbedarf, der überwiegend
mit Humus bedient werden sollte. Etwa drei bis vier Mal pro Jahr sollte in den Boden um den Farn der Humus eingearbeitet werden. Dabei wird gleichzeitig auch der Boden wieder gelockert und durchlässiger. Bevorzugt sollte bereits wie beim Substrat auch beim Düngen ein Humus aus

Laub verwendet werden, normaler Humus aus dem Garten ist jedoch ebenfalls ausreichend.

Tipp: Wer verschiedene Laubbäume im Garten hat, kann einen eigenen Laubhumus selbst machen, der nicht nur von verschiedenen Farnen, sondern beispielsweise auch von Hortensien geschätzt wird.

Rückschnitt

Ein Rückschnitt ist beim Hufeisen-Farn nicht erforderlich, lediglich unschöne bzw. abgestorbene Blätter können entfernt werden, dies ist jedoch kein Muss. Mit abgestorbenen Blättern auf dem Boden wird einerseits verhindert, dass dieser zu rasch austrocknet, andererseits sorgt der Farn selbst wieder für Humus an seinem Standort. Breiten sich einzelne Pflanzen zu stark aus, kann die unterste Blattreihe weggenommen werden, wobei diese etwa in einem Abstand von rund 10 cm zur Blattrosette entfernt werden. Allerdings ist es in diesem Fall sinnvoller, dem Hufeisen-Farn einen neuen Standort zukommen zu lassen, wo er sich ohne Eingriffe entfalten kann oder die Pflanzen in seiner Umgebung umzusiedeln.

Tipp: Der Hufeisenfarn eignet sich auch als dekorative Schnittpflanze für Arrangements in Vasen oder Gestecken und hat noch weit in den Herbst hinein schöne grüne Blätter.

Überwinterung

Der Hufeisen-Farn ist in unseren Breiten winterhart und verträgt auch tiefe Temperaturen ohne Probleme. Im Winter bzw. bei sehr strengem Frost kann es allerdings vorkommen, dass die Blätter abfrieren. Dies stellt für den Farn jedoch kein Problem dar, da er im nächsten Frühjahr wieder neu austreibt. Um das Absterben der Blätter zu verhindern, kann er mit einem atmungsaktiven Material wie Reisig bedeckt werden.

Eingebunden sollte der Farn jedoch nicht werden, da hier die Luftfeuchtigkeit zu hoch werden kann und die Blätter möglicherweise zu schimmeln beginnen. Dies kann möglicherweise auch den Grundstock der Pflanze schädigen. Es bietet sich jedoch an, den Boden mit einer dicken Schicht aus Laub zu bedecken, was den Farn ebenfalls vor sehr starkem Frost schützt und auch das Wachstum im Frühjahr forciert, da das Laub kompostiert und sich dabei Wärme entwickelt.

Schädlinge und Krankheiten

Grundsätzlich ist der Hufeisen-Farn nicht anfällig für Schädlinge oder Krankheiten, lediglich die falsche Pflege bzw. ein falscher Standort kann zu einem kümmerlichen Wachstum bis hin zum Absterben führen. Daher sollte in jedem Fall darauf geachtet werden, dass der Farn ausreichend mit Wasser und vor allem mit Nährstoffen versorgt wird.

In sehr trockenen Sommern ist generell mit einem niedrigeren Wachstum zu rechnen, außerdem kann sich dann auf den Blättern der sogenannte Falsche Mehltau bilden. Dieser stellt jedoch für die Pflanze keine größere Bedrohung dar - einzelne Blätter können einfach abgeschnitten und im Restmüll entsorgt werden. In keinem Fall sollten Blätter mit Mehltau auf den Kompost gegeben werden, da der Mehltau auch auf andere Pflanzen über die kompostierte Erde übertragen werden kann.

Häufig gestellte Fragen

Vermehrt sich der Hufeisen-Farn von selbst?
Ja, wie andere Farne auch bildet der Hufeisen-Farn an der Unterseite seiner Blätter Sporen aus, die sich selbst aussäen. Zudem vermehrt sich der Farn auch vegetativ durch die Ausbildung von unterirdischen Rhizomen, wodurch er sich auch rasch an guten Standorten ausbreiten und als Bodendecker verwendet werden kann.

Kann der Hufeisen-Farm zusammen mit anderen Farnen kultiviert werden?
Ja, der Hufeisen-Farn kann problemlos mit anderen Farnen gemeinsam gepflanzt werden und durch verschiedene Sorten kann man ein Meer an verschiedenen Grüntönen und Blattformen zaubern. Allerdings sollte darauf geachtet werden, dass der Farn genügen Platz hat, um sich auszubreiten, sowie ihn ausreichend mit Humus zu versorgen, da auch andere Farne einen hohen Bedarf an Humus haben.