Schildfarn, Polystichum - Sorten, Pflanzen und Pflege

SchildfarnIn vielen Gärten ist der Schildfarn, der den lateinischen Namen Polystichum trägt, zu einer gern gesehenen Pflanze geworden. Er ist sehr pflegeleicht und wird daher sehr gerne als Sichtschutz oder auch einfach zur Zierde eingesetzt. Dabei werden unterschiedlichste Sorten angeboten, die sich in der Pflege und bei der Pflanzung jedoch sehr ähneln.

Kurzer Überblick
  • Standort: nicht zu hell, keine Sonne
  • Gießen: reichlich
  • Düngen: 1 x pro Woche
  • Vermehrung: durch Teilung oder Aussaat
  • Krankheiten und Schädlinge
Sorten und Arten

Weltweit gibt es rund 200 bis 300

verschiedene Arten des Schildfarns. Er zählt damit zu den artenreichsten Pflanzen. Zudem ist er sehr weit verbreitet. Ob in tropischen Gegenden oder sehr kühlen Gegenden - überall lässt sich der Schildfarn finden. In der Regel wächst der Schildfarn auf steinigem Boden, in herkömmlicher Erde, in Felsspalten oder auch auf Waldboden. Nur den Sand mag er nicht sonderlich, da er ihm den gewünschten Wasservorrat nicht bieten kann. Dies macht ihn sehr anspruchslos,was die Bodenqualität betrifft. In unseren Breitengraden ist hauptsächlich der Brauns Schildfarn, der Gelappte Schildfarn sowie der Grannen Schildfarn bekannt und verbreitet. Alle Sorten stehen bei uns unter Naturschutz und dürfen in der freien Wildbahn somit nicht ausgegraben oder gepflückt werden. Wer Schildfarn für den Garten sucht, sollte ihn deshalb in einem Gartencenter käuflich erwerben.

Doch nicht nur in der freien Natur wächst der Schildfarn. Er ist durchaus auch als Zimmerpflanze bekannt. Jedoch eignen sich unsere heimischen Pflanzen dafür nur bedingt. Wer in unseren Breitengraden den Schildfarn als Zimmerpflanze hält, der wird dafür auf tropische Arten zurückgegriffen haben. Sie stammen meist aus dem Fernen Osten und gehören zur Gattung der Glanzschildfarne, der Weichen Schildfarne sowie der Kleinwüchsigen Schildfarne. Alle Sorten zeichnen sich durch eine besondere Farbgebung sowie Formgebung und Wuchshöhe aus.

Tipp: Bevor der Ankauf von Schildfarn erfolgt, sollte besonders bei den Zimmerpflanzen genau überlegt werden, welcher Standort vorgesehen ist und welche Lichtverhältnisse für den Farn angeboten werden können. Entsprechend der Voraussetzungen sollte dann der Ankauf ausgerichtet werden.

Der optimale Standort

Wer seinem Schildfarn etwas Gutes tun möchte, der sucht ihm einen Ort ohne direkte Sonneneinstrahlung. Gerne auch an einer Mauer oder einem Zaun, wo er von einer Seite etwas geschützt ist. Auch ein halbschattiger Platz ist noch akzeptabel. Dann aber eher für Sorten, die nicht ganz so zarte Wedel haben. Zudem muss in solch einem Fall an das regelmäßige Gießen gedacht werden.

Viele Schildfarne überstehen den Winter problemlos im Freien. Wer sich jedoch eine exotischere Pflanze geholt hat, der sollte sie in einem Kübel pflanzen, damit sie im Winter in ein frostfreies Winterquartier umziehen kann. Eine Temperatur von 10 bis 12 Grad sind im Winterquartier völlig ausreichend. Das Gießen kann während dieser Zeit fast nahezu eingestellt werden, da der Farn sich eine Auszeit gönnt und daher wenig Wasser und Nährstoffe benötigt.

Das Gießen und Düngen während der Sommermonate

Während der Sommermonate sollte der Schildfarn jedoch regelmäßig gegossen werden. Dabei
gilt es darauf zu achten, dass die Erde immer feucht gehalten wird, ohne das sich Staunässe bildet. Mit einer Drainage aus Kies unter der Pflanze kann entsprechend vorgebeugt werden.

Schildfarn im Garten sollte einmal pro

Monat mit Flüssigdünger in einer leichten Konzentration gedüngt werden. Zimmerpflanzen hingegen vertragen den Dünger einmal pro Woche.

Tipp: Beim Düngen reicht die Hälfte des sonst üblichen Flüssigdüngers völlig aus.

Das Pflanzen

Um Schildfarn im Garten pflanzen zu können, sollte ein einigermaßen pflanzenfreudlicher Boden vorhanden sein. Am besten wächst der Farn in unseren Breitengraden in einem Boden, der humos und nährstoffreich ist. Hier kann im Vorfeld etwas reifer Kompost unter die Erde gemischt werden. Zudem sollte der Boden nicht zu sandig sein, da Sandboden das Wasser sehr schlecht hält und die Pflanzen bekanntlich viel Wasser benötigen.

Zudem sollte bei der Auswahl des passenden Standortes darauf geachtet werden, dass dieser etwas vor spätem Frost geschützt ist. Wenn die Eisheiligen noch einmal kalte Temperaturen bringen, kann es sein, dass der Farn dann zu viel Kälte abbekommt und in seinem Wachstum gehindert wird.

Die Vermehrung

Schildfarn gehört zu den Pflanzen, die sich problemlos vermehren lassen. In der Regel wird der Farn im Frühjahr aus dem Boden genommen. Dabei wird die Erde so gut wie nur möglich von den Wurzeln entfernt. Die so frei liegenden Wurzeln werden vorsichtig mit der Hand auseinander gezogen. Im Anschluss können die Wedel und Stängel getrennt werden. Beide oder mehrere Teile können dann an unterschiedlichen Stellen wieder eingetopft oder im Garten eingepflanzt werden. Bevor dies jedoch geschieht, sollte der Wurzelballen ordentlich gewässert werden. Und auch das Pflanzloch verträgt nicht nur eine Drainage, sondern auch ordentlich Wasser. Die Erde muss nach dem Einsetzen ordentlich angedrückt werden, damit der Farn einen festen Halt finden kann.

Schädlinge und mögliche Krankheiten

Auch wenn der Schildfarn so pflegeleicht und anspruchslos ist, ist er nicht frei von Krankheiten und Schädlingen. Diese können jede Pflanze befallen, egal wie viel Mühe man sich mit ihr auch gibt.

In der Regel leidet die Pflanze immer dann, wenn sie nicht ordentlich gegossen wird. Braune Ränder an den Blättern weisen auf Wassermangel ebenso hin wie ein verminderter Wuchs. Im Frühjahr und im Sommer darf zudem das Düngen nicht vergessen werden. Es bringt der Pflanze Nährstoffe und sorgt so dafür, dass sie weniger anfällig für Krankheiten ist.

Als Schädlinge können hin und wieder Blattläuse auftreten. Diese können jedoch mit dem Gartenschlauch recht einfach abgespritzt werden. Sollten sie sich hartnäckig halten, können betroffene Wedel vom Schildfarn entfernt werden. Bei einem starken Befall muss mit einem Schädlingsbekämpfungsmittel gearbeitet werden.

Ansonsten wird der Schildfarn von wenigen Schädlingen heimgesucht und ist auch für typische Pflanzenkrankheiten nur bedingt anfällig.

Für Schnellleser:
  • schattiger bis halbschattiger Standort
  • ausreichend Wasser in den Sommermonaten
  • bei Kübel- oder Topfpflanzen kann ein Winterquartier mit einer Temperatur von 10 bis 12 Grad gesucht werden
  • der Boden sollte humos und nährstoffreich sein
  • Schildfarn lässt sich sehr gut vermehren
Häufig gestellte Fragen

Wie viele Sorten und Arten vom Schildfarn gibt es?

Weltweit sind rund 200 bis 300 Sorten aus allen Teilen der Erde bekannt. In unseren Breitengraden wird jedoch nur mit einer Handvoll davon gearbeitet, weil viele Farne nicht mit unserem Klima kompatibel sind.

Wie muss gegossen werden?

In den Sommermonaten benötigt der Schildfarn viel Wasser. Der Wurzelballen darf nie austrocknen, es darf aber auch keine Staunässe entstehen. Aus diesem Grund sollte mit einer Drainage gearbeitet werden. In den Wintermonaten ist der Wasserbedarf sehr gering, so dass bei freistehenden Pflanzen das Klima für ausreichend Wasser sorgt.

Kann Schildfarn vermehrt werden?

Ja. Die Vermehrung ist sogar recht einfach. Durch eine Teilung, die durch ein vorsichtiges Auseinander ziehen der Wurzeln erfolgen sollte, kann eine Vermehrung vorgenommen werden.