Chrysanthemen - Pflegen und ÜberwinternChrysanthemen stammen aus Japan und China und sind dort das Symbol für den Herbst. Bei uns haftet ihnen ein gewisses Allerheiligenimage an: Man bringt sie mit buntem Laub, Nebel, Allerheiligen und Friedhof in Verbindung. Und mit warmen Herbsttönen: orangebraun, kupfergelb, bronze und violett. Zwar gibt es mittlerweile schon Variationen in beinahe unüberschaubarer Hülle und Fülle: viele Arten, die genau wie die Astern, rund ums Gartenjahr blühen und dementsprechend frühlingsfrisch und sommerbunt leuchten: pomponartig, einfach- oder halbgefüllt, gross- oder sternblütig. Ihre Hauptsaison jedoch ist nach wie vor zwischen September und November. Egal ob
Garten-, Terrassen-, Balkon- oder Wohnungsbesitzer � Chrysanthemen eignen sich für jedermann: Die robusten, mehrjährigen, winterharten Stauden, auch Winterastern genannt, bringen bis Winterbeginn Blütenzauber in den Garten. Chrysanthemenstauden sind Starkzehrer und brauchen daher ausreichend Dünger. Bemerkt man, dass die Blüten von Jahr zu Jahr kleiner werden, sollte man die Staude teilen, den Boden mit Kompost aufbessern und an anderen Orten einsetzen. Auf Balkonen und Terrassen strahlen Chrysanthemen in den letzten Jahren als Büsche und Stämmchen um die Wette - und in Balkonkästen, Schalen und als Grabschmuck haben die niedrig, reichblühenden Blumen als herbstlicher Schmuck ihren Auftritt. Chrysanthemen im Gefäss erziehen zur Genauigkeit: sie brauchen gleichmässige Feuchtigkeit, dürfen also niemals austrocknen - verzeihen aber auch keinerlei Staunässe. Am besten ist es, immer vor dem Giessen die Erde mit dem Finger zu prüfen. Ein Platz im Halbschatten verlängert die Blühdauer. Verblühtes muss sofort ausgeschnitten werden um Krankheiten und Schädlingsbefall zu verhindern. Bei den ersten Nachtfrösten reicht es, die Pflanzen nahe an die Hauswand zu rücken oder - wenn dies nicht möglich ist - zumindest leicht abzudecken um ein Braunwerden der Blütenköpfe zu verhindern. Nach der Blüte zurückschneiden und kühl und hell überwintern � ab April ins Freie stellen bzw. ins Beet pflanzen! Ein Wort bezüglich "winterhart": Dieser Ausdruck ist mit etwas Vorsicht zu geniessen. Bei einer im Herbst gekauften Chrysantheme gelingt es nicht immer sie gut über den Winter zu bringen, weil sie nicht genügend Zeit hatte einen gesunden und kräftigen Wurzelballen zu bilden. Klüger ist es, sie im Frühling zu besorgen, denn je früher man sie in den Garten pflanzt, desto besser sind ihre Chancen. Ausserdem sind sie immer - um Frostschäden zu vermeiden - mit Laub oder Reisig abzudecken. Ein kleiner Trick: Knapp vor dem Winterschlaf verblühte Stängel nicht mehr abschneiden - sondern erst im Frühling - denn sie bilden einen zusätzlichen Kälteschutz. Aus den getrockneten Blüten mancher Chrysanthemenarten wird das Insektizid Pyrethrum gewonnen, welches uns allen aus der Schädlingsbekämpfung bekannt ist. Schenkt man in China eine Chrysantheme so wünscht man damit ein langes Leben � bei uns will man damit aufmerksam machen: "Mein Herz ist noch frei"... von Vilma-Sonja Zugmaier
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