Aussergewöhnliche Pflanzen in Garten & Balkon

Außergewöhnliche Pflanzen in Garten & Balkon

Exotische Sommergäste

Bestimmt haben Sie die imposanten Canna- Pflanzen schon öfters in Parks und städtischen Anlagen gesehen. Auffallend sind außer ihrer beeindruckenden Gestalt vor allem die weithin leuchtenden Blütenfarben und die stattlichen Blätter.

Die Pflanzen erreichen in ausgewachsenem Zustand locker eine Größe von eineinhalb Metern.

Es gibt aber auch dekorative Zwergformen, die kaum höher als 60 bis 80 cm werden, zum Beispiel Lucifer. Ob Mini oder Maxi, alle Sorten des Indischen Blumenrohrs, das ist die deutsche Bezeichnung für Canna,

eignen sich ausgezeichnet als Kübelpflanzen. Sie stehen mit Vorliebe an sonnigen Plätzen und blühen unentwegt von Juni bis Spätherbst. Allerdings muss man sie reichlich mit Wasser versorgen und mit wöchentlichen Düngerationen bei Laune halten. Canna ist nicht frosthart, deshalb wird sie ähnlich behandelt wie die Dahlien. Im Herbst schneidet man alle oberirdischen Teile ab und überwintert nur die Knollen. Während herkömmliche Kübelpflanzen ein passendes Winterquartier brauchen, genügt für die Lagerung der Knollen eine nicht zu kühle Kellerecke.

Bougainvilleen: Blüten im Farberausch

Bougainvilleen sind im Mittelmeerländern häufig als Fassadenschmuck anzutreffen: Mit ihren bis zu 20 Meter langen Ranken weben sie leicht haushohe Wandteppiche. Sonne, Licht und Wärme können diesen prächtigen Kletterstrauch aber auch bei uns zu Höchstleistungen anspornen. Da er nicht frosthart ist, muss er jedoch als Topf- oder Kübelpflanze handlich und mobil bleiben. Mit Rankgerüsten kann man allerdings die Bougainvilleen in Form halten. Sie lassen sich aber auch als Stämmchen oder
Kugel ziehen. Während der Hauptwachstumszeit muss reichlich gegossen und gedüngt werden. Im herbst sollen die Pflanzen dann austrocknen, damit das Laub abfällt. Die anschließende nahezu trockene Ruhepause bei 5 bis 10 Grad ist wichtig für die Knospenbildung. Ab Mitte Mai darf die Bougainvillee draußen ihr Blütenfeuerwerk zünden. Der Neuaustrieb beginnt oft schon im Februar. Dann braucht die Pflanze einen hellen, 15 bis 20 Grad warmen Fensterplatz und, sobald sich Blätter zeigen, wieder Wasser. Aber nicht zu viel gießen! Die ersten Hochblätter verfärben sich im April: Ob in Violett, Rosa, Goldtönen, Kupfer oder Weiß hängt von Ihrer Sortenwahl ab.

Hibiskus muss man haben

Mit seiner Fülle farbenfroher Sorten schmückt Hibiskus nicht nur die Fensterbänke. Er ist ab Juni ein imposanter Sommergast im Freien, wo er an warmen Plätzen unermüdlich seine Blütenknospen öffnet und für üppiges Tropenfeeling sorgt.

Hibiskusblüten schimmern wie feinste Seide. Selbst im Verblühen sind sie noch wunderschön und drehen sich zu edlen Kerzen. Einziger Nachteil: die Knospen bekommen häufig Blattläuse. Ein Hibiskus allein macht noch keinen Sommer, aber eine ganze Sammlung umso mehr! Anfangs sind die Büsche klein, aber mit den Jahren werden sie mannshoch. Ist der Topf schon jetzt zu eng, pflanzt man sie bis Juli um, damit sie genügend Kraft für immer neue Blätter haben.

Früchtespaß mit Zitrus

Zitrusgewächse haben weit mehr als nur Zitronen zu bieten. Mandarine, Orange, Kumquat und Co. sorgen für Mittelmeer- Flair. Mini- Orangen blühen überreich und tragen viele essbare Früchte, die im Frühling reif sind. An Spalieren erzogen, werden sie rundum von der Sonne verwöhnt. Im Winter stellt man sie hell und kühl. Zitruspflanzen wie Kumquat (Fortunella) haben viele Qualitäten: Sie

sind immergrün, die Blüten duften, ebenso das Laub. Der Fruchtansatz funktioniert zuverlässig, auch wenn man nur eine Pflanze hat (Selbstbestäubung). Aus der Form geratene Kronen schneidet man direkt nach der Ernte zurecht. Reif sind die Früchte, wenn sie sich leicht vom Zweig lösen. Im Winter brauchen Zirus ein sehr helles, kühles Quartier im Haus.