Beliebte Zierpflanzen für Zimmer, Balkon und Garten

Beliebte Zierpflanzen für Zimmer, Balkon und Garten

Tulpen

Tulpen sind Liliengewächse mit großer Vergangenheit. Vorderasien ist die Heimat unserer heutigen Gartentulpen, die im sechzehnten Jahrhundert nach Europa kamen und von Holland aus einen wahren „Tulpenrausch“ entfachten.

tulpen7_flHeute gibt es Tausende von Züchtungen. Geradezu überwältigend ist das Angebot an den langstieligen, den so genannten „Gartentulpen“. Da gibt es früh-, mittel- und spätblühende Arten und von diesen wiederum unzählige Sorten, einfach und gefüllt blühende. 

Anthurie

Sonnenblumen

Die Sonnenblume zählt zur großen

Familie der Korbblütler, ist eine stattliche Sommerblume und Nutzpflanze zugleich, sie ist Bienenweide, und die getrockneten Blätter und Stängel dienen als Viehfutter. Das aus den Kernen gewonnene Sonnenblumenöl entspricht in seiner Qualität dem Olivenöl und ist lange haltbar. Es gibt zahlreiche Sorten von der bekannten Art Helianthus annuus, zum Beispiel hat die Sorte „Macrophyllus Giganteus“ imposante Blüten und wird bis zu drei Meter hoch. Wesentlich kleiner sind die Zwergsorten „Gelber Knirps“ und „Zwergsonnengold“, sie werden zwischen 40 und 60cm hoch. 

Geranien

Es gibt für sonnige Lagen kaum eine dankbarere, gleichmäßig schön blühende Bepflanzung als die Pelargonien aus der Familie der Geraniaceae, der Storchschnabelgewächse. In der Alltagssprache werden sie gewöhnlich „Geranien“ genannt, was botanisch nicht ganz korrekt ist. Die Gattung ist besonders am Kap der Guten Hoffnung reich entfaltet. Von dort stammen die Arten, aus denen durch Züchtung unsere vielen Geraniensorten gewonnen wurden. Was bei uns in Gärten und auf Balkonen blüht, sind meistens die Pelargonium Zonale- Hybriden, auch Gürtelgeranien genannt: Ihre Blätter, die beim Zerreiben einen charakteristischen würzigen Duft ausströmen, zeigen bekanntlich eine bräunliche Zone. Die Blüten sind stets einfarbig und ursprünglich kräftig rot.

Tagetes

Seit Jahrhunderten ist dieser Korbblütler bekannt, die Züchter haben seither Blütenform, Blütengröße und nicht zuletzt die Blütenfarben verändert. Tagetesblumen gibt es jetzt auch weiß, cremefarben, leuchtend gelb und orange. Auch sind die modernen Tagetes vielblütig und lassen den typischen strengen Tagetesgeruch vermissen.Wild wachsen die Studentenblumen in den wärmeren Gegenden Amerikas als Ackerunkraut und auf Schuttplätzen. Von gärtnerischer Bedeutung sind die Abkömmlinge von Tagetes erecta, Tagetespatula und Tagetes tenuifolia - von ihnen gibt es ein großes Sortiment. 

Hyazinthen

hyazinthe_flBereits im sechzehnten Jahrhundert ist unsere Hyazinthe, ein Liliengewächs, kultiviert worden, vor allem in Holland, das noch heute das Hyazinthenzentrum ist. Von hier aus werden die Zwiebeln weltweit verschickt. Die zahlreichen Sorten, hervorgegangen aus Hyacinthus orientalis, werden grob unterschieden nach der Blütenfarbe: es gibt weiße, rosa, rosarote, blaue und gelbe Sorten. Alle Hyazinthen gedeihen in voller Sonne. Ins Freie pflanzt man
sie im September/Oktober. Um Hyazinthen, die im Garten ebenso beliebt sind wie auf der Fensterbank, vorzeitig zur Blüte zu bringen, kann man sie vortreiben. Beliebt ist besonders das Kultivieren in Hyazinthengläsern.

Calla

Drachenwurz ist der volkstümliche Name für die Sumpfkalla, ein echtes Aronstabgewächs. Im Sumpf- und Gartenteich benötigt sie einen halbschattigen Standort, bei zuviel Sonne verkümmert sie leicht. Die Drachenwurz hat einen fleischigen Wurzelstock, der waagrecht eingepflanzt werden muss. Man pflanzt in sehr nassem Sumpfboden, der Wasserstand kann 5 bis 10cm betragen. Die schönen weißen Kallablüten erscheinen ab Juni. Vermehrung: Bewurzelte

Triebspitzen abtrennen, im Herbst oder Frühjahr versetzen.

Jasmin

Dieses aus China kommende winterharte Ölbaumgewächs öffnet sich bereits ab Januar, bei mildem Winter schon im Dezember, gelbe Blüten an langen, rankenartigen Zweigen. Der beliebte Winterjasmin ist ein echter Spreizklimmer, der eine Stütze braucht. Man zieht ihn am besten in lockeren Gerüsten oder lässt ihn über Terrassenmauern oder Treppenaufgänge herabhängen. Der Winterjasmin gehört an einen geschützten, sonnigen Ort. Vermehrung durch Stecklinge.

Rosen

Einen Garten ohne Rosen sieht man heute nur selten. In der Tat bieten Rosen mit ihrer einzigartigen Mischung aus Eleganz, Zartheit und Kraft einen Zauber, dem sich kaum jemand verschließen kann. Sie übertreffen zudem die meisten anderen Gartenpflanzen in der Anzahl der Blüten, in der Dauer der Blütezeit und in der Langlebigkeit. Die Rosenblüten weisen außerdem in Farbe und Form, Größe und Duft eine erstaunliche Vielfalt auf. Fossile Funde beweisen, dass es schon vor mehr als dreißig Millionen Jahren wilde Rosen gegeben hat; ihren Ursprung vermutet man in Zentralasien. Etwa zweihundert Wildarten sind bekannt, die alle ihre Heimat auf der Nördlichen Halbkugel haben. Viele der altbewährten Gartensorten sind den Wildarten genetisch nahe verwandt, unterscheiden sich aber von ihnen durch die Blüten, welche größer sind, mehr Blütenblätter besitzen oder kräftiger in den Farben erscheinen. In Jahrtausenden haben Züchter eine gewaltige Auslese getroffen. 

Anemonen

anemone3_flBlühende Anemonen oder Windröschen aus der Familie der Hahnenfußgewächse gibt es in Weiß und in Schattierungen von Rosa, Rot, Blau und Purpur. Die Blüten öffnen sich bei Sonnenschein und schließlich sich selbst bei bedecktem Himmel. Besonders dankbar und für den Gartenfreund interessant sind die Frühjahrsblüher. Verschiedene Sorten gibt es von dem bekannten Buschwindröschen unserer Wälder und Gebüsche. Aus Rhizomknollen wachsen die herrlich blauen Apennin-Anemonen und die schöne Berganemone aus Griechenland, die Anemone blanda, sie braucht jedoch Winterschutz. Beide gedeihen am besten unter lichten Baumgruppen oder verwildert in Rasenflächen. Vermehrung all dieser Anemonen durch Knollenteilung.

Nelken

Ein sommerlicher Garten ohne Nelken ist kaum vorstellbar. Als ursprüngliche Heimat der Nelke aus der Familie der Nelkengewächse gilt der Mittelmeerraum. Von hier aus gelangten die etwa dreihundert Arten, aus denen unzählige Züchtungen hervorgegangen sind, nach Mitteleuropa. Schon im Mittelalter kannte man viele Arten mit einfachen, gefüllten und farbenprächtigen Blumen. Früher zahlte man für Nelkenneuheiten sündhaft teure Preise - 1897 erzielte in den Vereinigten Staaten die Züchtung „Mr. Lawson“ sage und schreibe einen Preis von 1000 Dollar!

Lilien

Heute gibt es von der Lilie, Familie Liliaceae, ein Sortiment von wenigstens zweitausend Hybriden, die in Form, Große und Farbenreichtum differieren. Nach den unterschiedlichen Blütenformen unterscheidet man Trompetenlilien, Goldbandlilien, Feuerlilien und Türkenbundlilien. Die bekanntesten Arten und Sorten: Die angenehm duftende, bis 180cm hohe Goldbandlilie trägt ihren Namen wegen des goldgelben Streifens in der Mitte der weißen Blütenblätter. Die Madonnenlilie  wurde einst von den Kreuzfahrern aus dem Vorderen Orient mitgebracht - sie schmückt als Symbol der Reinheit Gärten und religiöse Darstellungen.