Blattschmuck mit Pflanzen und Stauden

Blattschmuck mit Pflanzen und Stauden

Ein attraktiver Blattschmuck

Blattschmuckpflanzen zeigen ihre Zierde im Garten viel länger als blühende Pflanzen. Sie verschönern schattige Stellen und bedecken den Boden unter Bäumen und Sträuchern. Manche sind immergrün, andere bezaubern durch ihre auffälligen Herbstfarben.

efeu4_flGroßblättrige Pflanzen - Eindrucksvolle Schaupflanzen 


Es gibt eine Reihe schattenverträglicher Großstauden, die sich an kühlen, feuchten Standorten wohl fühlen. Sie gedeihen teils noch da, wo fast nichts anderes mehr wächst. Besonders im Sommer ist allerdings auf ausreichende Bewässerung zu achten.



  • An schattigen Plätzen etablieren sich Schaublatt (Rodgersiapodophylla) und Tafelblatt (Astilboides tabularis).
  • Federmohn (Macleaya cordata), Ligularie (Liu1aria), Mammutblatt (Gunnera manicata), Pestwurz (Petasites hybridus) und Zierrhabarber (Rheum palmatum) gedeihen in Halbschatten und Sonne.
  • Funkien (Hosta) lieben einen Platz mit Morgensonne und Schatten ab Mittag.

Schnecken kontrollieren 

Vor allem Funkien werden oft von Schnecken heimgesucht. Streuen Sie im Frühling rund um die Pflanzen eine dicke Schicht aus Holzasche, Sägemehl, scharfem Sand oder Splitt, und erneuern Sie diese des Öfteren.

Ein geschützter Platz für das Schaublatt 

Die dekorativen Blätter des Schaublatts (Rodgersia) ähneln riesigen Kastanienblättern. Die Pflanze braucht ausreichend Boden- und Luftfeuchte. Windgeschützt unter Laubbäumen und Sträuchern, fühlt sie sich am wohlsten. Lassen Sie den Boden nie ganz austrocknen. Übersprühen Sie bei heißem Wetter das Laub.

Imposantes Mammutblatt 

Das Mammutblatt (Gunnera) ist ein Kunstwerk für sich. Die Blätter können 1-2m breit und die Stängel bis zu 2,5 m werden. Pflanzen Sie das Mammutblatt nur im Frühjahr. Ein Platz am sonnigen Teichrand ist ideal. An anderen Standorten muss regelmäßig gegossen werden.

  • Setzen Sie die Pflanzen mit 3-4 m Abstand. Das Mammutblatt wurzelt recht langsam ein und verträgt kein Umpflanzen. 
  • Schützen Sie das Mammutblatt während der Wintermonate mit einer dicken Abdeckung aus Laub und Reisig. Zusätzlich können Sie die
    Pflanze im Herbst mit ihren eigenen Blättern bedecken.

Giganten im Zaum halten 

In kleineren bis mittelgroßen Gärten können Sie großwüchsige Stauden im Kübel pflanzen, die Sie im Boden versenken. Das bremst ihr Wachstum. Bei ausläuferbildenden Arten wie der Pestwurz kann man die Rhizome regelmäßig ausgraben und entfernen. Schneiden Sie bei selbstversamenden Pflanzen wie dem Wiesenkerbel (Anthriscus sylvestris) die welkenden Blütenstände vor dem Aussamen ab.

Farbige Blätter

Schmucke Bodendecker Pflanzen Sie unter Gehölzen kriechende Bodendeckerstauden mit hellen Blattfarben und buntblättrigen Sorten. Goldnessel (Lamiastrum galeobdolon), Günsel (Ajuga reptans) und Taubnessel (Lamium maculatum) überziehen mithilfe von Ausläufern den Boden in kurzer Zeit. Es genügen im Prinzip etwa 6 Pflanzen pro Quadratmeter, doch mit 8-12 wird die Unkrautkonkurrenz schneller unterdrückt.

Vorsicht, Sonnenbrand 

Pflanzen mit gelb oder weiß gemusterten Blättern sind lichtempfindlicher als grünblättrige. Sie erleiden in der Sonne oft Verbrennungen. Stauden mit blaugrauem, silbrigem oder rötlichem Laub gedeihen dagegen oft sogar in voller Sonne.

Beleben Sie Ihre Rabatten 

Bergenien sind attraktiv, vertragen Schatten wie Sonne und tolerieren alle Gartenböden. Ihre rötlichen Blattfarben werden auf mageren Böden sogar noch ausgeprägter.

  • Bergenien breiten sich mit kriechendem Rhizom aus. Teilen Sie sie alle 2-3 Jahre nach der Blüte oder im Herbst. Pflanzen Sie nur die jüngeren Teilstücke wieder ein.

Leuchtende Blätter fangen das Licht ein und erhellen dunkle Plätze

farn_flNeben

Funkien, die sch ausgezeichnet als Kübelpflanzen eignen, gedeihen auch viele andere Blattpflanzen problemlos im schatten, da das Licht durch die große Blattoberfläche optimal genutzt wird. Arrangements aus konstrastierenden Blattpflanzen ergeben interessante Effekte. Versuchen Sie es einmal mit einer Kombination aus breitblättrigen Funkien und filigranen Farn- und Bambusgewächsen. Unter einen Baum oder an einer schattigen wand können Sie an einer Rankhilfe auch kletternde Hortensien und Efeu ziehen, deren weiß, goldgelb und cremefarbenen gesprenkelte Blätter selbst den dunklen Winkel aufhellen.

Blattpflanzen gedeihen an Standorten ohne Sonne in der Regel besser als Blütenpflanzen. Einen Versuch wert sind Bergenie, Zimmeraralie (Fatsia), Stechpalme (Ilex) und Efeu (Hedera) oder auch goldgelb panaschierte Sträucher wie Ölweide (Eleagnus) und Spindelstrauch (Euonymus). Pflanzen an schattigen Standorten dürfen nicht zu stark gegossen werden, da überschüssiges Wasser durch die fehlende Sonne kaum verdunstet. Pilzinfektionen lassen sich durch regelmäßiges Entfernen der welken Blüten und Blätter vermeiden.

Blätterpflanzen für schattige Plätze

  • Buntgiersch (Aegopodium podagraria „Variegata“)
  • Efeu (Hedera)
  • Funkien (Hosta)
  • Glatthafer (Arrhenatherum elatius ssp. Bulbosum „Variegata“)
  • Japanische Aukube (AUcuba japonica „Variegata“)
  • Lungenkraut (Pulmonaria)
  • Purpurglöckchen (Heuchera)
  • Regenbogenfarn (Athyrium niponicum)