Blattschmuckstauden für Sonne und Schatten

Blattschmuckstauden für Sonne und Schatten

Gartenplanung mit weißen und roten, gelben und hellblauen Blüten, die in einer genau aufeinander abgestimmten Reihenfolge im Jahr hintereinander erscheinen? Wirklich schön, aber nichts für den fortgeschrittenen Gärtner:

hosta-funkie flEr hat längst die vielseitigen Blattschmuckstauden entdeckt, die noch sämtliche anderen Farben der Palette in den Garten bringen, interessante Akzente setzen, als harmonische Vermittler oder als dekorative Beetumrandung eingesetzt werden können. Blattschmuckstauden gibt es für jeden Standort, meist sogar innerhalb einer Pflanzenfamilie. Und wie alle Stauden sind sie

auch noch ausgesprochen pflegeleicht, sie wachsen mehrere Jahre und brauchen meist nicht viel mehr als ein bisschen Wasser und Nährstoff.

Blattschmuckstauden für jeden Standort

Blattschmuckstauden für Sonne und Schatten gibt es z. B. unter den Funkien (Hosta). Hier werden Sie wirklich für jeden Standort die passende Staude finden. Die Funkien sind überhaupt erfreulich vielseitig, es gibt winzige Stauden und riesige, sie sind einfarbig, gestreift oder gefleckt (panaschiert) zu haben. Es gibt sie mit schmalen oder breiten Blättern, strukturierten oder glatten. Funkien blühen auch noch wunderschön, und sie sind als robust und anspruchslos bekannt - kein Wunder, dass diese universell einsetzbare Pflanze zur Staude des Jahres 2009 gewählt wurde.

Die Staude des Jahres 2011 war dann auch wieder eine Blattschmuckstaude, die Fetthenne (Sedum), die mit grünen oder blauen oder dunkelroten Blättern den Garten schmückt, auch zahlreiche panaschierte Formen werden angeboten. Etwa 400 Arten gibt es von den meist kleineren Dickblattgewächsen, da wird sich bestimmt die richtige Fetthenne für jeden Standort finden, auch jeder gewünschte Farbtupfer kann wohl mit dieser Blattschmuckstaude eingebracht werden.
    
Wem diese Vielfalt noch nicht reicht, der bedient sich bei den Hauswurzen (Sempervivum), von denen bisher mehr als 7000 Sorten gezüchtet wurden. Der Hauswurz oder Dachwurz wächst meist nur einige Zentimeter in die Höhe und entwickelt neben sehr dekorativen Blüten ausgesprochen interessante Rosettenformen. Die meisten Hauswurze mögen trockene, warme und eher steinige Standorte, es gibt aber auch Hauswurz-Gewächse für humose Böden und für feuchte Lagen.

6px; float: right;" alt="hauswurz-sempervivum fl" src="/images/stories/hauswurz-sempervivum_fl.jpg" width="250" height="188" />Der lateinische Name Sempervivum sagt alles über die Pflegebedürftigkeit der Mini-Stauden: semper heißt immer und vivus heißt lebend, und genau so immerlebend gibt sich diese unverwüstliche Pflanze. Sie hält Hitze aus und Kälte und Trockenheit, bei dieser Pflanze müsste man sich schon wirklich anstrengen, damit sie im Garten nicht gedeiht.

Blattschmuckstauden für sonnige Standorte

Immer bekannter und beliebter werden die Purpurglöckchen (Heuchera), diese Blattschmuckstauden werden nicht nur erheblich größer als die kleinen Wurze, sondern sind auch auf dieser ganzen Länge dekorativ. Sie zeigen im Sommer wunderhübsche filigrane kleine Blüten, den Rest des Jahres schmücken die farbigen Blätter den Garten. Das tun sie in vielen Farben, von diesen interessanten Stauden gibt es laufend neue Züchtungen, inzwischen ist es kein Problem mehr, wenn Sie sich in Ihrem Garten ein Purpurglöckchen in Karamell mit silberner Blattzeichnung wünschen. Oder ein zimtfarbenes, ein violettes oder ein purpurfarbenes, oder eine rote Blattzeichnung. Purpurglöckchen gibt es für sonnige und für halbschattige Standorte, sie sind häufig immergrün und sehr robust und ausdauernd.
    
Eine eher

kleine Blattschmuckstaude für vollsonnige Standorte ist der Wollziest (Stachys byzantina), der mit seinen silbrigen Blättern und purpurnen kleinen Blütenkerzen gut in jeden mediterran angehauchten Garten passt. Er verschafft dem Gärtner mit seinen weich behaarten Blättern auch noch ein ganz besonderes haptisches Erlebnis, wie es sich anfühlen wird, lässt der Spitzname Hasenohr erahnen.

Ganz das Gegenteil bietet der Federmohn (Macleaya) an jedem Sonnenstandort: Er wird bis zu 2 Meter groß in dicht stehenden, fedrig leicht beblätterten Stängeln, die im Spätsommer viele kleine weißrosa Blüten in aufrecht stehenden Rispen ansetzen. Ein nährstoffreicher Boden hilft bei zahlreicher Blütenbildung.

Blattschmuckstauden für den Schatten

Eine Blattschmuckstaude mit Doppelnutzen ist der Frauenmantel (Alchemilla). Der Frauenmantel beeindruckt durch seine großen, fast runden und am Rand leicht gewellten Blätter, auf denen jeder Wassertropfen zum Schauspiel wird. Aus dem Frauenmantel können Sie aber auch noch einen Tee mit wohltuender Wirkung zubereiten, der für sehr viele Anwendungsgebiete empfohlen wird. Die grüne Blattschmuckstaude mit den hellgelben Blüten wird ca. 60 cm hoch und liebt feuchte, schattige Standorte (hält es aber auch an einem Standort mit etwas mehr Sonne aus).

Eine selten attraktive Blattschmuckstaude für schattige Standorte ist der Geißbart (Aruncus), denn er bildet einen wirklich malerischen und sehr großen Blütenstand mit zahllosen Ähren aus, die dicht an dicht mit winzigen cremefarbenen Blüten besetzt sind. Er braucht einen recht humusreichen Boden, ist aber ansonsten vollkommen anspruchslos.

Auch Farne können als Blattschmuckstauden erfreuen, in der Mehrzahl mögen sie schattige Plätze. Unter den rund 12.000 Arten wird sich bestimmt Ihr Lieblingsfarn finden, und es sind nicht nur die typischen Waldbewohner dabei, die es feucht und schattig mögen. Es gibt Farne in unterschiedlichsten Wuchshöhen, mit den unterschiedlichsten Blattformen, in sehr vielen verschiedenen Farben und für jeden Boden. Es gibt sogar Farne, die sehr viel Trockenheit vertragen.