Rhododendron ferrugineum, nova zembla, roseum

azalee nah 64898383 300 flVon den schönen, üppig blühenden Sträuchern, dem Rhododendron, gibt es weit über 100 Arten. Die Hybriden sind immergrün und somit auch außerhalb der Blütezeit, durch ihr hübsches Laub noch attraktiv. Sie wachsen dichtbuschig, ältere Pflanzen können bis zu drei Meter hoch werden. Das immergrüne, dichte Laub ist auch in der kalten Jahreszeit ein idealer Lärm- und Sichtschutz.

Von berauschender Schönheit sind die ballförmigen, großen Blütenstände, die aus trichter- bis schalenförmigen Einzelblüten bestehen. Sie blühen in

nahezu allen Farben außer reinem Blau. Das Angebot wird durch immer wieder neue Züchtungen stetig erweitert. Gepflanzt werden Rhododendren im Frühjahr oder Herbst. Sie können einzeln aber auch in Gruppen gepflanzt werden, am Gehölzrand, unter hohen Bäumen oder als frei wachsende Hecke. Niedrig wachsende Sorten eignen sich ideal zur Flächenbegrünung.

Der Boden sollte humusreich, durchlässig und sauer sein. Für die Düngung verwendet man Gartenkompost, der als Mulch in einer dünnen Schicht ausgebracht wird. Der Kompost wird nicht untergegraben, da das flachliegende Wurzelwerk dadurch beschädigt werden kann. Die Vermehrung erfolgt nach der Blüte durch Absenker.

 

Verbreitete Rhododendron-Arten

  • Rhododendren ferrugineum sind rostblättrige Hybriden. Sie blühen häufig in den Alpen aber auch außerhalb der Berge. Die Blüte von ferrugineum reicht bis in den späten Sommer hinein.
  • Der Rhododendron nova zembla hat eine besonders prächtige, purpurrote Blütenfarbe. Nova zembla bevorzugt einen halbschattigen Standort und einen kalkfreien, feuchten Boden. Die Pflanze nova zembla kann unmittelbar nach der Blüte geschnitten oder ausgelichtet werden, was aber nicht zwingend erforderlich ist.
  • Rhododendron roseum ist ein breitbuschiger Strauch, der eine Höhe von 1,6 Meter erreicht. Die Blütenfarbe des roseum ist rosa bis lila. Die Blätter von roseum sind länglich, oval und dunkelgrün.
Viele Sorten Rhododendron für jeden Standort im Garten

Arten, die zur Gattung Rhododendron gezählt werden, haben sich bis auf wenige Ausnahmen (Afrika, Südamerika, nicht von Pflanzen bewachsene Extremstandorte) ganz von alleine in allen Teilen der Welt entwickelt. Dabei sind rund 1.000 Arten entstanden, die in allen möglichen Klimagebieten Ihre Heimat haben. Deshalb ist der Einkauf eines Rhododendrons für den eigenen Garten durchaus ein Unterfangen, das nach etwas vorheriger Information angegangen werden sollte - es gibt Rhododendren in jeder gewünschter Größe, in jeder gewünschten Blütenfarbe und für jeden Standort im Garten.

Eine frische Rhododendronblüte beim AufblühenSie sollten jedoch wissen, welchen Rhododendron Sie kaufen - die reich blühenden Sträucher können durchaus
Baumhöhen erreichen, und zwar in Ihrem Garten, wenn Sie beim Kauf die falsche Sorte erwischen. So haben die Gärtner auf den Britischen Inseln und in anderen Regionen Europas, wo es im Winter nicht sehr kalt wird, schon seit geraumer Zeit mit dem Pontischen Rhododendron zu kämpfen, der sich invasionsartig ausbreitet dabei die heimische Flora und Fauna zur Seite drängt. Der Rhododendron ponticum überlebt zwar nur in Regionen, in denen es im Winter wirklich keine ernsthaften Fröste gibt, aber solche Regionen gibt es an einigen Stellen Deutschlands auch.

Bei unkritischem Einkauf droht Ihnen jedoch wahrscheinlich seltener die Gefahr, dass der Rhododendron "Ihren Garten übernimmt", sondern Sie sind eher dem Risiko ausgesetzt, dass Ihnen ein stolzer Verkäufer eine gerade neu gezüchtete,

besonders schöne und besonders teure Sorte mit dem Hinweis verkauft, dass diese höchstens "ein wenig frostempfindlich" sei. Wenn es sich bei dieser extravaganten Neuzüchtung um einen Rhododendron handelt, der aus einem in tropischem Klima beheimateten Elternteil entstand, werden Sie mit diesem in einem der kälteren Gebiete Deutschlands höchstwahrscheinlich nicht das höchste Pflanzenglück erleben.
  • Um einen Überblick über die verschiedenen Sorten und deren Herkunft zu bekommen, müssten Sie sich schon ein wenig näher mit dem Thema beschäftigen - die Systematik der Zuordnung der 1.000 Sorten ist umstritten und wird gelegentlich geändert, eine erste Idee von der Komplexität der Einordnung erhalten Sie z. B. auf der Website www.flounder.ca/FraserSouth/Goetsch-Eckert-Hall.asp.
  • Wenn Sie keine Lust auf und keine Zeit für die wissenschaftliche Beschäftigung mit Rhododendren haben, könnten Sie sich an eine Baumschule wenden, die sich mit dem Thema auskennt. In der nördlichen Hälfte Deutschlands zählt z. B. an die Baumschule Hachmann in 25355 Barmstedt, www.hachmann.de, zu den absoluten Rhododendron-Spezialisten, im Süden und Westen könnten Sie sich an die Baumschule Nagel in 75015 Bretten wenden, www-baumschule-nagel.de.
Bekannte Rhododendren-Sorten sind ein sicherer Kauf

Wenn es noch schneller und unkomplizierter gehen soll, könnten Sie einfach eine der Sorten kaufen, die in Deutschland schon in sehr vielen Gärten bewiesen haben, dass sie unserem Klima gewachsen sind. Der Rhododendron ferrugineum, der auf Deutsch Rostblättrige Alpenrose heißt, gehört z. B. zu diesen Sorten. Er ist ja in Europa beheimatet, und das nicht in den wärmsten Gebieten: Er wächst in den Alpen noch in Höhenlagen bis zu 3.000 Meter, da ist es im Winter wirklich nicht mehr sehr warm.

Rhododendron wächst mit den Jahren sehr üppig und muss ab und zu geschnitten werdenEbenfalls in deutschen Gärten schon reichlich erprobt sind die weiteren beiden oben genannten Rhododendren, der "Nova Zembla" und der "Roseum" beides Hybriden mit nicht genau zu bestimmender Herkunft, jedoch beide bekannt als blühwillig und anspruchslos und bei uns in der Regel winterhart. Ohne schützende Schneedecke empfiehlt sich aber ein wenig Winterschutz.

Rhododendren für jeden Boden

Wenn Sie gehört haben, dass ein Rhododendron eigentlich einen sauren Boden braucht, stimmt das nur bedingt. Viele Arten haben sich in Feuchtgebieten mit leicht sauren Böden entwickelt, das stimmt schon. Wenn Sie solche Arten erwerben, können diese gut in die Nähe von Nadelbäumen im Garten gepflanzt werden, die ohnehin den Boden saurer machen. Wenn Sie aber "ganz normale Erde" im Garten haben, haben Sie auch im Hinblick auf die Rhododendren noch andere Möglichkeiten als den pH-Wert des Bodens zu verändern. Bei einigen Arten kommt es schlichtweg auf einen Versuch an:
  • Die Rostblättrige Alpenrose wächst z. B. durchaus gelegentlich auch in den Kalkalpen.
  • Dann gibt es Rhododendron-Sorten, die sogar kalkreichen Boden fordern, wie der Rhododendron hirsutum, die Bewimperte Alpenrose. Sie ist natürlich vor allem in den Nördlichen und Südlichen Kalkalpen verbreitet und kann mit saurem Boden wenig anfangen.
  • Dann gibt es heute auch Züchtungen, die einen neutralen pH-Wert im Boden gut aushalten, wie z. B. die Inkarho-Rhododendren, Züchtungen der Inkarho GmbH aus 26160 Bad Zwischenahn, www.inkarho.de oder der Rhododendron × intermedium, eine aus Rhododendron hirsutum und Rhododendron ferrugineum entstandene Hybride.