Rododendron - Pflege und Schneiden

RhododendronIn jedem Garten, vor jedem Haus und in Parkanlagen ist der Strauch stets ein wunderschöner Hingucker: Rododendron sieht aber nicht nur ungemein attraktiv, bunt und frisch aus, das üppige Gewächs verströmt noch dazu einen überaus angenehmen Duft.

Viele Rododendron-Arten stammen aus asiatischen Gefilden, zum Beispiel aus Korea, Japan, China oder auch Kleinasien.

Die ursprüngliche Bedeutung des Wortes „Rododendron“ kommt aber aus dem griechischen Sprachgebrauch und bedeutet so viel wie Rosenbaum (Rhodo = griech. Rose, Dendron = griech. Baum).

So

ansehnlich der Rododendron ist, so viel Wasser und Nährstoffe benötigt er in der Regel auch. Nichtsdestotrotz ist eine wohldurchdachte und zielgerichtete Nährstoffversorgung das A und O.

Der „goldene Mittelweg“ – eine vielversprechende Lösung

Gerade während der Wachstumsphase bzw. in der Blütezeit im Frühling besteht ein erhöhter Wasser- und Nährstoffbedarf. Denn zu dieser Zeit verdunstet über die Blätter sowie über die neuen Triebe ganz besonders viel Feuchtigkeit. In der Folge kann es also durchaus vorkommen, dass der obere Bereich der Wurzel leicht austrocknet, sodass nun Handlungsbedarf gefragt ist. Handelt man aber zu früh, so besteht die Gefahr, dass der untere Wurzelbereich durch ein „Zuviel“ an Nässe zu faulen beginnt.

azaleeWartet man mit dem Wässern allerdings zu lange, trocknet gegebenenfalls der gesamte Wurzelballen aus. Was letztendlich dazu führen kann, dass sich das Wurzelwerk nur noch schwerlich von dieser Strapaze erholt - und die Pflanze abstirbt. Viele Hobbygärtner neigen bei der Pflege ihres Rododendron dazu, gerade während der Sommerzeit großzügig zu gießen. Aber Vorsicht, denn ein „Zuviel des Guten“ kann unter Umständen Bakterien- oder Pilzbefall begünstigen!

In der freien Natur versorgt sich die Pflanze gewissermaßen selbst. Nachvollziehbar also, dass der Zuchtpflanze im heimischen Garten durch ein Übermaß an Pflege die Möglichkeit des „Abhärtens“ genommen wird. Ihre Widerstandskraft sinkt. Selbiges gilt im Übrigen auch im Rahmen einer übermäßigen Düngung der Pflanze. In diesem Zusammenhang bietet sich die regelmäßige Gabe von Kalium an, denn auch dieses unterstützt die Widerstandsfähigkeit des Rododendron.

Der Rododendron – Pflege, Schneiden, Wässern und Düngen will wohlüberlegt sein
  • Wenn der Rododendron
    in der Nähe schattenspendender Bäume platziert ist, fühlt sich das Gewächs in der Regel sehr wohl.
  • Auch haben die Sonnenstrahlen während der heißen Sommermonate auf diese Weise nicht die Möglichkeit, die Blüten welken bzw. verblassen zu lassen.
  • Erfahrene Gartenfreunde raten überdies zum regelmäßigen Mulchen und Düngen; insbesondere in der Blütezeit.
  • Tipp: weil Fichten und Birken über relativ tiefe Wurzeln verfügen und noch dazu einen hohen Wasserbedarf haben, ist mitunter ein „Konkurrenzkampf“ um Regenwasser und Nährstoffe programmiert. Aus diesem Grund macht es Sinn, Rododendron vorzugsweise nicht in der Nähe dieser Baumarten einzupflanzen.
Behutsamer Rückschnitt von Kübel-RododendronVorsicht ist geboten beim Zurückschneiden des Rododendron
  • In der Regel wächst der Rododendron gleichmäßig geformt heran. Für den Fall, dass das Gewächs jedoch zu groß gerät, kann es sinnvoll sein, einen Korrekturschnitt durchzuführen. Generell gilt, dass regelmäßiges Schneiden ein volleres Wachstum unterstützt.
  • Die Pflanze wächst also nicht zu rasch in die Höhe, sondern sie erscheint stattdessen in sich voller und kompakter. Am besten,

    man beschneidet den Rododendron unmittelbar nach der Blütephase.
  • Wenn nur ein wenig zurückgeschnitten werden soll, genügt es, die Dolden mit einer Gartenschere zu entfernen.
  • Soll die Pflanze hingegen noch weiter gestutzt werden, empfiehlt es sich, bis kurz oberhalb des vorigen Blätterkranzes zurückzuschneiden.
  • Bevor man sich dazu entschließt, weiter als nötig zu stutzen, weil vielleicht die Größe der Pflanze für den derzeitigen Standort als ungünstig erachtet wird, sollte eher eine Verpflanzung in Erwägung gezogen werden. Denn ein zu starker Rückschnitt hat mitunter das Absterben des Rododendrons zur Folge.
Rododendron - Einkauf beim Spezialisten ist einfacher als Moorbeet anlegen

Wenn Sie lesen, dass ein Rododendron unbedingt sauren Boden braucht, ist das wahrscheinlich ungefähr so richtig, wie wenn eine Werbung Ihnen erzählt, dass Ihr Körper unbedingt eine bestimmte superteure, koffeinversetzte und übersüßte Spaßbrause braucht: Die Wahrscheinlichkeit, dass Ihr Körper ohne zuviel Koffein und zuviel Zucker besser zurecht kommt, ist recht hoch.

Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Rododendron in einem normalen Gartenboden genauso gut wie in einem Moorbeet wächst, ist auch nicht ganz gering. Vor allem wenn man weiß, dass der normale Gartenboden gewöhnlich jede Menge Nährstoffe enthält, während das übliche Moorbeet durch Untermischen von praktisch nährstofffreiem Torf entsteht. Dessen Abbau und Verwendung ist dann auch noch schädlich für Umwelt und Klima.

Die Artenvielfalt des Rododendrons macht einen bunten Farbenmix möglichWarum dann Torf verkauft wird, und warum Sie für Ihre Rhododendren ein Moorbeet anlegen sollen? - Torf lässt sich prima abbauen und verpacken, und die Umweltkosten zahlt der Steuerzahler. Das Moorbeet für den Rododendron muss durch künstliche Düngung wieder Nährstoffe zugeführt bekommen, ein optimaler Gehalt von Säure und Nährstoffen ist auf Dauer nie zu halten und Sie müssen schnell einen neuen Rododendron kaufen ...

Entspannender ist es, wenn Sie Ihren Rododendron einfach bei einer guten Baumschule kaufen, bei der man Sie beraten kann. Denn es gibt Rododendren, die bei uns beheimatet sind und die mit jedem normalen Boden klarkommen, wie den Rhododendron × intermedium oder die Inkarho-Rododendren, es gibt sogar Rododendren für kalkhaltige Böden wie den Rododendron hirsutum, und eine ganze Menge der ursprünglich einmal aus sauren Sumpfböden stammenden Rododendren werden schon seit langen Zeiten bei uns gezüchtet und sind nicht mehr sehr pingelig, sie wachsen eigentlich in jedem Gartenboden, sogar in Berlin-Brandenburger "Sandbüchsen".