Unterpflanzung von Gehölzen

Wenn man Eigentümer eines Gartens ist, hat man häufig das Problem, dass man Sträucher, Bäume und Büsche im Garten hat, die relativ hoch geschossen sind, unter ihren Kronen jedoch eine Menge Platz bieten. Hier schaut gerade unter Sträuchern und Bäumen häufig die nackte Erde in die Welt hinaus und sollte besser mit Blumen bepflanzt werden.

Zunächst bieten sich für dieses Vorhaben Begonien oder Fuchsien an. Begonien sind hervorragend geeignet, weil sie den Schatten bevorzugen und grelle Sonne ihnen sogar schaden kann. Zudem bevorzugen sie humusreichen, leicht sauren Boden und kalkfreies Wasser. Sie

benötigen viel frische Luft und sollten regelmäßig gegossen werden. Auch die Fuchsien bevorzugen ein Leben im Schatten. Sie vertragen keine direkte Sonne und benötigen es dennoch hell. Fuchsien benötigen allerdings eine hohe Luftfeuchtigkeit. In regenreichen Sommermonaten tragen die Fuchsien besonders viele Blüten. Wenn bei den Fuchsien die Blüten verkümmern, obwohl sie an der frischen Luft wachsen und gedeihen, ist es notwendig, dass man sie mit Wasser besprüht. Nicht alle Fuchsien sind winterhart. Darauf sollte man achten.

Des Weiteren zur Unterpflanzung von Gehölzen geeignet ist der Geißbart. Er bevorzugt Boden, der lehmig, tonhaltig, humus- und nährstoffreich und zudem feucht ist. Sollte man diese Bedingungen nicht erfüllen können, ist es notwendig, regelmäßig zu düngen. Zudem bevorzugt der Geißbart
Halbschatten bis Vollschatten und nur selten Sonne. Er wächst sehr breit und sollte im Frühjahr auf Handbreite zurückgeschnitten werden. Im Sommer ist es wichtig, darauf zu achten, dass der Geißbart ausreichend gegossen wird.

Auch Storchschnabel, Fingerhut, Funkie, Kleines Immergrün, Golderdbeere, Japan-Segge, Wurmfarn, Elfenblume, Glockenblume und Frauenmantel sind hervorragend zur Unterpflanzung von Gehölzen geeignet. Es ist jedoch erforderlich, sich im Vorfeld darüber zu informieren, welche gesonderten Ansprüche die jeweiligen Pflanzen an ihren Standort und die Bodenbedingungen stellen. So kann es sehr wohl erforderlich sein, diese Pflanzen zu düngen. Wer sich die geeigneten Pflanzen für die Unterpflanzung von Gehölzen ausgesucht hat, sollte eventuell eine Holzkiste in den Boden eingraben und die Pflanzen dann in diese Kiste setzen. In diesem Fall ist es einfacher, die Blumen wieder auszugraben, falls sie nicht winterhart sind. Auf diese Weise kann man sie im Keller oder in einem Zimmer überwintern und dann im Frühjahr wieder ausbringen. Auf diese Weise kann man die Kosten für immer neue Anschaffungen sparen.

Eine Alternative zu diesen Blumen sind Zwiebeln, die im Frühjahr oder im Winter blühen. Winterling, Schneeglöckchen, Krokus, Buschwindröschen, Traubenhyazinthe, Blausternchen, Narzissen, Herbstzeitlose sind hierfür hervorragend geeignet. Da diese Zwiebeln nur saisonal blühen, ist es zudem möglich, sie mit Bodendeckern, wie etwa Efeu, Pfennigkraut oder auch Goldnessel überwachsen lassen. Auch diese setzen sehr interessante Akzente. Es ist jedoch schwer, Bäume zu unterpflanzen, deren Laub sehr dicht ist.

Um zu gedeihen, brauchen die Blumen Licht, das nicht durch das dichte Laub dringen könnte. Daher ist es sinnvoll, diese Bäume mit Efeu zu unterpflanzen oder aber interessante Blickpunkte mit Steinen schaffen. Somit ist die nackte Erde nicht mehr sichtbar und der Platz dennoch auf eine interessante Weise genutzt. Es ist also nicht zwingend notwendig, unter Gehölzen die nackte Erde zu präsentieren. Mit etwas Fantasie und dem richtigen Wissen, kann man

auch den kleinsten Flecken Erde gekonnt nutzen und gestalten.