Echeveria: Arten und Pflege (elegans, gibbiflora, pulvinata, setosa, runyonii)

So manchem Botaniker erinnert die charakteristische Wuchsform an den Aufbau der Blüten einer Rose. Aber im Gegensatz zur Schnittrose zeigen sich Echeverien das ganze Jahr hindurch in ihrer vollen Pracht. Ihre dicken, fleischigen Blätter erstrahlen in einer großen Farbvielfalt. Einige Exoten blühen mit roten, orangefarbenen oder gelben Blüten über der Pflanze und bei anderen Vertretern sind die Blätter behaart oder mit einer wachsartigen Schicht überzogen. Viele Echeverien sind empfindlich gegen Frost und nicht winterhart. Dennoch sind sie relativ leicht zu pflegen.

Bekannte und beliebte Arten

Die fleischigen Blätter der

Echeverien sind recht farbenfroh und charakteristisch für die Dickblätter. Die Palette an Farben reicht von gelben, orangen, rötlichen zu leicht pinken Tönen. Auch ein zartes Lila, gräuliches Grün und fast schwarz sind denkbare Farben. Alle Blätter sind rosettenförmig angeordnet. Tipp: Mit den Blättern sollte man vorsichtig umgehen. Denn sie brechen sehr schnell an der Ansatzstelle ab.

Echeverien benötigen für ein gesundes Wachstum einen warmen, sonnigen bis halbschattigen Standort. Verbleiben sie den Sommer über im Freien, sollte für einen Regenschutz gesorgt werden. Die Wüstenpflanzen speichern in der Wachstumsphase in ihren Wurzeln, Stielen und Blättern Wasser. Dadurch überstehen sie schon mal längere Trockenperioden. Die Trockenperioden haben den Vorteil, dass die Wuchsform gefördert wird und sich die Blätter kräftig färben. Werden die Dickblätter übermäßig gewässert, wachsen sie unnatürlich und können verfaulen. Bitte nur von unten gießen, damit die Blätter keine Feuchtigkeit abbekommen.

Tropische Echeverien sollten regelmäßig in gut drainierte und sandige Erde umgetopft werden. Den idealen Zeitpunkt bietet das Frühjahr. Nicht in der Blütezeit oder Ruhepause umtopfen. Sind die Pflanzen noch recht jung, kann jährlich im Frühjahr umgetopft werden. Ältere Pflanzen werden alle zwei Jahre in einen größeren Topf gesetzt. Tipp: Wer nach dem Umtopfen auf die Oberfläche des Ballens eine dünne Schicht Kiesel gibt, verhindert, dass die untersten Blätter des exotischen Lieblings durch das feuchte Substrat faulen.

Echeveria elegans

Die Sukkulente bildet eine stammlose, dichte Rosette mit einem Durchmesser bis zu 10 cm. Die immergrüne Pflanze kann im Freien stehen, wenn die Temperaturen über 15 °C liegen. Allerdings verträgt sie keine Temperaturen unter 5 °C.  Echeveria elegans benötigt für mindestens eine Stunde am Tag direkte Sonneneinstrahlung. Unterhalb der spatelförmigen Blätter treibt sie an Ausläufern Ableger und entwickelt sich flächendeckend. Die pflegeleichte Pflanze muss nur gegossen werden, wenn es sehr warm und die Erde durchgetrocknet ist. Oftmals reicht eine Wässerung etwa alle vier Wochen. Zum Düngen wird ein stickstoffarmer Dünger genutzt, der alle 15 bis 20 Tage gegeben wird. Als Substrat empfiehlt sich sandige, weiche Erde mit einer guten Drainage.

Echeveria gibbiflora

Als eine der charmantesten Zimmerpflanzen leuchten die Blätter in einem warmen lachsfarbenen bis blassroten Ton und die fleischigen Blätter sind verkehrt eispatelig, lang und meist mit einem trüben rötlichen Ton überlaufen. Um auf eine Höhe von etwa 30 cm zu kommen, benötigt der Exot viel Sonne und eine gut durchlässige sowie nährstoffreiche Erde. Temperaturen unter zwölf Grad verträgt die Pflanze genauso wenig wie Staunässe durch Gießen. Daher sollte sie im Sommer nur mäßig gegossen werden und im Winter kaum. Die mexikanische Pflanze lässt sich leicht durch Teilung vermehren.

Echeveria pulvinata

Dieses aus Südmexiko stammende Dickblattgewächs wird bis zu 30 cm hoch und überzeugt mit einem dichten weißen Haarkleid. Unter der anspruchslosen

Pflanze existieren zahlreiche Formen, die mehr oder weniger behaart sind. Der Exot fühlt sich an einem sonnigen
und hellen Plätzchen am wohlsten. Steht die Pflanze zu dunkel, richten sich die Triebe dem Licht entgegen. Die Folge sind lange dünne Triebe, die leicht abbrechen können. Das optimale Substrat enthält mineralische Bestandteile und ist gut durchlässig. Zwischen den durchdringenden Gießgängen benötigt die Sukkulente Zeit zum Austrocknen. Überschüssiges Wasser im Untersetzer sollte entfernt werden, um Staunässe zu vermeiden. Den Sommer kann die Echeveria pulvinata gerne im Freien verbringen. Dann allerdings ohne Untertopf, damit Regenwasser ungehindert abfließen kann. Bei dauerhaft niedrigen Temperaturen wird sie wieder ins Haus geholt und genießt den Winter an einem sehr hellen Standort. Im Winter wenig gießen. Die Vermehrung erfolgt über Blattstecklinge oder Rosetten.

Echeveria setosa

Als eine der wenigen Echeveria-Arten fühlt sich die stammlose Pflanze an einem halbschattigen Platz wohl, an dem sie die direkte Sonne nur in den kühlsten Stunden des Tages erreicht. Diese robuste Sukkulente kann über einen längeren Zeitraum ohne Wasser auskommen. Die Wässerung empfiehlt sich alle vier bis fünf Wochen. Je mehr die Temperaturen nach unten sinken, umso weniger muss gewässert werden. Jedoch darf das Thermometer 15 °C nicht unterschreiten. Spätestens dann sollte die Pflanze ins Haus. Sie entwickelt sich kriechend und flächendeckend. Das Substrat besteht aus einem Teil Sand und drei Teilen Erde. Es ist ratsam, die Drainage zu verstärken. Echeveria setosa werden alle zwei bis drei Jahre umgetopft und zum Ende des Winters mit einem Breitbandinsektenschutzmittel behandelt. So werden Pilzerkrankungen und Schädlingsbefall vorgebeugt.

Echeveria runyonii

Diese mexikanische Sukkulente ist ein wahrer Sonnenanbeter und mag es warm. Sie benötigt im Frühjahr und Sommer viel Wasser. Hingegen sollte im Winter sparsam gegossen werden. Denn die Pflanze speichert Wasser, wovon sie in den Wintermonaten zehrt.

Häufig gestellte Fragen
  • Echeveria elegans ist eingegangen/verfault. Woran liegt das? - Zum einen könnte es sein, dass die Pflanze zu oft gegossen wurde und sie ständig nasse Wurzeln hatte. Die Pflanze kann zwar durchdringend gegossen werden, sollte aber immer wieder durchtrocknen. Zum anderen liegt das mitunter am falschen Substrat oder an der fehlenden Drainage.
  • Ich habe Wollläuse in meinen Echeverien. Was tun? - Da die Blätter bei den meisten Echeverien ziemlich dicht stehen, bieten sie einen optimalen Unterschlupf für Wollläuse. Leider werden diese oftmals erst erkannt, wenn die Pflanze bereits stark beschädigt ist. Abhilfe schafft ein in Spiritus getränkter spitzer Pinsel, mit dem die Wollläuse direkt betupft werden.
Wissenswertes zu Echeverien in Kürze
  • Echeverien sind Dickblattgewächse mit meist fleischigen Blättern, die spiralenförmig in Rosetten angeordnet sind.
  • Die einzelnen Arten haben recht unterschiedliche Blüten in vielen verschiedenen Farben.
  • Die Pflanzen sind meist immergrün, unterscheiden sich in Größe, Aussehen, Blattfärbung und Gewebestruktur.
  • Die Vermehrung der Echeverien erfolgt in der Regel durch Samen.
  • Die einzelnen Arten können auch durch Ausläufer, Kopfstecklinge oder auch aus gut ausgereiften Blättern vermehrt werden.
  • Echeverien benötigen einen warmen, hellen, sonnigen bis maximal halbschattigen Standort.
  • Wenn man sie im Sommer ins Freien stellt, sollten sie einen Schutz gegen Regen bekommen.
Substrat
Die Erde sollte sehr durchlässig und porös sein. Am besten eignet sich ein Gemisch aus drei bis vier Teilen Komposterde und einem Teil grobem Sand. Eine Drainage im Pflanzgefäß macht Sinn. Man verwendet dazu Kiesel oder Tonscherben. Damit die untersten Blätter der Echeverien vor Feuchtigkeit durch nasse Erde geschützt werden, kann man auch die Erdoberfläche eine Schicht feinster Kiesel oder Perlite ausbringen.

Gießen
Während der Vegetationszeit gießt man regelmäßig ein bis zweimal die Woche. Staunässe ist dabei unbedingt zu vermeiden. Die Pflanzen können in ihren Blättern Feuchtigkeit speichern und geben es bei Trockenheit ab. So überstehen sie längere Trockenperioden völlig unbeschadet. Beim Gießen darf man nicht ins Herz der Rosette gießen, sonst kann es passieren, dass die Pflanzen faulen. Die filzlaubigen Sorten sind da besonders empfindlich.