Osterkaktus richtig pflegen

OsterkaktusKurzüberblick zur Pflege des Osterkaktus
  • Kein vollsonniger Standort
  • Keine Standortänderung während Blütezeit
  • Pflanzsubstrat gleichmäßig feucht halten, keine Staunässe
  • Nicht kältetolerant
  • Ruhezeit ab Herbst bei ca. 12°C und eingeschränkten Wassergaben
  • Zu große Exemplare vorsichtig umtopfen
  • Vermehrung aus abgebrochenen Stecklingen leicht möglich
  • Auf Befall durch Spinnmilben und Wollläuse achten
Der Osterkaktus (Rhipsalidopsis gaertneri) hat seinen deutschen Namen wegen seiner Blütezeit erhalten, die von März bis April dauert, bei uns also in die Osterzeit fällt. Der Osterkaktus unterscheidet sich in seinem Habitus von den meisten anderen uns bekannten Kakteen erheblich. Seine Form ist nicht kugelig

oder zylindrisch, sondern er besteht aus mehreren, ca. 5 cm langen, abgeflachten Gliedern, die überhängend wachsen. An den letzten Gliedern werden die Blütenbüschel ausgebildet. Die für die Kakteen so typischen Stacheln (botanisch korrekt: Dornen) fehlen hier gänzlich.

Im Laufe der Jahrzehnte haben die Kakteenzüchter in unermüdlicher Arbeit viele herrliche Blütenfarben hervorgebracht. Aus dem ursprünglich rot blühenden Kaktus ist nun ein wahres Farbenfeuerwerk geworden: Er trägt nunmehr auch weiße, zart rosafarbene, pinkfarbene, gelbe, lachsfarbene und orange Blüten.

Standort

Auch hinsichtlich seiner Standortansprüche unterscheidet sich der Osterkaktus von den meisten anderen Kakteen, die in der Regel gar nicht sonnig genug stehen können. Der Osterkaktus liebt helle bis sogar halbschattige Standorte, jedoch keine pralle Sonne über einen längeren Zeitraum hinweg. Bei zu starker Besonnung färben sich seine ansonsten sattgrünen Glieder rötlich.
Der Osterkaktus kann im Sommer ebenso im Garten oder auf dem Balkon gehalten werden, aber auch hier sollte man darauf achten, dass er ein vor direkter Sonne geschütztes Plätzchen erhält. Da er nicht kältetolerant ist, sollte er im September wieder ins Haus gebracht werden. Hier erhält er einen hellen Platz bei Temperaturen um ca. 12°C bei eingeschränkten Wassergaben und ohne Düngerzufuhr und verbringt hier seine Ruhezeit. Diese ist zur Bildung eines reichen Blütenansatzes unbedingt erforderlich. Die ersten Blütenknospen erscheinen etwa ab Januar. Nun darf der Standort bis zum Ende der Blütezeit nicht mehr geändert
werden, da die Blüten ansonsten abfallen.

Pflege und Vermehrung

Blüte des OsterkaktusDer Osterkaktus gedeiht gut in handelsüblicher Kakteenerde, aber auch ganz normale Blumenerde, die mit etwas Sand vermischt wurde, ist geeignet. Wichtig ist bei der Pflege des Osterkaktus, dass er zwar außerhalb seiner winterlichen Ruhezeit gleichmäßig feucht gehalten werden möchte, Staunässe jedoch nicht verträgt. Überschüssiges Wasser muss also direkt nach dem Gießen entfernt werden. Ab Mai sollte er zudem alle 2 – 3 Wochen mit einem Kakteendünger versorgt werden. Er benötigt die zusätzlichen Nährstoffgaben zur weiteren Verzweigung seines buschartigen Pflanzenköpers und vor allem als Reserve für die Ausbildung eines reichen Blütenansatzes im folgenden Winter.

Zu groß gewordene Exemplare können nach der Blüte umgetopft werden. Hierbei muss man jedoch sehr vorsichtig zu Werke gehen, da die Glieder des Osterkaktus leicht abbrechen. Sollte dies doch einmal passiert sein, so lassen sich die abgetrennten Glieder zur Vermehrung nutzen. Sie müssen zunächst einige Tage lang antrocknen. Danach werden sie direkt in mit Sand vermischte Anzuchterde gesteckt und gleichmäßig feucht gehalten. In der Regel bewurzeln die Stecklinge sich rasch und bilden ihrerseits wiederum neue Glieder aus.

Schädlinge und Krankheiten des Osterkaktus

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Steht der Osterkaktus zu feucht, so kann Wurzelfäulnis auftreten. Bei zu geringen Wassergaben schrumpfen seine Glieder. Ein sorgfältiges Bewässern ist also wichtig.
Auch der Osterkaktus kann unter den üblichen Pflanzenschädlingen leiden. Spinnmilben und Wollläuse finden sich mitunter bei zu warmem Standort ein. Die Wollläusen können bei geringer Anzahl abgesammelt werden. Spinnmilben lassen sich am besten durch einen nicht zu trockenen Standort vermeiden. Ein Platz abseits des Heizkörpers und ein gelegentliches Vernebeln von Wasser können dem Befall vorbeugen.

In Kürze
  • Höhe 30cm
  • Breite bis zu 60cm
  • Temperatur 16 - 24 Grad Celsius
  • Mittlere Helligkeit
  • Kaktus
Lange Zeit unter Rhipsalidopsis bekannt werden manche Arten nun der Gattung Hatiora zugerechnet. Sie leben epiphytisch, also auf anderen Pflanzen, in Regenwäldern und erfreuen uns mit herrlichen Blüten.

Beliebte Arten
Osterkaktus, Hatiora (Rhipsalidopsis) gartneri hat dünne, flache Glieder von bis zu 5cm Länge und 2,5cm Breite. Der Osterkaktus bildet verzweigte, im Alter hängende Triebe von bis zu 30cm Länge. An den Rändern weisen sie Kerben mit je einem Dornenpolster auf. Die glockenförmigen, 4cm breiten Blüten mit zugespitzten Blütenblättern sind scharlachrot.
Osterkaktis, Hatiora (Rhipsalidopsis) rosea zeigt kleinere, entweder flache oder drei- bis vierkantige Glieder. Die Blüten sind rosa und eher sternförmig.

Pflege
Osterkakteen gedeihen bei Temperaturen von 16 - 24 Grad Celsius und an halbschattigen Standorten. Sie sollten reichlich gießen, die Erde feucht halten und alle 2 - 4 Wochen düngen. Den Osterkaktus nach der Blüte weniger gießen.

Vermehrung
Ausgereifte Triebspitzen des Osterkaktus abschneiden und eintopfen.

Schädlinge und Krankheiten
Beim Osterkaktus sind keine bekannt.