Drillingsblume, Bougainvillea richtig überwintern

Drillingsblume BlütenDie Drillingsblume gehört zu den Wunderblumengewächsen und wird im Kübel gehalten. Sie wächst als Strauch, Kletterpflanze oder Bäumchen und kann Wuchshöhen von bis zu 3 m erreichen. Blütezeit ist von Juni bis September. Ihre Blüten ähneln dem Weihnachtsstern und sind von orangen, weißen, violetten, roten oder rosafarbenen Hochblättern umgeben, aufgrund dessen sie häufig zur Begrünung von Mauern und Zäunen verwendet werden. Allerdings sollte sie frostfrei überwintert werden.

Beachtenswertes bei der Überwinterung

Die Drillingsblume ist zwar relativ kälteresistent aber nicht frostresistent. Im mitteleuropäischen

Raum ist eine Überwinterung im Freien nicht möglich. Deshalb sollte sie in einem frostfreien Quartier überwintern. Geeignet sind dafür beispielsweise Wintergärten, beheizbare Gewächshäuser aber auch Keller, vorausgesetzt es sind Fenster vorhanden. Besonders empfindlich sind die großblumigen Sorten, wie die Bougainvillea Terrakotta.

Die Hybriden Bougainvillea spectabilis, bzw. die gelb-, orange- und rotfarbenen Sorten benötigen einen hellen Überwinterungsplatz. Sie vertragen während dieser Zeit sowohl Temperaturen zwischen 12 und 17 Grad als auch Warmhaustemperaturen zwischen 18 und 24 Grad. Bei ausreichender Helligkeit blühen diese Sorten auch im Winter, sodass sie auf bis zu 6 Blühphasen in einem Jahr kommen.

Die violetten Exemplare, die Nichthybriden, wie beispielsweise die Bougainvillea glabra benötigen eine Ruhephase und sollten hell, bei Temperaturen zwischen 6 und 12 Grad überwintern.
Werden diese Nichthybriden in einem Warmhaus überwintert, kann die Blütenfülle im Frühjahr relativ mager ausfallen. Diese Sorten bringen es im Laufe eines Jahres im Gegensatz zu den Hybriden, auf maximal 3 Blühphasen.

Pflegeansprüche während der Winterpause

Vor einem Umzug ins Winterquartier sollte man sämtliche Pflanzen auf einen möglichen Befall mit Schädlingen oder Krankheiten untersuchen. Für eine optimale Überwinterung sollten die Wassergaben bereits im Herbst deutlich eingeschränkt werden. Im Winter sollte dann nur noch minimal gegossen werden aber trotz allem so, dass das Substrat nicht vollständig austrocknen kann. Der Erdballen sollte möglichst mäßig feucht gehalten werden. Das fördert die Blütenbildung im darauffolgenden Jahr. Auf Dünger sollte bei der Drillingsblume von Oktober bis März komplett verzichtet werden.

Die meisten Exemplare verlieren im Winterquartier teilweise oder auch komplett ihre Blätter, das ist aber kein Grund zur Sorge. Hat die Pflanze sämtliche Blätter verloren, ist sogar die Überwinterung etwas leichter, denn dann kann sie auch in einem dunkleren Quartier, bei Temperaturen von ca. 5 Grad überwintern. Man kann diesen Blattabwurf auch bewusst herbeiführen, indem man das Substrat nahezu austrocknen lässt, bis die Pflanze ihr Laub abgeworfen hat. Allerdings wirkt sich ein heller Überwinterungsstandort positiv auf die Knospenbildung aus.

Ein kräftiger Rückschnitt vor der Überwinterung ist empfehlenswert. So wächst sie im nächsten Frühjahr wesentlich kompakter. Triebe, die sich im Winter bilden, müssen entfernt werden, da an diesen keine Blüten ausgebildet werden, das passiert nur an Frühjahrestrieben.

Bougainvillea mit zarten BlütenMitte Februar kann die Bougainvillea umgetopft werden. Während junge Pflanzen jedes Jahr umgetopft werden sollten, ist dies bei älteren Exemplaren alle zwei Jahre ausreichend. Hierbei ist darauf zu achten, dass das neue Pflanzgefäß nicht zu groß ist, dass die Wurzeln nicht zu viel Platz haben, ansonsten würde vor allem das Wurzelwachstum und nicht die Blütenbildung gefördert werden.
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Teilweise ist es auch ausreichend, jedes Jahr die oberste Erdschicht zu erneuern oder erst umzutopfen, wenn das Substrat komplett durchwurzelt ist.

Ein Rückschnitt nach der Winterpause ist nicht empfehlenswert, da sich an den Zweigspitzen die neuen Blüten bilden. Allerdings sollte der Winteraustrieb entfernt werden, da sich die Blüten nur an den Trieben aus dem letzten Frühjahr bilden. Verwelkte Blüten sollten ebenfalls immer entfernt werden.

Ab Februar, wenn die meisten dieser Pflanzen bereits wieder austreiben, sollte man sie möglichst an einen besonders hellen Platz stellen, bei Temperaturen zwischen 15 und 20 Grad. Ab jetzt sollte man auch wieder regelmäßig gießen und die Pflanze mit Dünger versorgen. Hierfür eignen sich Blühpflanzen-, Flüssig- oder Universaldünger sehr gut. Unter diesen Bedingungen bildet die Drillingsblume relativ schnell Blätter aus und auch die Blüte erscheint recht früh. Ins Freie kann sie dann nach den Eisheiligen, also nach dem 15. Mai.

Krankheiten und Schädlinge
  • Zu viel Wasser häufige Ursache für Pilzerkrankungen
  • Weißer Belag auf den Blättern - Anzeichen für Mehltau
  • Bekämpfung mit neem- und kieselsäurehaltigen Mitteln
  • Wurzelfäule oder gelbe Blätter durch zu viel Wasser
  • In diesen Fällen Wassergaben deutlich reduzieren
  • Erde sichtbar abtrocknen lassen
  • Befall mit Blattläusen oder Spinnmilben
  • Zur Bekämpfung Mittel, die dem Gießwasser beigemischt werden verwenden
  • Drillingsblume empfindlich gegenüber Spritzmitteln
  • Klebriger Film auf Blättern und Trieben - Hinweis auf Schmierläuse
  • Bekämpfung mit Insektizid-Stäbchen oder in Wasser löslichen Tabletten
  • Stäubender, grauer Belag auf Blättern, Stängeln und Blüten - Hinweis auf Grauschimmelfäule
  • Wassergaben reduzieren, nicht besprühen, nicht düngen
  • Betroffene, abgestorbene Pflanzenteile entfernen
  • Gesunde von befallenen Pflanzen trennen
  • Richtige Pflege wird belohnt
Drillingsblumen sind farbenprächtige Hingucker sowohl im Garten als auch auf Balkon und Terrasse. Die Artenvielfalt sorgt für Abwechslung, vorausgesetzt, die Pflege stimmt. Wenn man Staunässe vermeidet, die Pflanzen vor starkem Regen, starkem Wind und vor allem vor Frost schützt, hat man bereits die Basis für eine gesunde und reich blühende Drillingsblume geschaffen und wird lange Freude an ihr haben.
 
Standort und Pflanzsubstrat

Wir gehen hier von Kübelhaltung aus, da die Bougainvillea  in der Regel so kultiviert wird. Die Pflanze benötigt einen sehr sonnigen und geschützten Platz, nur so blüht sie ordentlich. Sie braucht viel Sonne und viel Wärme. Besonders muss sie vor Regen geschützt werden. Durch die mechanische Belastung fallen die Blätter ab.

Gießen und Düngen

rosa weisse DrillingsblumeGießen muss man die Bougainvillea  nur wenig. Das Pflanzsubstrat darf allerdings nicht vollständig austrocknen. Gießen muss man mit viel Fingerspitzengefühl. Gießt man zu viel, wachsen die Triebe, aber die Blüten bleiben aus. In der Blütezeit benötigt die Pflanze viele Nährstoffe. Deshalb muss während der Blüte viel gedüngt werden. Am besten verwendet man handelsüblichen Flüssigdünger für Blühpflanzen und düngt damit alle 1 bis 2 Wochen.

Schneiden

Die Bougainvillea blüht am Neutrieb. Der Rückschnitt erfolgt am besten bei Austriebsbeginn im zeitigen Frühjahr, Anfang Februar bis März.  Dabei werden radikal alle von den Haupttrieben abgehenden Seitentriebe (Blühtriebe) vollständig direkt am Ansatz zurück geschnitten. Nur so erhält man möglichst viele und kräftige neue Blütentriebe.

Ansonsten verträgt die Bougainvillea jeden Schnitt. Deshalb kann man ihr jede Form geben. Je mehr die Pflanze verholzen soll, desto weniger darf geschnitten werden. Im Sommer kann man lange Triebe einfach einkürzen. Dadurch bilden sich besonders viele reich blühende Kurztriebe.

Überwinterung

Die Bougainvillea wird vor den ersten Nachfrösten eingeräumt. Zuvor schneidet man sie stark zurück. Das muss nicht sein, spart aber im Winterquartier Platz.

Die Überwinterung erfolgt bei Temperaturen zwischen 5 und 15 Grad Celsius. Eine niedrige Temperatur im Winterquartier ist günstig für die Blütenbildung im Frühjahr. Eine dunkle Überwinterung ist möglich, allerdings fallen dabei die Blätter ab. Ab Februar, nach dem Schnitt, stellt man die Pflanze wieder warm und hell. Ein Südfenster ist gut geeignet. Sobald die ersten Blätter ausgetrieben sind, düngt man auch wieder und gießt mehr. Nicht zuviel gießen!

Krankheiten und Schädlinge

Wenn die Blätter gelb werden, liegt das oft daran, dass Eisen fehlt. Eisendünger schafft da Abhilfe. Ab und zu werden die Pflanzen von Weißen Fliegen, Blattläusen und Roten Spinnen heimgesucht.