Pfeifenwinde, Aristolochia - Pflanzen, Pflege und Vermehrung

Viele Gartenfreunde lieben es sich mit Wein, Blauregen oder Kletterrosen einen schönen Platz im Garten zu schaffen. Die Pflanzen sollen vor neugierigen Blicken schützen, einer Sitzecke eine romantische Note verleihen oder eine kahle Hauswand begrünen. Welcher Pflanze der Vorzug gegeben wird, bleibt dem Gartenbesitzer überlassen, denn jeder Mensch hat seinen eigenen Geschmack. Er wird sein eigenes Domizil so gestalten, wie er es mag, mit Blumen und Gräsern und vielleicht auch mit der Pfeifenwinde, die auch für die Begrünung von Pergolen und Hauswänden geeignet ist. Allerdings ist die Pfeifenwinde eine Pflanze, die vom Namen her

nicht so vielen Menschen bekannt ist, denn regional nennt man die Pflanze auch Pfeifenkopfwinde, Meerschaumpfeife oder auch Tabakspfeifenstrauch. Ab und zu wird sie auch Osterluzei genannt.

Herkunft und Standort

Die Herkunft der Pfeifenwinde ist Nordamerika und man kennt sie als Waldpflanze, als mehrjährige und filigrane Schlingpflanze. Sie besitzt sehr dekorative Blätter und auffälligen Blüten. Sie bevorzugen halbschattige bis schattige Standorte, sie sind also auch dafür geeignet, dass sie an Stellen gepflanzt werden, für die man sonst wenige Pflanzen findet. Die Pfeifenwinde ist im Prinzip eine sehr anspruchslose Pflanze, die mit jeder Pflanzstelle vorliebnimmt.

Eigenschaften von Aristolochia

Die Pfeifenwinde ist eine schöne sommergrüne Schlingpflanze, die jede Gelegenheit wahrnimmt, um sich an Gegenständen wie Fallrohren oder Blitzableitern entlang zu schlingen. Eine Pfeifenwinde kann zwischen 6 und 12 Metern hoch, bzw. lang werden. Die Breite einer Pflanze wird mit 3 bis 4 Metern angegeben.

Auffällig ist die Pflanze durch ihre großen nieren- oder herzförmigen Blätter, die wie Dachziegel übereinander liegen. Sie erscheinen im Mai und bleiben oftmals bis Oktober / November an den Zweigen. Die Blätter junger Triebe sind meist nicht so groß wie die Blätter an älteren Trieben. Auch die Farbe des einzelnen Triebs ist entsprechend dem Alter unterschiedlich gefärbt. Junge Triebe sind hellgrün, während ältere Triebe eine hellgraue Farbe angenommen haben.

Die Blattfarbe ist Grün, aber die Unterseite der Blätter ist hellgrün. Die Blätter können bis ungefähr 30 cm groß werden. Da diese großen Blätter wie Dachziegel übereinander liegen, können sie sich in heißen Sommern selbst vor der Austrocknung des Bodens schützen. Da die Pfeifenwinde eine sommergrüne Pflanze ist, wirft sie im Herbst auch ihre Blätter ab. Ist der Herbst allerdings noch schön mild, dann bleiben die Blätter bis zu den ersten Frösten an der Pflanzen haften.

Das Wachstum der Pflanze

Obwohl die Pflanze bis 12 Meter hoch werden kann, ist der jährliche Sprosszuwachs ziemlich gering. Eine neu gepflanzte Pfeifenwinde braucht auch einige Jahre Zeit, um richtig anzuwurzeln. Auch die Wurzelbildung geht langsam voran, deshalb sollte bei der Bodenlockerung dieser Umstand beachtet werden, damit man nicht gleich die kleinen zarten Wurzeln beschädigt.

Die Blüten

Die Blüten der Pfeifenwinden haben eine etwas bizarre Form, denn sie ähneln in ihrer Form kleinen Tabakspfeifen. Aber im Aussehen und der Farbe sind sie schon etwas unscheinbar. Sie erscheinen im Juni, spätestens aber im Juli, je nach der Wetterlage. In den Blattachseln stehen die Blüten auf einem 3 bis 7 Zentimeter langen dünnen Stiel. Die zwittrigen Blüten sind äußerlich in gelbgrüner Farbe, während die innen die braunen Blütenhüllblätter zu sehen, die pfeifenartig verwachsen sind. Die Blüten erscheinen vom Juni/Juli bis in den Sommer hinein. Nach der Blüte wird eine sechsklappige,

violette gurken- oder kapselähnliche Frucht ausgebildet. Ihre Länge beträgt zwischen 6 bis 8 Zentimeter und die Breite wird mit 4 bis 10 Zentimeter angegeben.

Allerdings werden diese Früchte
nur selten ausgebildet, sodass man nicht oft die Möglichkeit hat, diese kleinen Früchte zu betrachten.

Ansprüche an den Boden

Der Boden sollte humos, nährstoffreich und locker sein. Er sollte ausreichend feucht sein und wenn möglich dauerhaft, da die Pfeifenwinde viel Wasser braucht. Feucht-sandige oder kalkhaltige Böden sind immer optimal für die Pflanzen und eigentlich bietet sich jeder Boden an, der genügend Wasser halten kann. Im Sommer und bei Neupflanzungen sollte der Boden um den Fuß der Pflanze beschattet werden. Die Pfeifenwinde braucht viel Wasser, weil über ihre großen Blätter viel Wasser verdunstet. Die angenehme Seite dieser Verdunstung ist, dass dadurch ein angenehmes Kleinklima aufgebaut wird.

Die Pflege der Pfeifenwinde

Wie schon gesagt, braucht die Pflanze viel Wasser. In den Sommermonaten sollte man immer ausreichend gießen, damit die Pflanze nicht vertrocknet. Auch Düngergaben sind wirkungsvoll, denn sie fördern das Wachstum. Sonst braucht die Aristolochia winde keine Pflege. Allerdings sollte man den Wuchs im Auge behalten, denn gerade bei jungen pflanzen kann man durch gezieltes Aufleiten der jungen Triebe eine gewünschte Verzweigung fördern. In der Regel verzweigt sich die Pfeifenwinde sehr wenig. Um einen breitflächigen Wuchs zu erzielen, ist das Aufleiten sinnvoll.

Alle 2 bis 3 Jahre sollte man einen Schnitt vornehmen, der die Pflanze auslichten soll. Wenn man zum Beispiel die Seitenzweige einkürzt, ungefähr um die Hälfte, dann werden im nächsten Jahr mehr Blüten ausgebildet.

Bei der Pflanzung sollte man schon an eine Rankhilfe denken, wenn natürliche Möglichkeiten fehlen. Eine vertikale Anordnung in Abständen von 30 bis 40 cm ist optimal und bietet eine gute Kletteranleitung.

Vermehrt wird die Aristolochia durch Ableger, indem man einen Zweig in eine Erdgrube legt. Dann wird erde darüber gegeben und bis zum nächsten Frühjahr im Boden gelassen. Danach sollten sich Wurzeln gebildet haben.

Besonderheiten der Pfeifenwinde

Die Pfeifenwinde hat einige Besonderheiten, die interessant sind. So ist sie in der Lage, eine Selbstreparatur bei Rissen in ihrem Festigungsgewebe durchzuführen. Außerdem führt sie in allen Teilen, also vom Blatt über Samen und Triebe, Aristolochiasäuren, sodass die Pflanze in allen Teilen giftig ist. Außerdem ist sie gegen Krankheiten gefeit, auch für Pilzkrankheiten ist sie nicht anfällig.

Pflege-Tipps

Der Standort kann vollsonnig bis schattig sein, sie wächst praktisch überall. Der Boden sollte nährstoffreich, frisch und feucht sein. Auch lehmige, feucht-sandige und kalkhaltige Böden sind geeignet. Die Pflanzen tolerieren fast alles, wenn sie genügend Wasser erhalten. Wenn man die Pflanze düngt, fördert dies den Wuchs. Die Wuchskraft geht in die Blätter. Der jährliche Sprosszuwachs ist meist gering, gerade in den ersten Jahren. Bei Sonnenlage sollte der Fuß beschattet sein. Die Pflanze braucht viel Wasser, da die großen Blattmassen viel verdunsten. Dadurch sorgen sie aber auch für ein angenehmes Kleinklima bei Fassadenbegrünung oder als Sitzplatzumrandung. Die Pfeifenwinde ist besonders blickdicht.  Eine Pflanze kann 10 bis 12 Meter hoch und 3 bis 4 Meter breit werden.

Die Pfeifenwinde gehört nicht zu den immergrünen Pflanzen. Die Blätter erscheinen im Mai und bleiben in der Regel bis November erhalten. Junge Triebe sind hellgrün, ältere hellgrau. Die Blüten erscheinen im Juni/Juli, sie ähneln kleinen Tabakpfeifen (daher der Name Pfeifenwinde) und sind eher unscheinbar. Die Früchte sind gurken- oder kapselähnlich und ca. 10 cm lang. Sie werden nur selten ausgebildet. Die Pfeifenwinde ist nicht anfällig für Pilzkrankheiten.

Aller 1 bis 3 Jahre ist ein Auslichtungs-Schnitt erforderlich. Wenn man die Seitenzweige nach der Blüte um die Hälfte kürzt, bilden sie im nächsten Jahr mehr Blüten aus.

Die Pfeifenwinde benötigt Rankhilfen. Am besten geeignet ist eine vertikal orientierte Anordnung mit Abständen von ca. 30 bis 40 cm. Die ersten Triebe müssen geleitet werden, dann sucht sich die Pflanze ihren eigenen Weg nach oben entlang der Kletterhilfe.

Vermehrt wird die Pflanze am besten durch Ableger im Frühjahr. Die Pfeifenwinde ist eine winterharte Pflanze.