Prunkwinde- Prachtwinde- Aussaat und Pflege
Die Prunkwinde ist eine sehr vielseitige Pflanze. Etwa 400 Arten umfasst diese Gattung. Unter ihnen finden sich einjährige wie auch ausdauernde Schlinger, Stauden und auch Halbsträucher.
Vor noch nicht langer Zeit erst wurden sogar ... hochsukkulente Spezies an unzugänglichen Stellen in Mexiko entdeckt, die zu den größten Raritäten der Sukkulentensammlungen zählen.
Prunkwinden (Ipomoea) aus der Familie der Windengewächse (Convolvulaceae) sind in den wärmeren Zonen der Erde weit verbreitet, vor allem aber in den tropischen Gebieten von Amerika. Hier gibt es auch Arten mit knolligem Wurzelstock, die als Ersatz für Kartoffeln gegessen werden. Man nennt sie dort „Bataten" oder auch „Süße Kartoffeln“.
Die Prunkwinde ist ein windendes Kraut, unserer Zaunwinde nahe verwandt. In kurzer Zeit finden die langen Triebe auf jeder Rankhilfe einen Halt und werden bis zu 3 m hoch. Am frühen Morgen öffnen sich die himmelblauen Trichterblüten, ähnliche Arten blühen dunkelviolett und rot. Am Nachmittag ist die Pracht allerdings schon vorbei.
/>Standort und Pflege
Prunkwinden lassen sich sehr vielseitig verwenden. Sie überziehen rasch und dichtlaubig Mauern, Pergolen, Lauben, eignen sich zur Berankung kahler Baumstämme oder Säulen. Aus Drahtgeflecht, hochgespannten Schnüren oder Spalierlatten kann man auch freistehende Sichtschutzwände basteln, an denen die Winden aus Kästen oder Kübeln hinaufklettern, Auch Balkonwände lassen sich beranken. Erbsengitter, eine Pyramide aus Bohnenstangen, eine mehrere Meter hohe Röhre aus Maschendraht oder auch nur im Boden verankerte große Äste bieten mit Prunkwinden überdeckt ein sehr apartes Blütenbild. Ob man es nun exponiert auf eine Plattenfläche, Terrasse und in eine Rasenfläche stellt oder als Dauerblüher zwischen Gehölze bzw. ins Staudenbeet: Alle Prunkwinden brauchen einen nahrhaften und etwas kalkhaltigen Boden und wollen auf einem sonnigen, warmen, geschützten Platz stehen. Der Dünger sollte reichlich Kali und Phosphor enthalten, um die farbige Leuchtkraft der Blüten zu steigern. An einem zugigen, kalten oder anderweitig ungünstigen Platz wird man nur Fehlschläge erleiden.
Winterschutz ist für I. pandurata unentbehrlich. In hartem Klima gräbt man am besten ihren großen Wurzelstock aus und überwintert ihn frostfrei.
Vermehrung
Alle Arten kann man ab Mitte März in Frühbeetkästen oder Saatschalen am Zimmerfenster aussäen. Je nach Art erscheinen in fünf bis 14 Tagen die ersten Sämlinge, die man bald vereinzelt in kleine Töpfe verpflanzt. Nach den Eisheiligen werden die Topfballen im Garten ausgesetzt. 1. purpurea lässt sich im April auch ins Freiland säen. Verzogen wird auf 30 bis 50 Zentimeter Abstand, wenn man eine Reihe wünscht. Die Vermehrung ausdauernder Arten geschieht durch Teilung oder Kopfstecklinge. Aussaat ist möglich, doch muss man Geduld haben, bis Blüten erscheinen.
Die Anzucht erfolgt durch Aussaat. Pro Topf 1 – 3 Samen nehmen und diese tief in die Erde drücken. Am Fensterbrett entwickelt die Kaiserwinde rasch lange Triebe, aber erst im Mai darf sie nach draußen gestellt werden.
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