Roseneibisch, Eibisch - Hibiscus - Pflege

Hibiskus-BlüteDie Gattung Hibiscus (zu deutsch Hibiskus) ist in warmtemperierten, subtropischen und tropischen Gebieten weltweit mit etwa 220 Arten verbreitet. Von Ein- und Zweijährigen über Stauden und Sträucher bis hin zu Bäumen sind nahezu alle Lebensformen vertreten. Eibisch ist mit seinem glänzenden Laub und den exotisch anmutenden, farbenprächtigen Trichterblüten ein reizvoller Blickfang in hellen Räumen.

Die Blüten weisen verschieden Schattierungen von Rot, Orange, Gelb, Rosa und Weiß auf und können 15cm Breite erreichen. Sie sind kurzlebig, werden aber durch immer neue

Blüten ersetzt. Die Hauptblütezeit fällt in den Sommer und Herbst, gesunde Pflanzen können vereinzelt auch noch zu anderen Zeiten blühen.

Das Pflanzen und Schneiden im Überblick:
  • An einem sonnigen und geschützten Platz pflanzen
  • Ideale Pflanzzeit ist im Frühjahr
  • Die ersten 2-3 Jahre im Winter mit Laub schützen oder ins Haus holen
  • Im Frühjahr schneiden
  • Beim Schneiden alte Äste abschneiden
  • Verjüngungsschnitt hilft bei einseitigem Wachstum
  • Benötigt keinen Dünger

Beliebte Arten und Sorten

Hibiscus rosa-sinensis ist die beliebteste Art. Der raschwüchsige, ursprünglich wohl in China beheimatete und heute in allen tropischen Ländern als Gartenpflanze verbreitete Strauch kann zu einer Höhe und einem Durchmesser von 180cm heranwachsen. Er besitzt dunkelgrüne ovale und gezähnte Blätter. Von Frühsommer bis Frühherbst erscheinen in großer Zahl kurzlebige Blüten von 13 - 15cm Breite. Die Art trägt scharlachrote, ungefüllte Blüten, bei den mannigfachen Zuchtsorten und Hybriden kann man zwischen Formen mit halbgefüllten und gefüllten Blüten in Rosa, Aprikose, Gelb, Orange und Weiß wählen.

RoseneinbischCooperi unterscheidet sich durch kleinere, karmesinrote Blüten sowie weiß und rötlich gemusterte Blätter von der Art.

Hibiscus schizopetalus, ein bis zu 180cm hoher und ebenso breiter, aus dem tropischen Ostafrika stammender Strauch, bildet dünne gebogene Triebe, die eventuell abgestützt werden müssen. Die Blätter sind glänzend grün, und die an langen Stielen hängenden roten oder orangeroten Blüten besitzen überaus attraktive gefranste und nach hinten gebogene Kronblätter. Die
Blüten, aus denen Staubblätter und Griffel weit heraushängen, erscheinen im Spätsommer.

Pflege

Eibisch liebt einen hellen Standort ohne direkte Sonne sowie Temperaturen von 16 - 24 Grad Celsius. Eine Unterlage aus feuchten Kieseln und regelmäßiges Besprühen sorgen für die nötige Luftfeuchtigkeit. Während der Wachstumsphase muss die Erde ständig feucht gehalten und alle zwei Wochen gedüngt werden.

Plazieren Sie den H. rosa-sinensis  im Winter an einem Ort mit Temperaturen von mindestens 10 Grad Celsius. H. schizopetalus benötigt etwa mehr Wärme, nicht nur im Sommer, wo er auch an einen warmen und geschützten Platz im Freien gepflanzt werden kann, sondern auch im Winter. Mindesttemperaturen von 16 Grad Celsius werden seinen Ansprüchen gerecht. Gießen Sie nur soviel, dass das Substart nicht austrocknet. Topfen Sie den Roseneibisch jedes Jahr im zeitigen Frühjahr um. Ein starker Rückschnitt sorgt für große Blüten.
Vermehrung: Im Frühling oder Sommer pflanzt man Stecklinge von Seitentrieben.

Schädlinge und Krankheiten

Blattläuse können die jungen Triebe, Blütenknospen und Blüten befallen. Auf Stängeln und Blättern hinterlassen Wollläuse ihre wollig- weißen Spuren. Ein zu trockenes Substart und kühle Nachttemperaturen bewirken, dass die Knospen abfallen. Eine Wachstumsstörung lässt die Blätter

vergilben und dann vorzeitig abfallen. Unzureichend helle Standorte hemmen die Ausbildung der Blüten.

Das Pflanzen und die Pflege von Roseneibisch

Wichtig ist es darauf zu achten, den Roseneibisch an einem geschützten Standort zu pflanzen, denn die Pflanze ist frost- und windempflindlich. Aus diesem Grund ist die ideale Pflanzzeit im Frühjahr. Hat man sich jungen Hibiskus ausgewählt, muss dieser vor allem in den erste zwei bis drei Jahren über den Winter geschützt werden. Ist die Pflanze klein und im Kübel, so kann dieser ins Haus geholt werden. Steht der Roseneibisch jedoch im Freien, so kann dieser mit einer dicken Schicht aus Laub geschützt werden. Auch Zweige von Nadelhölzern, wie zum Beispiel von der Eibe oder Fichte dienen, locker aufgelegt, als Schutz vor Kälte und Frost. Über eine kurze Zeit kann ein älterer Roseneibisch auch minus 20 Grad ertragen, jüngere Pflanzen erfrieren jedoch bei sehr kalten Temperature. Der Hibiskus liebt es sonnig und warm, daher ist es wichtig, beim Pflanzen darauf zu achten, einen sonnigen und lichtfreundlichen Platz auszuwählen, denn nur so gedeiht und wächst er. Ansonsten ist diese Pflanze sehr pflegeleicht und braucht keinerlei Pflege, bzw. keinerlei spezielle Nährstoffe in Form von Dünger.

Wie wird der Roseneibisch geschnitten?

Das Schneiden vom Roseneibisch ist einfach. Hierbei kommt es auf den Wachstum der Pflanze und auf die Zufriedenheit des Besitzers an. Hat der Hibiskus eine schöne Form, so muss dieser ausschließlich von schwachen und trockenen Ästen befreit werden. Die dünnen Triebe werden nun bis auf einzelne Knospen gekürzt und auch unerwünschte Triebe können nun entfernt werden. Mit den Jahren wird ein Roseneibisch jedoch immer dichter und muss nun regelmäßig luftiger geschnitten werden. Ein sogenannter Verjüngungsschnitt kann dabei helfen, einen Hibiskus, welcher sich einseitig entwickelt hat, zu einer schönen und gleichmäßigen Form zu verhelfen. Hierbei werden abgestorbene Triebe und überalterte Äste großzügig entfernt.

Steckbrief
  • Höhe 45 - 180cm
  • Breite 30 - 180cm
  • Temperatur 16 -24 Grad Celsius
  • Hell, aber keine direkte Sonne
  • Strauch