Rosenlorbeer-Pflege: Schneiden, gelbe Blätter

Der Rosenlorbeer ist den meisten eher unter dem Namen Oleander bekannt. Er ist eine schöne Kübelpflanze für Balkon und Terrasse, die es in vielen verschiedenen Blütenfarben gibt. Winterhart ist der Rosenlorbeer jedoch nicht, deshalb muss er frostfrei überwintern.

blumenwiese5 flPflege des Rosenlorbeers

Der Rosenlorbeer stammt aus dem Mittelmeerraum und sollte daher als Kübelpflanze unter möglichst ähnlichen Bedingungen kultiviert werden. Er braucht einen etwas geschützten und warmen Platz und steht daher am besten auf einer überdachten und sonnigen Terrasse, wo er nicht nass wird.

Als Kübelpflanze braucht er vor allem während seiner Blütezeit, die im Juni beginnt, reichlich Wasser und sollte außerdem regelmäßig mit einem Dünger für Kübelpflanzen versorgt werden.

Schneiden

Damit der Rosenlorbeer fleißig blüht, muss er regelmäßig zurückgeschnitten werden. Dieser Rückschnitt erfolgt am besten im Frühling, bevor die Pflanze wieder neu austreibt. Um etwas Platz bei der Überwinterung zu sparen, kann das Schneiden aber auch auf den Herbst vorverlegt werden.
  • Beim Rückschnitt werden einige Zweige direkt an der Basis entfernt, um den Strauch insgesamt etwas auszulichten. Hierdurch wird die Pflanze dazu angeregt, neue Triebe zu bilden, denn die schon älteren Zweige werden oft blühfaul und außerdem verkahlt der Rosenlorbeer oft von unten.
  • Zu großzügig darf allerdings nicht geschnitten werden, denn der Rosenlorbeer blüht immer am zweijährigen Holz.
  • Ein Rosenlorbeer, der schon sehr kahl geworden ist, kann jedoch durchaus bis auf 15 Zentimeter eingekürzt werden, denn die Pflanze treibt
    zuverlässig auch aus dem alten Holz wieder aus.
  • Ebenso kann eine Pflanze, die mit den Jahren zu groß geworden ist, insgesamt etwas eingekürzt werden, indem alle Triebe beschnitten werden.
Beim Schneiden des Rosenlorbeers ist ein wenig Vorsicht geboten, denn alle Teile der Pflanze und vor allem der Pflanzensaft, der beim Schneiden austritt, sind giftig. Dieser Pflanzensaft darf daher nicht in offene Wunden gelangen.

Überwintern

Aufgrund seiner Herkunft ist der Rosenlorbeer nur wenig winterhart und muss deshalb hierzulande im Haus überwintern. Er verträgt zwar Temperaturen bis -5°C, ist als Kübelpflanze aber besonders frostgefährdet und sollte daher vor den ersten Nachtfrösten eingeräumt werden. Die Wintermonate verbringt der Rosenlorbeer am besten in einem hellen und kalten Raum mit einer Temperatur von etwa 10°C, damit er seine natürliche Ruhephase einhalten kann. Er gehört zu den immergrünen Pflanzen und braucht daher auch im Winter ausreichend Licht, aber nur wenig Wasser. Daher wird er nur sehr sparsam gegossen, die Pflanzerde sollte aber trotzdem nicht vollständig austrocknen.

Gelbe Blätter und andere Krankheiten

schaedlinge-schildlaeuse flDass einzelne Blätter gelb werden und abfallen, ist eine natürliche Alterserscheinung und daher nicht gleich ein Grund zur Beunruhigung. Je älter die Pflanze ist und desto weniger sie beschnitten wurde, desto häufiger werden Blätter abgeworfen. Werden die Blätter aber trotz Rückschnitt in einer großen Anzahl gelb und fallen ab, ist dies meist auf einen Wassermangel zurückzuführen. In diesem Fall sollte häufiger und mehr gegossen werden.

Der Rosenlorbeer ist recht anfällig für Schildläuse. Diese Insekten sitzen etwas versteckt auf den Unterseiten der Blätter, daher werden ihre Ausscheidungen, die einen klebrigen Belag auf den Blättern bilden, meist zuerst entdeckt. Schildläuse treten besonders häufig im

Winter in Räumen mit trockener Luft auf, deshalb sollte für eine ausreichende Belüftung gesorgt und die Pflanze hin und wieder kontrolliert werden.

Schildläuse können einfach mit einem Lappen abgewischt oder einem Wasserstrahl abgespritzt werden. Beim Abwischen der Läuse kann es hilfreich sein, das Tuch vorher in Seifenwasser zu tauchen, sodass auch gleichzeitig der klebrige Belag entfernt wird. Eine Bekämpfung der Schildläuse sollte erfolgen, bevor der Rosenlorbeer wieder nach draußen gestellt wird, denn der klebrige Belag zieht weitere Insekten an, die unter Umständen schädlich für die Pflanze sein können.