Hibiskus: Krankheiten am Zimmerhibiskus

Der Zimmerhibiskus (Hibiscus rosa-sinensis) kann ganzjährig in Wohnräumen stehen, eignet sich für die Sommermonate aber auch als Kübelpflanze für die Terrasse oder den Balkon.

hibiskusIm Gegensatz zum Garten-Hibiskus ist er jedoch nicht winterhart und muss deshalb im Herbst wieder ins Haus geholt werden und frostfrei überwintern. Er bildet zahlreiche Blüten, braucht aber hierfür die richtige Pflege und einen Rückschnitt.

Gelbe Blätter beim Zimmerhibiskus

Bilden sich bei einem Zimmerhibiskus viele gelbe Blätter, liegt es meist daran, dass er entweder zu viel oder

zu wenig Wasser bekommt. Seine Erde sollte immer etwas feucht, aber nie nass sein. Gegossen wird daher immer erst dann, wenn die oberste Schicht des Substrats getrocknet ist. Im Zweifel hilft es, einen Finger in die Erde zu stecken, um den Feuchtigkeitsgehalt der Pflanzerde vor dem Gießen zu überprüfen.

Etwa zehn Minuten nach dem Gießen sollte immer überprüft werden, ob sich im Untersetzer oder Übertopf noch Gießwasser befindet. Dieses sollte immer ausgeschüttet werden - denn stehen die Wurzeln des Hibiskus im Wasser, beginnen sie leicht zu faulen. Zum Gießen wird immer nur handwarmes, jedoch kein kaltes Wasser verwendet, denn hierauf reagiert ein Hibiskus wie auch andere Pflanzen empfindlich. Wird zum Gießen gewöhnliches Leitungswasser verwendet, sollte es möglichst abgestanden sein.

Weitere Ursachen für gelbe Blätter können Zugluft oder Lichtmangel sein. Ebenso vergilben die Blätter bei einem Befall mit Spinnmilben. Sie treten besonders häufig bei
trockener Raumluft auf, deshalb hilft in diesem Fall regelmäßiges Lüften, weil hierdurch die Luftfeuchtigkeit im Raum wieder erhöht wird. Ansonsten können Spinnmilben nur durch ein Insektizid bekämpft werden.

Bekämpfung der Blattläuse

Auch Blattläuse treten beim Zimmerhibiskus gelegentlich auf. Sie lassen sich relativ leicht durch das Gießen mit einer leichten Spülmittellösung bekämpfen. Hierzu werden einige Tropfen Spülmittel in das Gießwasser gegeben. Etwas mühsamer, aber genauso wirksam ist es, die Blattläuse mit einer Sprühflasche von der Pflanze zu spritzen.

Probleme mit der Blüte

Blütenknospen, die schon vor der Blüte abgeworfen werden, deuten meist auf einen Wassermangel hin. In diesem Fall sollte die Pflanze etwas mehr gegossen werden. Der Hibiskus blüht aber immer nur an den Trieben, die sich im gleichen Jahr gebildet haben, deshalb kann das Ausbleiben der Blüte auf einen fehlenden Rückschnitt zurückzuführen sein. Der Zimmerhibiskus muss wie der Gartenhibiskus im Frühling stark zurückgeschnitten werden und treibt dann aus den Knospen wieder aus. Hierzu werden alle seitlichen Triebe auf etwa 15 Zentimeter eingekürzt.

hibiskus2Auch bei guter Pflege kann es sein, dass die Blüte des Zimmerhibiskus mit der Zeit nachlässt. Dann kann es helfen, die Pflanze in ein etwas größeres Pflanzgefäß mit frischem Substrat umzutopfen. Am besten geschieht dies im Frühling, bevor der Hibiskus neu austreibt. Ansonsten sollte ein Zimmerhibiskus, der sich nicht selbst mit Nährstoffen aus dem Boden versorgen kann, regelmäßig gedüngt werden. Hierfür eignet sich ein gewöhnlicher Blumendünger für Blühpflanzen.

Die richtige Pflege des Zimmerhibiskus'
    • Um Krankheiten und Schädlinge am Zimmerhibiskus von vornherein zu vermeiden, sollte die Pflanze hell bis sonnig, aber nicht zu warm stehen. Besonders auf die pralle Mittagssonne kann sie etwas

      empfindlich reagieren.

    • Wird die Pflanze für den Sommer nach draußen gestellt, muss sie langsam an das direkte Sonnenlicht gewöhnt werden, denn sonst können ihre Blätter verbrennen. Hierzu wird sie für die ersten zwei Wochen an eine eher schattige Stelle gesetzt.

  • Im Winter sollte der Zimmerhibiskus etwas kühler stehen, damit er seine Winterruhe einhalten kann. Hierfür ist ein heller Raum mit einer Temperatur von rund 15° C am besten geeignet. In dieser Zeit benötigt er etwas weniger Wasser als im Sommer.