Eukalyptusbaum - Pflege und Überwintern

EukalyptusbaumDer Eukalyptusbaum gehört zu den Myrtengewächsen, deren über 100 Gattungen mit knapp 5000 Arten vor allem in Australien und im tropischen Amerika beheimatet sind.

Von den etwa 620 Arten Eukalyptus ist der größte Teil in Ozeanien, dort Australien und Tasmanien beheimatet; wenige Arten dieser ausnahmslos immergrünen Sträuchern oder Bäumen stammen aus Südostasien (Indonesien mit Malesien und Neuguinea). Zu den ozeanischen Arten gehört zum Beispiel der Rieseneukalyptus aus Tasmanien, der über 90 Meter hoch wird und neben dem Mammutbaum zu den höchsten

Laubbaumarten der Welt gehört. Ebenfalls von dort sind die Eukalyptuswälder bekannt, die den Lebensraum der Koalabären bilden.

Heute wird Eukalyptus auch in vielen anderen Tropengebieten wegen des schnell wachsenden, für die Papierindustrie gut verwertbaren Holzes angebaut, in Brasilien gibt es zum Beispiel viele Eukalyptusplantagen. Außerdem werden diverse Arten für die Gewinnung ätherischer Öle benutzt, nach Menthol riechende Arten vertreiben auch in Haus und Garten viele Schädlinge.

Der Eukalyptusbaum wurzelt tief, richtet seine Blätter senkrecht zur Sonne aus und versteckt vor der Knospung seine Blüten gut in einer Kapsel, er hat in der Jugend herzförmige Blätter, nach einigen Jahren dann lanzettartige adulte Blattform.

Eukalyptusbaum - Pflege

Allgemein gilt für die Pflege der Eukalyptusbäume: In der Regel werden Eukalyptusbäume bei uns als Kübelpflanze gezogen, weil Sie aufgrund ihres schnellen Wachstums rasch die entsprechende Größe erreichen. Gut bekommt ihm als Kübelerde eine Mischung aus Kompost, Torf und Sand, aber Vorsicht mit zu vielen Nährstoffen, diese können den Wuchs unnötig stark anregen.

Von Frühjahr bis Herbst freut sich der Eukalyptusbaum über einen warmen sonnigen Platz im Freien, denn viel Wärme und Licht kennt er aus seiner australischen Heimat. Notfalls sollen einige Arten auch Halbschatten tolerieren. Im Frühjahr sollte auch ein Rückschnitt erfolgen, sonst neigt der schnellwüchsige Baum rasch dazu, zu groß für seinen Kübel zu werden. Größere Wunden müssen mit Lackbalsam verstrichen werden. Wurzeln nicht beschneiden. Normalerweise will der Eukalyptusbaum gleichmäßig (täglich) gegossen werden, wobei die Erde gut durchfeuchtet werden muss. Ist es heiß, sollte er täglich kräftig gewässert werden, wenn der Wurzelballen einmal austrocknet, können die Blätter irreparabel geschädigt werden.

right;" class="img-responsive" alt="eukalyptus" src="/images/pflanzen/laubgehoelze/eukalyptus-baum-300-fl.jpg" height="450" width="300" />Der Eukalyptus mag jedoch überhaupt keine Staunässe, auch dauernde übertriebene Nässe im Bereich des Wurzelballens ist nicht gut, der Kübel sollte also eine gute Ablaufmöglichkeit bieten.  Die meisten Arten vertragen übrigens kein kalkhaltiges Leitungswasser, in Gegenden mit kalkhaltigem Wasser (ob das bei Ihnen der Fall ist, sagen Ihnen Ihre Wasserwerke) sollte am besten mit Regenwasser gegossen werden. Wenn kein Regenwasser verfügbar ist, sollten Sie über eine Aufbereitung des Giesswassers nachdenken.

Von April bis September mag er nur vorsichtige Düngung, etwa alle vier Wochen mit Kübelpflanzendünger. Der Dünger sollte wenig Stickstoff enthalten, damit der Eukalyptusbaum nicht zu schnell wächst beziehungsweise besser ausreift. Auch Phosphor sollte der Dünger wenig enthalten, verglichen mit der Stickstoffmenge sind Mengen an Phosphor, die eine Pflanze benötigt, ohnehin relativ gering. Dem Eukalyptus kann zu viel Phosphor aber richtig zu schaffen machen, denn der Boden in seiner Heimat Australien sind die Böden arm an Phosphaten. Dünger mit einem geringen Phosphor-Anteil sind

meist Nadelholzdünger.

Ist der Baum schon zu groß für seinen Kübel geworden, kann er im Herbst umgetopft werden. Die meisten Arten sollen das gut vertragen, der Wurzelballen wird möglichst ohne Beschneiden in den neuen Topf gesetzt. Nach zwei Tagen Gießpause folgt die normale Pflege. Das Umtopfen sollte rechtzeitig vor dem Wechsel ins Winterquartier erfolgen, damit der Baum noch eine Erholungspause hat.
 
Eukalyptusbaum überwintern
  • Im Winter muss der Kübel ins Haus, eine eigentliche Winterruhe kennt der Eukalyptus nicht, er ist möglichst hell und kühl zu überwintern.
  • Die Idealtemperatur für die Überwinterung wären etwa 5 Grad an einem hellen Standort, die sich vielleicht in einem Wintergarten, auf einem Dachboden oder in einem Keller mit Fenster erreichen lassen. Denn ab circa +8 Grad wachsen sie nicht mehr. Die Erde muss dann trockener gehalten werden, ein Austrocknen des Wurzelballens ist aber auch im Winter unbedingt zu vermeiden.
  • Ist ein Ort mit diesem Klima im Wohnumfeld nicht zu finden, kann der Eukalyptus auch im Warmen überwintert werden, er bekommt dann eine Pflege wie im Sommer.
  • Ab etwas 8 Grad plus wächst er dann jedoch weiter, was zur Folge hat, dass er sehr viel Licht braucht (bei zu wenig Licht würde er wahrscheinlich eingehen). Deshalb benötigen Sie dann Pflanzenlampen, bei 150 Watt pro qm wurden bei einer Temperatur um 15 Grad hier gute Erfahrungen gemacht.
Die frosttoleranten Sorten wie der Azura® sind im Allgemeinen an einer windgeschützten Stelle im Freien oder in einem ungeheizten Gewächshaus besser zu überwintern als im Haus. Aber hierbei darf der Wurzelballen auf keinen Fall durchfrieren, da der Baum dann verdurstet. Das können Sie bis zu bestimmte Minustemperaturen verhindern, indem Sie die Töpfe in der Erde eingraben und dick mulchen oder sie in einer windgeschützten Ecke zusammenstellen und mit einer dicken Strohschicht schützt. Wird es zu kalt (unter circa -10 Grad), müssen die Bäume ins Haus, siehe oben.

Probleme mit der Haltung gibt es bei den Eukalyptusbäumen in Deutschland meist wegen Lichtmangels, auch wird der Baum schnell im Kübel zu groß. Wenn Sie dann überlegen, Ihren Eukalyptus auszupflanzen: Winterharte Eukalyptusbäume werden im Handel vertrieben. Die im Handel angebotenen Eukalyptusarten erreichen inzwischen eine große Vielfalt, besonders als Samen, aus denen Sie Ihre Eukalyptusbäume selbst ziehen und vermehren.