Korkenzieher-Weide, Salix matsudana - Pflanzen, Pflege & Schneiden

Korkenzieher-Weide hat sich stark ausbreitende WurzelnDie Korkenzieher-Weide Salix matsudana ist ein rasch wüchsiger und sich schnell ausbreitender Baum. Die Salix matsudana ist ein einheimischer Baum, der zwischen vier und zehn Metern hoch wird. Nach dem dekorativen Blütenschmuck im Frühling zeigt sich die Weide im sommergrünen Kleid. Die Herbstfärbung der lanzettförmigen Blätter ist gelb. Ihr Hauptkennzeichen sind jedoch die gedrehten Zweige, die wie Korkenzieher in den Himmel ragen. Der dekorative Schmuckbaum lässt sich leicht kultivieren und ist eine Augenweide im Eingangsbereich oder an

explizit auswählten Standorten.

Standort & Boden

Die Korkenzieher-Weide wächst an einem hellen bis vollsonnigen Platz am besten. Ein zu dunkler Stand führt zu kümmerlichem Wuchs. Bei der Pflanzung sollte beachtet werden, dass der jährliche Zuwachs bis zu einem Meter betragen kann. So lassen sich innerhalb kurzer Zeit Vegetationslücken im Garten begrünen. Korkenzieher-Weiden werden bis zu 30 Jahre alt. Älteres Holz ist im Inneren oft morsch und faulig. An das Substrat stellt die Korkenzieher-Weide Salix matsudana keine Ansprüche. Sie wächst auf sandigem, lehmigem oder kalkhaltigem Boden. Das Substrat sollte Wasser speichern können. Korkenzieher-Weiden in Pflanzkübeln kommen mit Einheitsblumenerde gut zurecht. Tipp: Für kleine Gärten ist der Baum aufgrund seines aggressiven Wurzelwachstums nicht geeignet.

Pflanzen

Die Korkenzieher-Weide wird im Frühjahr oder im Herbst gepflanzt. Sie benötigt ein Pflanzloch, welches mindestens doppelt so groß wie der Wurzelballen sein muss. Eine Drainageschicht aus Kies und eine Hand voll Hornspäne oder Kompost dienen als Nährstoffdepot für die erste Zeit. Nachdem die junge Weide mittig ins Pflanzloch gesetzt wurde, kann das Pflanzloch mit dem Aushub aufgefüllt werden. Je nach Standplatz kann die Weide in den ersten Jahren gegen Windbruch mit einem Stützpfosten versehen werden. Tipp: Vor dem Einpflanzen ausreichend Wässern erleichtert das Anwachsen! Eine Schicht aus Mulch schützt den Wurzelbereich später vor Austrocknung.

Gießen

Zwischen Korkenzieher-Weiden in der Natur und Korkenzieher-Weiden im Pflanztopf bestehen beim Gießen gravierende Unterschiede. Während der Baum im Garten nur in der Anwachsphase gegossen werden muss, benötigt eine Korkenzieher-Weide im Topf ständig Wasser. Der Wurzelballen darf nicht austrocknen. Im Garten wird der Baum nur bei großer Trockenheit gewässert. Welches Wasser zum Gießen verwendet wird, spielt keine Rolle. Die Salix matsudana kommt auch mit kalkhaltigem Wasser zurecht.

Düngen

Die Weide ist ein Flachwurzler. Über ihr ausgeprägtes Wurzelsystem entnimmt sie dem Boden alle für das Wachstum benötigten Nährstoffe. Gedüngt werden muss, wenn überhaupt, nur auf mageren Böden. Dazu eignen sich Kompost oder Hornspäne. Im Pflanztopf sollte die Weide in der Hauptwachstumszeit alle 14 Tage Flüssigdünger über das Gießwasser erhalten.

Schneiden

Ein regelmäßiger Rückschnitt fördert das gesunde Wachstum des Baumes. Zudem hält ein Rückschnitt den Austrieb in Grenzen. Zum Schneiden sind das zeitige Frühjahr, wenn der Baum noch keine Blätter trägt, oder der Herbst, wenn alle Blätter schon abgefallen sind, günstig. Wächst der Baum sehr stark, dann kann der Rückschnitt im Frühjahr und im Herbst durchgeführt werden. So wird's gemacht:
  • Korkenzieher-Weide muss über mehrere Jahre hinweg zum Baum erzogen werdenMitteltriebe auf die gewünschte Höhe stutzen
  • Nebentriebe entfernen
  • quer wachsende Zweige entfernen
  • tote Äste herausschneiden
Durch Aufasten zum Baum erziehen:
  • bis zur gewünschten Höhe schrittweise die Seitenaustriebe entfernen
  • die Triebe direkt am Hauptstamm abschneiden
  • keine Stummel stehen

    lassen
  • an den Seiten eine schräg nach unten verlaufende Form für den Kronenaufbau wählen
Tipp: Erziehung zum Baum über mehrere Jahre verteilen!

Vermehren

Die Vermehrung von Weiden erfolgt durch Stecklinge. Sie fallen beim Schnitt der Korkenzieher-Weide an oder werden direkt vom Baum gewonnen. Die Stecklinge sollten 15-20 cm lang sein. Im unteren Bereich werden die Blätter in einer Höhe bis zu acht Zentimeter entfernt. Der kahle Stiel wird anschließend in normale Blumenerde gesteckt. Wird der Steckling leicht feucht gehalten, dann
bewurzelt die Weide schnell. Ein besonderes Substrat ist zur Vermehrung nicht notwendig. Viel leichter ist die Bewurzelung der Stecklinge in Wasser. Dazu werden die Stecklinge in ein Gefäß mit Wasser gestellt. Binnen weniger Tage zeigen sich die ersten Wurzeln. Warme Temperaturen beschleunigen die Wurzelbildung immens. Wenn die Wurzeln gut ausgeprägt sind, dann werden die Stecklinge in die Erde im Garten gesetzt. Tipp: Stecklinge weiterhin feucht halten!

Krankheiten

Als Weidenschorf werden braune Flecken an den Blatträndern bezeichnet. Sie werden durch den Pilz Drepanopezzia spaeroidea verursacht. Die Bekämpfung ist langwierig, da der Pilz im Baum überwintert. Befallene Teile werden großzügig entfernt. Kali und Phosphor stärken die Abwehrkräfte der Korkenzieher-Weide. Wenn die Triebe absterben, dann kann der Pilz Marssinina salicicola eine Ursache sein. Auch hier müssen alle befallenen Teile großzügig entfernt werden. Der Weidenbohrer ist ein Nachfalter. Er legt seine Eier in der Rinde der Bäume ab, wenn diese nicht mehr intakt ist. Die Larven fressen sich durch das Holz. Bei starkem Befall stirbt die Weide ab. Eine gezielte Bekämpfung ist durch die große Anzahl der Falter nicht möglich. Die weiblichen Tiere können jedoch vor der Eiablage von der Weide abgesammelt werden.
Ein weiterer Schädling ist der Weidenblattkäfer. Er gleicht einem Marienkäfer, hat aber eine schwarze metallische Farbe. Der Käfer frisst die jungen Blätter der Weide und ist damit für das Verkahlen der Triebe verantwortlich. Ausgewachsene Weiden kommen mit dem gefräßigen Käfer gut zurecht. Ein Einsatz von Chemikalien ist nicht notwendig. Übrigens: Ein artgemäßer Standort stärkt die Widerstandkraft der Korkenzieher-Weide Salix matsudana.

Häufig gestellte Fragen
  • Wie viele Weidenarten gibt es? - Weltweit sind mehr als 450 Arten der Salix bekannt.
  • Verträgt die Korkenzieher-Weide im Topf nasse Füße? - Nein, eine ausreichende Trainageschicht ist angebracht, sonst droht Wurzelfäule.
  • Wie wird eine Korkenzieher-Weide verwendet? - Die Korkenzieher-Weide Salix matsudana kann als Solitärgehölz oder in kleinen Gruppen gepflanzt werden. Denkbar ist auch ein Einsatz als Hecke. Sie muss jedoch regelmäßig geschnitten werden.
  • Kann sich eine Weide als Baum zum Strauch zurück entwickeln? - Ja, denn eine Korkenzieher-Weide treibt immer wieder aus. Ist eher ein Strauch gewünscht, dann einfach den Baum kurz über dem Boden kappen. Die beste Zeit dafür ist im Februar/März. Aus dem Baumstumpf werden innerhalb kurzer Zeit viele Triebe sprießen.
  • Korkenzieher-Weide ist pflegeaufwändig und schnittbedürftigWas kann gegen das Verkahlen älterer Äste getan werden? - Hier hilft ein radikaler Rückschnitt. Die nachwachsenden jungen Triebe sind wieder grün.
  • Was ist das Gefährliche an Flachwurzler? - Flachwurzler wachsen nicht in die Tiefe, sondern breiten sich in der Breite wie ein Teller aus. Sie stören ihre Pflanzennachbarn durch ihr oberflächliches Wurzelsystem und sind besonders windanfällig. Gehsteige und Terrassen sowie Drainagerohre können beschädigt werden.
Wissenswertes zur Korkenzieherweide in Kürze

Die Korkenzieherweide (Salix matsudana 'Tortuosa') ist nicht nur wegen ihrer gedrehten rotbraunen Triebe ein sehr beliebtes Gehölz. Das ganze Gartenjahr hindurch besticht das verhältnismäßig anspruchslose Weidengewächs auf verschiedene Weise. So fallen die Zweige der Salix matsudana 'Tortuosa' im Winter durch einen gelblichen Schimmer auf. Ob das Gehölz als kleiner Strauch oder großer Baum wächst kann durch die jeweiligen Schnittmaßnahmen beeinflusst werden. Doch worauf sollte man bei diesem Gehölz achten? Für welche Standorte eignet sich die Salix matsudana? Und was sollte bei der Pflege und Vermehrung beachtet werden?

Eigenheiten der Korkenzieherweide
  • Die lanzettförmigen Blätter haben einen gesägten Rand und sind wechselständig an den Trieben angeordnet.
  • Die Korkenzieherweide (Salix matsudana 'Tortuosa') gehört zur Familie der Weidengewächse (Salicaceae).
  • Das einheimische Gehölz kann beachtliche Wuchshöhen zwischen vier bis zehn Meter erreichen.
  • Von daher ist es für den Vor- oder den kleinen Reihenhausgarten nicht geeignet.
  • Die länglich geformten Blüten bringt die Korkenzieher-Weide im März / April hervor. Daraus bilden sich dann im Mai / Juni die Früchte.
Standortbedingungen
  • Die Korkenzieherweide kommt mit fast allen Standortbedingungen zurecht, ganz gleich ob der Boden lehmig und nass oder auch sandig und trocken ist.
  • Da es sich bei der Korkenzieher-Weide um einen schnell wachsenden Baum handelt, sind weder Vorgärten noch Terrassen-Umflächen als Standorte geeignet.
  • Dieser Baum wächst in normaler Gartenerde und braucht in der Regel nicht gedüngt zu werden.
  • Außer wenn der Boden sehr mager ist, dann kann eine Gabe mit frischer Komposterde im Frühjahr nicht schaden.
Schneiden
  • Der Baum kann normal ausgelichtet werden. Ein regelmäßiger Rückschnitt ist für die Verjüngung sinnvoll. Denn ältere Zweige können mitunter brüchig werden.
  • Das Gehölz darf auch ruhig radikal zurück geschnitten werden. Für eine Verjüngung wird sogar ein auf den Stock setzen empfohlen.
  • Wer die attraktiven Zweige gerne für die Vase verwenden möchte, sollte ebenfalls häufig zur Gartenschere greifen. Denn vor allem durch ein starkes Zurückschneiden soll bewirkt werden, dass die jungen Triebe eine besonders schöne rötliche Farbe bekommen.
Vermehrung
  • Korkenzieherweide kann zum einen durch Stecklinge vermehrt werden, denn die Triebe wurzeln sehr leicht in normaler Gartenerde an.
  • Diese Stecklinge können aus dem Rückschnitt gewonnen werden.
  • Das Schöne ist, dass die Stecklingsvermehrung der Korkenzieherweide in nahezu jeder Jahreszeit möglich ist.
  • Die zweite Möglichkeit eine Zickzackweide zu vermehren, ist es die Triebe in Wasser - also in einer Vase - zu bewurzeln.