Weiden, Lockenweide & Silberölweide - Pflege und Schneiden

Silberölweide ist ein ÖlweidengewächsDie Lockenweide geht aus einer Kreuzung der Korkenzieherweide (Salix matsudana 'Tortuosa') und der Trauerweide (Salix alba 'Tristis') hervor. Demzufolge darf sie zu der Familie der Weidengewächse (Salicaceae) gezählt werden. Die Silberölweide gehört trotz ihrer Namensähnlichkeit zur Silberweide (Salix alba) zur Familie der Ölweidengewächse (Elaegnaceae). Folglich handelt es sich bei beiden um grundverschiedene Pflanzenarten. In Hinblick auf den Wuchs, die Standortansprüche und die Pflege sowie die Vermehrung ist die Lockenweide der Silberölweide in vielen Punkten aber dennoch deutlich näher als ihren eigentlichen

Verwandten.

Wuchs

Sowohl die Lockenweide, als auch die Silberölweide wachsen von Natur aus zu dichten Sträuchern heran. Allerdings kann die Lockenweide mit einer Durchschnittshöhe von vier bis sechs Metern deutlich höher als die Silberölweide werden, deren durchschnittliche Wuchshöhe eher bei zwei bis vier Metern liegt. Wobei festzuhalten bleibt, dass die Lockenweide sich selbstverständlich auf eine gewünschte Höhe stutzen lässt, sodass sie letztendlich auch für kleinere Gärten bestens geeignet ist. Des Weiteren ist darauf hinzuweisen, dass sich die Lockenweide im Gegensatz zur Silberölweide durch einen gezielten Schnitt in Baumform bringen lässt.
 
Standort

Weder die Lockenweide noch die Silberölweide stellen besondere Ansprüche an die Bodenqualität. So können beide auf nahezu jedem Untergrund gedeihen. Einer der wenigen Unterschiede ist, dass die Lockenweide relativ viel Feuchtigkeit braucht, wohingegen die Silberölweide eher trockene Böden bevorzugt. Außerdem ist die Silberölweide als typische Küstenpflanze deutlich salzverträglicher. Davon abgesehen mögen beide Pflanzen sonnenlichtüberflutete Standorte, obgleich die Lockenweide durchaus auch an absonnigen bis halbschattigen Orten gepflanzt werden kann. Allgemein bleibt noch festzuhalten, dass die Lockenweide und die Silberölweide sehr in die Breite wachsen können und weit ausladende Wurzeln bilden, weshalb beim Pflanzen unbedingt ein gewisser Mindestabstand zu Hausfassaden, befestigten Gehwegen und Terrassen sowie Gartenhäusern, anderen Pflanzen und künstlich angelegten Gartenteichen eingehalten werden sollte.

Schnitt

An sich ist sowohl die Lockenweide, als auch die Silberölweide sehr schnittverträglich. Allerdings kann die Lockenweide das ganze Jahr hindurch zurückgeschnitten werden, wohingegen sich der Rückschnitt der Silberölweide auf das zeitige Frühjahr beschränken sollte. Allgemein gilt bei Frühjahrsrückschnitten, dass sie soweit irgend möglich vor dem Austrieb der ersten Blätter und neuer Triebe erfolgen sollte. Sonst besteht die Gefahr, dass die Zweige bereits Pflanzensaft führen, sodass die Pflanzen nach dem Schnitt verbluten könnten. Weitere Erwähnung verdient, dass die Lockenweide im Gegensatz zu anderen Weidenarten nicht allzu stark gekürzt werden darf, zumal die namensgebenden Locken unbedingt erhalten bleiben müssen. Ähnlich verhält es sich bei der Silberölweide, deren einzelnen Triebe um höchstens ein Drittel gestutzt werden sollten. Zudem empfiehlt es sich zumindest beim ersten Pflegeschnitt, den mittleren Trieb der Silberöleiche bewusst etwas länger zu lassen und bloß die Seitentriebe pyramidal zu kürzen.

Lockenweide ist mit der Korkenzieherweide verwandtVermehrung

Ölweiden werden für gewöhnlich durch Aussaaten vermehrt. Es gibt aber Silberölweiden, die sich mithilfe sogenannter Stecklinge oder Ausläufern vermehren lassen. Hierfür müssen lediglich einige Zweige abgetrennt und so lange in ein mit Wasser gefülltes Gefäß gestellt werden, bis sich an den Schnittstellen Wurzeln bilden. Sobald sich ausreichend Wurzeln gebildet haben, können die Stecklinge auch schon in den Garten gepflanzt werden. Als "echte" Weide kann selbstverständlich auch die Lockenweide mithilfe von Stecklingen beziehungsweise Ausläufern vermehrt werden. Tatsächlich grenzt die Wahrscheinlichkeit,

dass die abgeschnittenen Weidenruten Wurzeln bieten, sogar an 100 Prozent.

Pflanzen

Ein- bis zweijährige Silberölweiden und Lockenweiden können an sich fast das ganze Jahr hindurch vom frühen Frühling an bis zum späten Herbst gepflanzt werden. Im Fall der Vermehrung mittels Stecklingen ist hingegen klar zu einer Pflanzung gegen Ende Frühling zu raten, damit die Jungpflanzen ausreichend Zeit haben, genügend Wurzeln zu bilden, um die Hitze und Trockenheit des nahenden Sommers und die eisige Kälte des folgenden Winters schadfrei überstehen zu können. Es sei denn, dass die Stecklinge ohnehin erst in Kübeln heranwachsen sollen, bevor sie in den Garten gepflanzt werden. Bei der Pflanzung im Garten gilt es selbstverständlich, einen geeigneten Standort mit ausreichend großem Abstand zu Gebäuden, Terrassen und dergleichen mehr zu wählen.

Außerdem ist darauf zu achten, dass das Pflanzloch tief und breit genug ist, um den
kompletten Wurzelballen fassen zu können. Erwähnung verdient dabei, dass das Loch bis zu zwei Drittel mit loser Erde angefüllt werden muss, bevor die eigentliche Pflanze eingesetzt wird. Außerdem empfiehlt es sich, die Erde im Loch so lange zu wässern, bis sie leicht schlammig wird, damit die Pflanzen direkt auf Anhieb optimal mit Wasser versorgt werden. Tipp: Je nach vorherrschender Bodenbeschaffenheit kann es ratsam sein, die herkömmliche Gartenerde im Pflanzloch mit reifem Kompost anzureichern.

Überwintern

Die Lockenweide und die ohnehin aus kälteren Gefilden stammende Silberölweide sind sehr frostbeständig, weshalb bei nahendem Winter zumindest bei älteren Pflanzen keine zusätzlichen Kälteschutzmaßnahmen getroffen werden müssen. Bei Jungpflanzen, der erst jüngst gepflanzt wurden, empfiehlt es sich hingegen, ihre Wurzeln mithilfe einer dicken Mulchschicht am Boden vor einer übermäßigen Kälteeinwirkung zu schützen. An sich können auch jene Pflanzen, die noch in Kübeln vorgezogen werden, den Winter über bedenkenlos im Freien gelassen werden. Allerdings sollten die Kübel mit isolierenden Materialien, wie zum Beispiel gewöhnlicher Luftpolsterfolie oder dergleichen, umwickelt werden.

Krankheiten und Schädlinge

Die Lockenweide und die Silberölweide sind verhältnismäßig unanfällig für Pflanzenkrankheiten. Außerdem gibt es zumindest hierzulande kaum Schädlinge, die die beiden Pflanzenarten befallen. Einzige Ausnahme sind vielleicht Wühlmäuse, die die Wurzeln beschädigen könnten. Zudem kann es unter Umständen zu einer Schaumbildung kommen, die jedoch weitestgehend ungefährlich für die Lockenweide und die Silberölweide ist. Ungeachtet dessen lässt sich der Schaum denkbar einfach mithilfe eines starken Wasserstrahls aus dem Gartenschlauch beseitigen. Verantwortlich für besagte Schaumbildung ist im Übrigen die sogenannte Schaumzikade, die Schaum bildet, um ihre Brut zu schützen.

Silberölweide kann im Topf kultiviert werdenHäufig gestellte Fragen
  • Woran liegt es, dass die Blätter vereinzelte Äste meiner Silberölweide verwelken? - Wenn nur einige wenige Zweige betroffen sind, ist das in der Regel an Indiz für Wurzelschäden, die unter Umständen von Wühlmäusen verursacht wurden. Demzufolge sollten Sie das Erdreich unbedingt nach etwaigen Gängen von Mäusen absuchen. Falls Sie Gänge finden, können Sie einfach eine Metallstange ins Erdreich rammen und mehrmals mit einem harten Gegenstand dagegen schlagen, um die Wühlmäuse zu vertreiben. Zudem sollten Sie die betroffenen Zweige ein Stück unterhalb der aktuellen Blattgrenze abschneiden.
  • Wie groß sollte der Abstand zwischen Silberölweiden und anderen Pflanzen sein? - Die Abstandsgröße richtet sich zum einen nach der gewünschten Silberölweidengröße und der momentanen oder zu erwartenden Größe der anderen Pflanze. Zum anderen stellt sich die Frage, ob die beiden Pflanzen schon alleine aus ästhetischen Gründen klar voneinander getrennt bleiben sollen oder ob sie vielleicht eher als dichter Sichtschutz beziehungsweise Windschutz gedacht sind. Somit kann Ihnen an dieser Stelle leider keine allgemeingültige Antwort gegeben werden, obgleich gemeinhin zu einem Mindestabstand von drei bis vier Metern geraten wird.
Wissenswertes zur Silberölweide in Kürze
  • Weil die Silberölweide starke Wurzelausläufer bildet, eignet sie sich auch optimal zur Bepflanzung von Böschungen oder Hängen.
  • Sie zeichnet sich meist durch eine goldgelb-silbrige Blütenfarbe aus.
  • Die duftenden trichterförmigen Blüten schmücken etwa in den Monaten Juni bis Juli den Strauch.
  • Silbrig behaart sind auch die Unterseiten der Blätter der Eleagnus commutata. Die Blattoberseiten hingegen sind dunkelgrün.
  • Dieser sommergrüne Zierstrauch kann eine Wuchshöhe zwischen zwei bis vier Meter erreichen.
  • Dieses Gehölz mag einen sonnigen Standort, dessen Boden auch gerne mal trocken sein darf. Die Silberölweide ist sehr gut winterhart.
Standort und Pflege
  • Die besonders salzverträgliche Silberölweide kann auch als Windschutzgehölz verwendet werden.
  • Der Boden des Pflanzortes sollte sowohl trocken als auch frisch und kalkhaltig sein.
  • Volle Sonne mag die Küstenpflanze gerne.
  • Sollten Wühlmäuse an den Wurzeln knabbern, dann kann dies dazu führen, dass die Blätter an einigen Ästen welk werden.
Schneiden
  • Üblicherweise dient der erste Pflegeschnitt dazu, dass sich die Silber-Ölweide besser verzweigt.
  • Um dieses Ziel zu verfolgen lässt man den mittleren Trieb etwas länger stehen.
  • Die seitlichen Triebe werden dann pyramidal geschnitten. Alle Triebe dürfen etwa um ein Drittel eingekürzt werden.
  • Diese Pflegemaßnahme sollte am besten zeitig im Frühjahr erfolgen, noch vor dem Neuaustrieb.
Wissenswertes zur Lockenweide in Kürze
  • Gerne verwendet werden die gedrehten Triebe der Lockenweide für Vasen oder zum Blumenbinden in der Floristik.
  • Sie ist eine Kreuzung aus der Korkenzieher-Weide (Salix matsudana 'Tortuosa') und der Trauerweide (Salix alba 'Tristis').
  • An den dekorativ gewellten rotbraunen Ästen sitzen lange schmale grüne Blätter.
  • Die Lockenweide gehört mit ihrer Wuchshöhe von etwa fünf Metern zu den größeren Sträuchern.
  • Sie wird fast genauso breit wie hoch. Und sie macht sich auch im Winter sehr hübsch mit ihrer roten Rindenfarbe.
Schneiden
  • Die Lockenweide kann durchaus zurück geschnitten werden. Dabei sollte man sie allerdings nicht zu stark kürzen.
  • Experten empfehlen ein größeres Gerüst stehen zu lassen.
  • Der Rückschnitt sollte im zeitigen Frühjahr, also unbedingt vor dem Blattaustrieb, durchgeführt werden.
Schädling: Schaumzikade
  • Wenn bei der Lockenweide an den Blattachseln eine Schaumbildung zu beobachten ist, handelt es sich sehr wahrscheinlich um einen Befall der Schaumzikade.
  • Vor allem, wenn in dem Schaum kleine grüne Larven sitzen. Zur Bekämpfung spritzt man einfach mit einem festen Wasserstrahl die Schädlinge ab.
Nachteile der Lockenweide
  • Die Lockenweide bildet ebenso wie die Silber-Ölweide starke Ausläufer.
  • Aus diesem Grund sollte sie in einem gebührenden Abstand zu Häusern und Terrassen gepflanzt werden.
  • Das ausufernde Wurzelwerk kann Schäden an der Bausubstanz verursachen.