Oleanderbaum - Pflege, Zurückschneiden und Überwintern

oleanderEigentlich ist der Gemeine Oleander (Nerium oleander) aus der Familie der Hundsgiftsgewächse (Apocynaceae) ja eher ein Strauch. Da dieses wärmeliebende Gehölz jedoch eine Wuchshöhe von bis zu drei Meter erreichen kann, wird auch oft vom Oleanderbaum gesprochen.

Ein solches Bäumchen versprüht eine mediterrane Stimmung. Damit es seine Blütenpracht behält, aber auch nicht zu groß für die Loggia, den Balkon oder die Terrasse wird, sollte es entsprechend gepflegt und zurückgeschnitten werden. Da der Oleander aus wärmeren Gefilden stammt, muss er über

den Winter frostfrei stehen. Gleichzeitig darf er aber auch nicht zu warm überwintert werden.

Hinweise zur Pflege des Oleanderbaums

Abhängig von der Wärme und Sonnenbestrahlung ist der Wasserverbrauch des Oleanders. Im kalten Winterquartier reicht es aus einmal pro Woche zu prüfen, ob gegossen werden muss. Wenn sich zwischen dem Kübel und der Erde ein Spalt bildet, ist der Wurzelballen trocken und sollte gegossen werden. Wenn im Frühjahr die Temperaturen steigen, benötigt der Oleander mehr Wasser.

Nach dem Ausräumen sollte der Pflanzkübel in einen Untersetzer gestellt werden. So können die ausgeschwemmten Nährstoffe darin verbleiben und später von den Wurzeln aufgenommen werden. Im Sommer, wenn der Wasserbedarf sehr hoch ist, kann auch in den Untersetzer gegossen werden. Den Kopf in der Sonne, den Fuß im Wasser, so mag es der Oleander gerne. Regenwasser ist
für den Starkzehrer allerdings weniger geeignet. Wird die Pflanze über längere Zeit mit dem weichen Wasser gegossen, kann der Boden im Pflanztopf zu sauer werden.

OleanderEmpfehlenswert ist es den Oleander mit kalkhaltigem, abgestandenem und temperiertem Wasser aus einem Brunnen zu gießen. In der Wachstums- und Blühphase benötigt der Oleander genügend Dünger. Mit dem Düngen soll gleich nach dem Ausräumen aus dem Winterquartier begonnen werden.

Beim Schneiden Gartenhandschuhe tragen

Wer seinen Oleander über viele Jahre hinweg erfolgreich kultivieren will, kommt um Schnittmaßnahmen nicht herum. Überlegen sollte man sich, welche Form (schlanke Säule, breiter, dichter Busch, Viertel-, Halb- oder Hochstamm) gewünscht ist. Bitte beachten: Für den Rückschnitt wird das Tragen von Schutzhandschuhen empfohlen! Denn austretender Pflanzensaft könnte zu Hautreizungen führen. Als Schnittzeitpunkt eignet sich das Frühjahr, wenn die Pflanze aus dem frostfreien Winterquartier geräumt wird. Von einem Rückschnitt im Herbst raten Experten ab, weil Oleanderpflanzen ganzjährig aktiv sind und nach dem Rückschnitt mit Austrieb reagieren.

OleanderBereits im Jugendstadium des Oleanders sollte man mit den Schnittmaßnahmen anfangen. Wenn der aus Stecklingen gezogene Oleander zwar lang aber nicht buschig ist, sollte man den Trieb auf etwa zehn Zentimeter zurückschneiden. Dann sollten schon nach kurzer Zeit mehrere neue Triebe erscheinen. Bei guten Bedingungen könnten noch im selben Jahr Blüten kommen.

Oleander überwintern

Als Winterquartier für den Oleander eignet sich heller ungeheizter Raum. Das kann im Keller, Hausflur, Wintergarten oder in der Garage sein. Die Temperatur darin sollte zwischen 0 bis +10 Grad Celsius betragen. Um einen Schädlingsbefall und Krankheiten zu vermeiden, ist eine gute Lüftung wichtig. Einmal pro Woche sollte bei Bedarf die Pflanze gegossen

und auf Schädlinge hin überprüft werden. Dort, wo die Temperaturen nahe am Gefrierpunkt sind, kann der Oleander auch fast dunkel stehen. Die Faustregel lautet: Je kälter das Winterquartier, umso dunkler kann es auch sein. Wer keinen kalten Raum dafür hat, kann einen Überwinterungsservice nutzen. Ungünstig ist es nämlich, die Pflanze über den Winter in einen warmen Raum zu stellen.