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Liste typischer Moorbeetpflanzen - 5 Tipps zur Pflege

Einige unserer beliebtesten Garten- und Teichpflanzen sind Moorbeetpflanzen, die häufig daran kranken, dass ihre Grundbedürfnisse vernachlässigt werden. Das sind die typischen Moorbeetpflanzen mit ihren grundlegenden Anforderungen:

heide1. Liste der typischen Moorbeetpflanzen ...





Kleine Moorbeetpflanzen bis 50 cm Höhe machen sich sehr gut am Teichrand oder im Steingarten.

  • Die kleinste Moorbeetpflanze ist der Herbst-Enzian oder Oktober-Enzian (Gentiana sino ornata), die leuchtend blaue Polsterstaude erreicht nur 10 cm Höhe.
  • Auch die Scheinbeere oder Teppichbeere, (Gaultheria procumbens) bleibt bei bescheidenen 15 cm.
  • Auch das normale Heidekraut (Calluna vulgaris), oft Besenheide oder Sommerheide genannt, gehört zu den kleinsten Moorbeetpflanzen. Eine Höhe von 30 bis 50 cm erreichen vor allem viele Heidepflanzen:
  • Glockenheide oder Topfheide, lat. Erica gracilis
  • Rosmarinheide oder Lavendelheide, lat. Andromeda polifolia
  • Glöckenheide, auch Moorheide oder Sumpfheide genannt, lat. Erica tetralix
  • Echte Arnika, Bergwohlverleih, Arnica montana
Mittlere Moorbeetpflanzen mit einer Höhe von 50 cm bis 1,5 Meter werden gerne als Gruppe von Sträuchern eingesetzt:
  • Skimmie, lat. Skimmia,
  • Rauschbeere, auch Moosbeere oder ...



    Moorbeere genannt, lat. Vaccinium uliginosum

  • Pernettya oder Torfmyrte (Gaultheria mucronata),
  • Traubenheide, Traubenmyrte, lat. Leucothoe fontanesiana
  • Lavendelheide, Schattenglöckchen, Pieris japonica
  • Zenobia, lat. Zenobia pulverulenta
Große Moorbeetpflanzen können hinter den mittleren Sträuchern einen eindrucksvollen Rahmen von 3 bis 10 Meter Höhe bilden:
  • Prachtglocke, Enkianthus campanulatus
  • Kalmie, Berglorbeer, Lorbeerrose, lat. Kalmia latifolia
2. Moorbeetpflanzen brauchen ein Moorbeet, lieben also saure Böden und einen Standort im Halbschatten oder Schatten. Die Nordwestseite des Hauses ist meist gut geeignet, um ein Beet mit den meist wintergrünen Pflanzen in der bevorzugten windgeschützten Lage anzulegen. Dazu wird zuerst eine Grube von 50 bis 60 cm Tiefe ausgehoben, es sollten schon 3 bis 4 qm Fläche gewählt werden. Auf den Boden kommt eine Drainageschicht von 10 bis 15 cm, das kann Rindenkompost, Geröll, Leichtbeton, Holz oder Kies sein. Ist der Boden stark verdichtet oder lehmhaltig, sollte ein Abfluss eingebracht werden, da Moorbeetpflanzen keine Staunässe vertragen. Dann kann noch eine Filtermatte eingelegt werden, damit die Wasserdurchlässigkeit immer garantiert ist, benachbarte Hausmauern können durch Isoliermatten geschützt werden. Nun kommt Moorbeeterde in das Beet, eine Mischung aus grobfaserigem Torf oder Torfersatz und gehacktem Holz, die mit 3 bis 4 kg Rhododendrondünger pro Kubikmeter angereichert werden sollten. Sägereiabfälle sind wegen der enthaltenen Schadstoffe nicht als Holzzugabe geeignet. Die Moorbeetpflanzen werden mit gut feuchtem Erdballen eingesetzt, der Ballen sollte gerade flach mit Erde bedeckt sein. Sie müssen nach der Pflanzung gut gewässert werden, mit bis zu 500 Liter Wasser pro Kubikmeter Erde.

rhododendron6 fl3. Umweltbewusste Gärtner setzen kein Torf mehr ein, seit bekannt ist, dass bei weiterem Torfabbau einem der artenreichsten Ökosysteme der Untergang droht. Es gibt zahlreiche Substanzen, die sich als Torfersatz eignen, Informationen gibt es z. B. auf der Website des Naturschutzbund Deutschland, www.nabu.de (Torf in das Suchfeld eingeben). Einige davon können sogar schon in Haus oder Garten zur Verfügung stehen, Lärchennadeln bilden beispielsweise einen milden Rohhumus, der guten Torfersatz für Moorbeet-Pflanzen darstellt. Wer seinen Weihnachtsbaum noch nicht entfernt hat, kann auch ihn (und andere Nadelzweige) häckseln und unter den Moorbeet-Pflanzen ausbringen. Die Nadelmasse verrottet zu saurem Moderhumus, den alle Moorbeetpflanzen lieben.

4. Rhododendren - die Moorbeet-Lieblinge
Die wohl beliebtesten Moorbeetpflanzen sind die Rhododendren oder Azaleen, für den Gartenbereich gibt es hier Pflanzen in allen Höhen zwischen einem halben und drei Meter Höhe. Der Rhododendron heißt auf Deutsch Alpenrose, auch die griechische Bezeichnung Rhododendron setzt sich zusammen aus rhodon, die Rose und dendron, der Baum. Die Gattung umfasst etwa 1000 Arten, die meist in Ostasien, Kleinasien oder Nordamerika heimisch sind, einige Arten gibt es auch in tropischen Gebieten (Malaysia, Nordaustralien, Neuguinea).

5. Es gibt viele Moorbeetgewächse, die sehr empfindlich auf Wind reagieren, z. B. die Rhododendren. Deshalb werden sie gerne mit Koniferen umpflanzt, die die empfindlichen Sträucher das ganze Jahr vor Wind und Sonne schützen. Große Moorbeetsträucher sollten auch immer mit kleineren unterpflanzt werden, das ist nicht nur sehr dekorativ, sondern verhindert auch eine zu große Bodentrockenheit. Außerdem kann sich kein Unkraut ausbreiten. Gute Partner sind natürlich andere Moorbeetpflanzen, auch viele Immergrüne, Stauden und Farne fühlen sich im Moorbeet wohl.





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