Elsbeere - Pflege, Baum des Jahres 2011

Elsbeere - Pflege, Baum des Jahres 2011

Ein seltener Wildobstbaum, der Sorbus torminalis: die aus Mittel- und Südeuropas stammende Elsbeere fällt schon auf den ersten Blick durch die einzigartige, scharlachrote, leicht bräunliche Färbung der Blätter auf.

Aber nicht nur die prachtvolle Optik des Baumes ist es, die die Elsbeere sogar zum Baum des Jahres 2011 werden ließ. Auch die hervorragende, harte Beschaffenheit des Holzes ist es, die begeistert. Wo auch immer man hierzulande auf die Elsbeere trifft, sowohl in Gruppen platziert, als auch als einzeln stehende Pflanze ist die Elsbeere in jeder Hinsicht ein

echter Blickfang.

Besonders im Frühjahr - etwa ab Ende April bis Mitte Mai - kann man die schneeweißen Blüten bewundern. Bis allerdings die Früchte des Baumes reif sind, muss man schon bis zum September warten. Denn erst dann sind die gesunden und herrlich frisch schmeckenden Beeren genießbar.

Dennoch empfiehlt es, mit dem Verzehr bis nach dem ersten Frost zu warten, weil sich erst dann dieser süßlich-herbe, leicht säuerliche Geschmack so richtig entfalten kann. Vor allem aber die gesundheitsfördernden Eigenschaften der Elsbeere sind in diesem Zusammenhang erwähnenswert: die Früchte enthalten jede Menge wertvolles Vitamin C. Eine echte Vitaminbombe also zur Vorbeugung gegen Erkältungskrankheiten, bei Magen- und Darmproblemen und so
weiter.

Köstlich, aromareich und eindrucksvoll - die Elsbeere

Schon im Mittelalter wusste man um die hervorragenden, geschmacklichen Eigenschaften des Sorbus torminalis‘. Demnach lassen sich die Früchte zum Beispiel in getrockneter Form sowohl für die Zubereitung als Teegetränk, als auch für die Verwendung als leckeres Kaltgetränk nutzen.

Aber nicht nur das, auch als Schnaps ist die Elsbeere ein wahrer Hochgenuss für Kenner. Denn nicht umsonst werden entsprechende Erzeugnisse in weiten Teilen des Landes auch als König unter den Obstbränden bezeichnet.

Auf der einen Seite zeichnet sich Elsbeeren-Schnaps durch eine leicht säuerliche Note aus, andererseits ist auch das starke Marzipan- bzw. Mandelaroma unverkennbar. In jedem Fall eine sehr ausgewogene, geschmacklich anspruchsvolle Aromakombination.

Grundsätzlich kann der Elsbeer-Baum bis zu zweihundert Jahre alt werden. Um dieses Alter allerdings tatsächlich erreichen zu können, ist ein spezieller Schutz der Pflanze erforderlich. Denn die wohlschmeckenden Eigenschaften wissen nicht nur die Menschen zu schätzen, sondern auch Eichhörnchen, Mäuse und andere hungrige Nager.

Insbesondere die Wurzeln, aber auch die Samen des Baumes werden deshalb nur allzu gern verzehrt, was letztendlich dazu führt, dass die Elsbeere schon vorzeitig abstirbt. Bleibt zu hoffen, dass die Ernennung zum Baum des Jahres 2011 dazu führt, dass der Elsbeere von nun an eine ganz besondere Wertschätzung zuteil wird.