Staude des Jahres 2010 - Katzenminze (Nepeta)

Staude des Jahres 2010 - Katzenminze (Nepeta)

Die Katzenminze, eine beliebte Gartenstaude, wurde nun zur Staude des Jahres 2010 ernannt. Sie eignet sich für Staudenbeete und macht sich gut zwischen Rosen und anderen Stauden. Nicht nur Katzen, vorwiegend Kater mögen Katzenminze, sondern auch zahlreiche Insekten. Der Name rührt von den herb-würzig riechenden Blättern und der Vorliebe von Katzen für diese Pflanze. Diese Beliebtheit kommt vom Inhaltsstoff Actinidin, einem dem Baldrian ähnlichen Wirkstoff.

Katzenminze als Heilpflanze

Katzenminze gehört zu den ältesten heimischen Heilpflanzen. Genutzt wird die gesamte Pflanze. Meist

werden aber nur die Blätter verwendet. Sie besitzen viel ätherisches Öl, welches ein kampferartiges Aroma verströmt. Katzenminze wirkt kühlend und zusammenziehend. Man kann die Mittel als Tee trinken, z.B. bei Fieber, Grippe und Schlafstörungen.

Katzenminze wirkt aber auch harntreibend und krampflösend. So kommt das Mittel auch bei nervösen Verdauungsstörungen, Durchfall, Magenverstimmung, Koliken und Menstruationsbeschwerden zum Einsatz.

Durch die enthaltenen ätherischen Öle ist Katzenminze auch als Mücken-Abwehr-Mittel beliebt. Es hat auch eine gute Wirkung gegen Pflanzenschädlinge. Als Partner von Rosen im Garten sorgt sie dafür, dass die Blattläuse unter
Kontrolle bleiben.

Katzenminze im heimischen Garten

Es gibt zahlreiche Sorten und Arten. Alle haben die aromatischen Blätter und blühen sehr lang. Die Farben reichen von violett über hellblau bis dunkelblau. Seltene Sorten blühen weiß, rosa und sogar gelb. Katzenminze erreicht eine Höhe zwischen 20 und 120 Zentimetern.

Man erkennt Katzenminze am vierkantigen Stängel, der meist behaart ist. Die Blattstellung ist immer kreuzgegenständig. Die Blattränder sind häufig gekerbt, gezähnt oder gewellt sowie behaart. Die Blüten sind klein, stehen in Scheinquirlen, typisch für Lippenblütler-Blüten. Die Blüten sind fünfzählig.

Die Katzenminze blüht von Mai bis Oktober, fast den gesamten Sommer hindurch. Die Blüten sind vorwiegend blauviolett und treten ausgesprochen zahlreich auf.  Wenn man nach der Blüte kräftig zurück schneidet, reicht es meist noch für einen zweiten Floor.  Wer regelmäßig schneidet, kann  sich bis in den Herbst hinein an den Blüten erfreuen. Ein Rückschnitt nach der Blüte kann auch verhindern, dass sich die Pflanze selbst aussät und ungewollt ausbreitet.

Standort und Pflege

Die meisten Sorten sind anspruchslos, pflegeleicht und gedeihen auf fast allen Böden. Ein sonniger, wasserdurchlässiger Standort ist ausreichend. Günstig sind kalkarme Böden. Katzenminze eignet sich gut für trockene Hänge, Steingärten, Trockenmauern und Naturgärten. Auch im Beet, in Töpfen und Trögen macht sich die Pflanze gut. Einige Arten der Katzenminze lieben frische, feuchte Böden und halbschattige Standorte. Sie eignen sich als Unterpflanzung von lichten Gehölzen und Sträuchern.

An den Blättern der Minze kann man ablesen, wie viel Sonne die Pflanze mag. Je schmaler, kleiner und behaarter die Blätter sind, desto mehr Sonne verträgt die Pflanze. Die Blattfarbe ist dann meist recht dunkel. Durch ihre Anspruchslosigkeit und den geringen Pflegeaufwand ist die Katzenminze ideal für schwierige Standorte, wie Hanglagen, Dachbegrünungen oder sehr trockene Böden.