Luftwurzel an Orchideen
Luftwurzeln dienen der Wasser- und Nährstoffaufnahme aus der Luft. Die Luftwurzeln bei Orchideen stabilisieren und fixieren außerdem die Pflanze auf dem Substrat. Die Wurzeln sind von einer schwammartigen Zellschicht umgeben.
Diese Zellen können Wasser aufnehmen. ... Sie saugen sich praktisch voll. Das geschieht bei Regen (gießen) oder auch bei hoher Luftfeuchtigkeit. Die Zellen geben die Feuchtigkeit dann an die Orchidee ab.
Probleme mit Luftwurzeln
Die Orchidee sollte außerhalb des Topfes nicht mehr Wurzeln bilden als im Pflanzsubstrat. Wenn doch mehr Luftwurzeln vorhanden sind, ist irgendetwas nicht in Ordnung. Meist bekommt die Orchidee im Substrat nicht genug Nährstoffe. Am besten ist dann, die Pflanze wird umgetopft. Außerdem kann das Pflanzsubstrat auch zu sehr verdichtet sein. Damit kann die Orchidee nicht genug Sauerstoff aufnehmen. Auch hier hilft umtopfen.Wenn die Luftwurzeln der Orchidee vertrocknen, deutet das auf eine deutlich zu niedrige Luftfeuchtigkeit hin. Da hilft, die Pflanze einzusprühen. Wirkungsvoller sind Verdunsterschalen.
Wurzeln abschneiden?
Gesunde ...
Orchideenluftwurzeln sollten keinesfalls abgeschnitten werden. Wenn sie eingetrocknet sind, kann man sie vorsichtig entfernen. Ansonsten lässt man sie besser an der Pflanze. Sie erfüllen einen Zweck und sind wichtig.
Umtopfen
Wenn zu viele Luftwurzeln gebildet werden, ist es Zeit, die Orchidee umzutopfen. Die beste Zeit dafür ist nach der Ruhephase, wenn die Pflanze beginnt, neu auszutreiben. Man kann auch bis nach der Blüte damit warten. Meist muss man kein neues Pflanzgefäß verwenden, man tauscht nur das Substrat aus. Besser man nutzt keine zu großen Gefäße. In kleineren finden die Orchideen besseren Halt. Am besten sind durchsichtige Spezialtöpfe geeignet, da so mehr Licht an die Wurzeln kommt. Als Pflanzsubstrat nimmt man keine Erde und auch keine im Handel angebotene Orchideenerde. Für Orchideen mit dicken Wurzeln wie Phalaenopsen, ist Pinienrinde das Mittel der Wahl. Orchideen mit feineren Wurzeln stehen gut in Kokohum. Dieses Substrat kann man mit feiner Pinienrinde vermischen. Wichtig ist, dass keine Staunässe entstehen kann.
Will man beim Umtopfen einige der Luftwurzeln mit nach unten in das Substrat bringen, was z.B. bei Phalaenopsen möglich ist, muss man sehr vorsichtig vorgehen. Die Wurzeln sind recht stabil und brechen leicht. Man kann sie aber 5 bis 10 Minuten in lauwarmes Wasser legen, dadurch werden sie geschmeidig und lassen sich biegen. Man nimmt aber nie alle Luftwurzeln, immer nur wenige. Man sollte gar nicht erst so lange warten, bis sich so viele Luftwurzeln gebildet haben, sondern schon umtopfen, wenn man merkt, dass sich mehr als normal bilden. So hat man sicher lange Freude an seinen Orchideen.
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