Orchidee verliert Blätter, gelbe und braune Blätter

Orchidee verliert Blätter, gelbe und braune Blätter

Orchideen sind sehr beliebte Zimmerpflanzen, da sie für Exoten relativ unempfindlich sind und optisch durch wunderschöne Formen und eine reichhaltige Auswahl an Farben bestechen.

orchidee-topf_flVon weiß über rosa bis hin zu kräftigem Rot – Orchideen bieten alles.

Dabei sind die Blütenfarben auch oftmals sehr kräftig und ein absoluter Hingucker. Sie gilt daher auch als „Königin der Blumen“.

Verbreitung und Vermehrung

Wegen ihrer enormen Vielfalt wachsen Orchideen in beinah allen Gebieten der Erde. Die

einzigen Ausnahmen sind die Antarktis und Wüsten. Diese sehr extremen Klimazonen sagen auch der robustesten Orchidee nicht zu. Die meisten Arten bevorzugen ein sehr warmes und feuchtes Klima, daher ist der Großteil an Orchideenarten in den Tropen oder in subtropischen Klimazonen anzutreffen. Doch selbst in Europa gibt es rund 250 Arten.

Die meisten Orchideen vermehren sich über Bestäubung mit Hilfe von Insekten. Einzelne Arten vermehren sich durch die Bildung von Stolonen, Kindeln oder auch Knollen (umgangssprachlich auch Ableger genannt). Die Nachkommen dieser Pflanzen sind mit der Mutterpflanze dann genetisch gleich.

Viele Orchideenarten sind epiphytische Arten. Das bedeutet, sie wachsen auf anderen Pflanzen, sind aber keine Schmarotzer. Sie benutzen die andere Pflanze nur als Träger, an denen sich ihre Luftwurzeln festhalten können.

Ein wenig Geschichte

Orchideen sind Menschen seit über 2500 Jahren bekannt. Schon der chinesische Philosoph Konfuzius lobte ihr Aussehen und ihren Duft. In der chinesischen Gartenkunst steht die Orchidee für Liebe und Schönheit, aber auch für ein junges Mädchen.

Die ältesten europäischen Überlieferungen gehen auf den Zeitraum von 372 v. Chr. zurück.

Orchideen wurden zu vielerlei Zwecken verwendet: Als Heilpflanzen oder auch als Aphrodisiakum. Wie heutzutage wurde sie schon immer gern als Dekoration verwendet.

Orchideen als Zimmerpflanzen

Als Zimmerpflanzen werden lediglich die epiphytischen Arten verwendet. Sie benötigen also keine Erde in ihren Töpfen. Würde man eine Orchidee in haushaltsübliche Blumenerde pflanzen, so würden die Luftwurzeln binnen kürzester Zeit verfaulen.

Orchideen werden in ein spezielles Substrat gepflanzt, das den Luftwurzeln ermöglicht, sich festzuhalten, aber auch für eine gute Luftdurchlässigkeit sorgt.

/>Epiphyten decken ihren Wasserbedarf aus der Luft heraus ab, da die Wurzeln nicht bis in die Erde ragen. Daher benötigen sie eine relativ hohe Luftfeuchtigkeit, weshalb die Tropen ein bevorzugter Lebensraum sind.

Zimmerpflanzen sollten daher regelmäßig mit weichem Wasser eingesprüht werden. Regenwasser eignet sich hierfür am besten. Wer nur hartes Wasser aus der Leitung bekommt, der kann dieses mit demineralisiertem Wasser verdünnen. Dieses bekommt man in jedem Baumarkt.

Blattverlust und Verfärbungen

Blätter, die sich gelb färben und abfallen oder auch abfallende grüne Blätter können bei einer Orchidee verschiedene Ursachen haben.orchideen-pflegen_fl

Viele Arten der Gattung Dendrobium, Calanthe und Pleione verlieren ihre Blätter regelmäßig komplett nach dem Schluss des Wachstumszeitraumes.

Die in Haushalten häufig vorkommende Phalaenopsis oder auch bei der Art Vanda färbt sich ein Blatt ab und an gelblich, was zum Leben der Pflanze dazugehört. Seltener verfärben sich zwei auf einmal.
Ist der Blattabwurf nicht normal, so kann dies verschiedene Gründe haben.

Die Arten Vanda, Ascocentrum und

alle direkt mit ihnen verwandten Arten könnten von einem Pilz befallen sein. Diese befallen die Leiterbahnen von unten, was den Blattabwurf verursacht. In einigen Fällen bildet die Pflanze dann Wurzeln im oberen Bereich aus, aus denen man sogenannte Kopfstecklinge machen kann. Ohne diese ist die Pflanze nicht mehr zu retten und kann nur noch in die Komposttonne wandern.

Bei der Phalaenopsis liegt ein Blattverlust meist an der Art, wie sie aufgezogen wird. Sie wird im Schnellverfahren mit viel Dünger hochgezogen und das unter optimalen Klimabedingungen. Das dient der Kostenminimierung und macht die Pflanze auf dem Markt sehr günstig. Infolgedessen wächst die Pflanze ein bis zwei Jahre lang durchaus zufriedenstellend, doch dann kommt ein kleiner Einbruch. Bis zu drei oder vier Blätter verfärben sich gelb, lange kommen keine neuen Blätter dazu. Umtopfen ändert an dieser Situation nichts. Mit viel Geduld kann man die Pflanze oft noch retten. Dazu muss sie warm und hell stehen. Im Sommer braucht sie alle zwei Wochen einen Schuss Dünger für Orchideen, alle anderen zwei Wochen guten stickstoffhaltigen Dünger. Es ist wichtig, diese Dünger zu verdünnen, da sie hoch konzentriert verkauft werden. Blüten, die sich in dieser Zeit bilden, sollten sofort entfernt werden. Es kann zwei bis drei Jahre dauern, bis die Pflanze die ersten Blätter ausbildet.

Der Ausfall von Blättern kann allerdings auch an Lichtmangel liegen. Dieser führt zwar nicht sofort, aber langfristig dazu, dass die Pflanze ihre Blätter abwirft. Zudem wird die Pflanze dann anfälliger für Schädlinge.

Steht eine Orchidee länger als zwei bis drei Jahre im Substrat, kann es ebenfalls dazu kommen, dass sie ihre Blätter verliert. Die Pflanzen sollten daher regelmäßig umgetopft werden. Tut man das nicht, kann es bei der Orchidee zu Wurzelschäden kommen, wodurch sie ihre Blätter verliert. Außerdem können Moose und Algen ins Substrat gelangen, wenn es zu alt wird. Dieses verdichtet sich dadurch und vermindert die Sauerstoffzufuhr bei der Pflanze.