Blumenpflege - häufige Pflegefehler bei Blühpflanzen

Blühpflanzen erfreuen uns mit ihren farbenprächtigen Blüten. Jede Knospe wird genauestens begutachtet und beobachtet, bis die Blüte aufgeht und über jede einzelne Blüte freut man sich.

Viele Blühpflanzen sind aber leider kurzlebig, meist werden sie nach der Blüte unansehnlich, so dass hier nur noch der Weg zur Biotonne, oder zum Komposthaufen bleibt. Wieder andere bringen immer wieder neue Blüten hervor, so, dass man sich an der Pflanze und an ihren Blüten über mehrere Jahre hinweg erfreuen kann. Fehler zu machen, liegt in der Natur des Menschen.

Dies gilt natürlich auch für die Pflege von Grün- und Blühpflanzen.

Die Nummer eins auf der Liste der Pflegefehler der Blumenpflege: Zu viel gießen. Es gibt nur ganz wenige Pflanzen, die es lieber nass mögen. Sie bilden eigentlich die große Ausnahme. Vielmehr mögen Pflanzen eine stets leicht feuchte Erde. Es gibt dann wieder Pflanzen, die nur dann blühen, wenn sie eine Zeit lang vollkommen vergessen wurden und trocken standen. Um diesen Fehler der Blumenpflege zu vermeiden, lohnt es sich, über die Pflanze, die man sich kaufen möchte, oder die man geschenkt bekam, Informationen über Pflege, Standort und Nährstoffbedarf einzuholen. Pflanzen in Wohnungen vertrocknen nur in den seltensten Fällen. Vielmehr ersaufen sie und das oft wortwörtlich. Vom Frühjahr bis Herbst haben die meisten Pflanzen ihre Wachstums- und Blühphase. In dieser Zeit gilt: mäßig, aber regelmäßig zu gießen. Wer sich nicht ganz sicher ist, sollte mit dem Finger etwas Erde oberflächlich abkratzen und mit dem Finger die Erde befühlen. Ist sie noch feucht, braucht man noch nicht zu gießen (Fingerprobe).

Pflegefehler der Blumenpflege Nummer zwei: Zuviel, oder zuwenig Dünger. Allgemein gilt: alle 14 Tage mit einer Düngerlösung zu gießen. In aller Regel kann man sich an die
Herstellerangaben verlassen, was die Dosierung angeht. Wer leicht das richtige Düngen vergisst, kann sich einen schönen Blumenkalender an die Wand hängen, oder an den Tisch stellen, und hier alle 14 Tage einen Tag markieren, an dem gedüngt werden soll.
So vermeidet man eigentlich auch ein Zuviel des Guten bei der Blumenpflege. Bei zuwenig Dünger kümmern die Pflanzen, setzen keine Knospen an und machen sonst auch keine gute Figur. Ein Zuviel des Guten bringt jedoch auch nur Ärger. Braune, schlaffe Blätter können ein Zeichen von zuviel Dünger sein. Besonders wichtig ist, dass überschüssiges Wasser aus dem Untersetzer, oder aus dem Übertopf etwa eine halbe Stunde nach dem Gießen weggeschüttet werden soll. So entsteht keine Staunässe und die Pflanzen bekommen keine nassen Füße. Bei Blühpflanzen gilt außerdem: Verblühtes regelmäßig vollständig entfernen. Auch die Topferde sollte frei von vertrockneten Blütenresten sein. Sonst droht Fäulnisgefahr und das Risiko für Schimmelbildung und Pilzbefall wird erhöht.

Blumenpflege - Pflegefehler Nummer drei: Schädlinge zu spät erkannt, oder Behandlung versäumt. In Sachen Schädlinge sollte man auch nicht leichtsinnig sein. Schädlinge zapfen meist die Pflanzen an und saugen ihre Säfte aus. Die Folgen sind kranke, schwächelnde Pflanzen. Deshalb gilt es: Beim Gießen gleich die Pflanzen (Blattober- und -Unterseite) kontrollieren. Beim Umtopfen im Frühjahr oder nach der Blüte sollten die Wurzeln kontrolliert und eventuell etwas gekürzt,

sowie aufgelockert werden. So finden sie besseren Halt im neuen Substrat. Bereits beim ersten Anzeichen von Schädlingsbefall muss man handeln. Bei Befall mit Läusearten hilft schon eine Mischung aus Spülmittel und Spiritus. Auf etwa 900ml Wasser gibt man einen guten Spritzer Spülmittel und einen guten Schuss Spiritus. Damit die Pflanzen tropfnass besprühen, bei Bedarf die Behandlung alle 2-3 Tage wiederholen. Auch Gelbsticker sind bei fliegenden Schädlingen sehr nützlich. Pflegefehler Nummer vier ist: Falscher Standort. Viele Pflanzen lieben zwar das Licht, aber nur wenige sind für die pralle Mittagssonne geeignet. Am Südfenster sollte man die Pflanzen, die auf der Fensterbank stehen, in jedem Fall ein wenig schattieren. Hierzu reicht schon eine Kurzgardine, oder wenn man die Rollos halb herunterlässt. Im Zweifelsfall eignet sich ein Ost-, oder Westfenster am besten. Diese Standorte werden von den meisten Pflanzen bevorzugt. Zugluft sollte in jedem Fall vermieden werden.

Zusammenfassend zu Fehlern bei der Blumenpflege kann man sagen: Insbesondere Schäden, die auf Gieß- und Düngfehler zurückzuführen sind, sind leicht zu vermeiden. Wer vor allem das Gießen nicht so gut in den Griff bekommt, sollte sich überlegen, auf Hydrokultur umzusteigen. Hier zeigen Wasserstandanzeiger an, wann und wie viel gegossen werden muss.