Weinreben kaufen & pflanzen

weintrauben3_flEinen eigenen Weinstock zu haben, ist das Ziel von immer mehr Eigenheimbesitzern. Kann man doch mit Weinreben wunderbar eine kahle Hauswand- und Mauerfläche verschönern.

Nicht zu vergessen die so selbst erzeugten Trauben, die man nicht nur naschen kann, sondern aus denen man auch Wein für den Privatgebrauch zubereiten kann.

Doch bevor es soweit ist, muss man sich erst mal Weinreben kaufen, was man am besten direkt beim Erzeuger erledigt. Es gibt Weinreben in speziellen Rebschulen zu kaufen. Nachteil: sie gibt es meist nur in

den typischen Weinbaugebieten. Als Alternative bieten sich Baumschulen an, die meist nicht nur mit einer breiten Sortenpalette überzeugen, sondern auch mit einer fachmännischen Beratung.

Worauf man beim Weinreben kaufen achten sollte

In der Regel werden Weinreben als Topfreben angeboten, bei denen es sich um in Töpfen kultivierte Pflanzen handelt. Wie alle anderen Containergehölze können sie das ganze Jahr über gepflanzt werden. Dabei ist darauf zu achte, dass die Reben im verholzten Bereich keinen Schaden an der Rinde aufweisen.

Auch die Veredlungsstelle sollte gut durchwachsen sein. Des Weiteren ist darauf zu achten, dass die verholzten Teile an den Weinstöcken nicht zu dünn sind. Ansonsten würden sich die Reben nicht sehr gut weiterentwickeln können.

Die meisten Reben die man heute im Handel bekommen kann, sind auf einer wuchsstarken Unterlage veredelt. Vor dem Eintropfen hatten sie im Idealfall schon ein Jahr Freilandkultur hinter sich. Zu dieser Zeit sollten sie bereits einen oder sogar zwei grüne Triebe besitzen.

Findet man in der Baumschule Exemplare mit einem verholzten Stamm oberhalb der dicken Veredelungsstelle, dann handelt es sich um Vorjahresware. Wird im Handel eine alte, knorrig aussehende Rebe angeboten, die sich in einem sehr großen Container befindet, handelt es
sich in der Regel um Reben, die aus einer turnusmäßigen Rodungen im Weinberg entfernt wurde.

In diesem Zusammenhang sollte man wissen, dass solche Weinberg-Sorten meist mehltauanfällig sind.

Welche Sorte bietet sich am besten an?

Diese Frage kann pauschal gar nicht beantwortet werden. Eine perfekte Rebe, die allen Ansprüchen gerecht wird, gibt es einfach nicht. Daher muss man einige Kompromisse eingehen, vor allem in Regionen, die klimatisch nicht ideal sind.

Je nach Region ist daher vor allem auf die unterschiedlichen Eigenschaften der Sorten zu achten. Hierzu gehören Unterschiede in der Winterfrosthärte, im Zeitpunkt der Reife der Früchte, es gibt Unterschiede in der Farbe der Weintrauben und in deren Geschmack.

Zudem unterscheiden sich die Reben in ihrer Widerstandsfähigkeit gegenüber Pilzkrankheiten. An dieser Stelle sei anzumerken, dass die meisten Reben, die im Handel angeboten werden, früher oder später von einem Pilz befallen werden.

Besonders anfällig für den „falschen Mehltau“ beispielsweise sind die Sorten: „Königin der Weingärten“, „Gutedel“, „Müller-Thurgau“ und „Blauer Portugieser“. Neben diesen sehr bekannten Weinsorten gibt es heute sehr viele neue Sorten, die eine erhöhte Widerstandsfähigkeit gegenüber Pilzerkrankungen besitzen und teilweise sogar als resistent gelten.

Das Pflanzen von Weinreben

Wie eingangs erwähnt können Containerreben ganzjährig gesetzt werden, sofern der Boden frostfrei ist. Hierfür wird ein Pflanzloch ausgehoben, welches mindestens zwei Spaten breit und tief gegraben wird.

Der Untergrund wird dann gelockert und es muss im Einzelfall eine

Drainage eingebaut werden, da die Reben empfindlich gegenüber Staunässe reagieren. Wichtig ist auch ein Pflanzpfahl, damit die zarte Pflanze zunächst abgestützt werden kann. Ideal ist es im Folgenden, wenn erst eine Unterschicht aus Feinerde eingefüllt wird.

Dann setzt man die Rebe in das Pflanzloch, füllt die Pflanzerde ein und gießt die Weinrebe mit fünf bis zehn Litern Wasser an. Soll die Weinrebe an einem Spalier entlang wachsen, ist es empfehlenswert, einzelne Triebe bereits jetzt an dem Spalier zu fixieren.

So kann die Pflanze gleich in die richtige Richtung wachsen. Befindet sich der Standort der Weinrebe im freien Feld, sollte unbedingt an einen Verbissschutz gegen Rehe und Co. gedacht werden.