Winterharte & winterfeste Stauden für Beete

RitterspornStaudengewächse nehmen an Beliebtheit zu, da sie viele Jahre leben und meist keine besondere Pflege benötigen. Darin unterscheiden sie sich maßgeblich von den ein- und zweijährigen Pflanzen, die nur ein beziehungsweise zwei Jahre wachsen, blühen und dann absterben. Vor allem vertragen diese Pflanzen im Gegensatz zu winterharten Stauden keine Fröste.

Die zu den Mehrjährigen zählenden Pflanzen sind äußerst verschieden in Größe und Laub, Blütenformen und Farbe. Es gibt Stauden für nahezu alle Klimazonen, Bodenbeschaffenheiten und Verwendungszwecke. Manche sind sogar zur Kübelpflanzung geeignet. Einige

Sorten lassen sich sehr gut auch zwischen Sträuchern kultivieren, wo sie den Hintergrund für Zwiebelgewächse bilden. Auch in Einzelstellung, als Solitäre, können sie ein attraktives Gestaltungselement in einem Garten darstellen.

Außerdem eignen sich winterharte Stauden hervorragend für Besitzer von Gärten, die nicht über allzu viel Zeit verfügen, da sie von Jahr zu Jahr meist üppiger wachsen und dabei recht pflegeextensiv sind.

Verwendung von Stauden

Mehrjährige Pflanzen bieten eine Fülle an Abwechslung. In den meisten Gärten findet man sie zwischen Sträuchern, Zwiebelblumen und Knollengewächsen und vielen Einjährigen.

FetthenneWährend man niedrige Stauden wie beispielsweise Bartfaden, Wollziest, Bartnelken und Bergenien gern in Beete als Einfassungen setzt, können höhere Stauden wie Phlox und Bärenklau auch zwischen Laubgehölzen im Beet stehen. Stauden mit langen Blütenstielen hingegen, wie etwa Schafgrabe und Lerchensporn, passen gut in Anpflanzungen mit vielen Einjährigen. Diese bewähren sich zudem gut in Beeten mit Zwiebelblumen, nachdem diese verblüht sind und das Grün zu welken beginnt.

Stauden für sonnige Standorte

Einige Stauden gedeihen in vollsonniger Lage am besten, da sie an Blütenreichtum und Wuchshöhe dann kaum zu übertreffen sind. Für sonnige Lagen eignen sich deshalb besonders gut
  • Schmuck- und Taglilien
  • Rittersporn
  • Edeldisteln
  • Schleierkraut
  • Sonnenbraut
  • Chinaschilf
  • Nachtkerzen
  • Riesenmohn
  • Fetthenne
  • Ziest
Stehen diese Stauden nicht in der Sonne, kümmern sie und wachsen nur mäßig bis gar nicht.

SchmucklilieVor allem die hochwachsenden Sorten wie Rittersporn und Schmucklilien setzen mit ihrer meist blauen bis violetten Färbung der Blüten sehr schöne Akzente in Beeten und eignen sich besonders gut aufgrund des meist hohen Wachstums als Hintergrundbepflanzung. Schmucklilien eignen sich auch gut in Einzelstellung, da sie meist sehr eindrucksvolle Blütenbälle hervorbringen.

Auch das Chinaschilf, das zur Gruppe sehr dekorativer,
hochwachsender Ziergräser mit zum Teil lang überhängenden blaugrünen Blättern oder mit cremeweißen Längsstreifen gehört, sollte aufgrund seiner Starkwüchsigkeit in Höhe und Breite eher an Ränder und vor Mauern oder Zäunen einen Platz finden. Es kann an geeigneten Standorten Wuchshöhen bis zu zwei Metern erreichen.

Das Schleierkraut, das in der Zeit von Juni bis August zahlreiche kleine, meist weiße bis leicht rosa gefärbte Blüten an filigranen Zweigen hervorbringt, ist eine eindrucksvolle Beetstaude, die vor allem inmitten von Rosen für bezaubernde Anblicke sorgt.

Für Aufregung im Garten sorgen außerdem die Taglilien, die mit etwa dreißigtausend Züchtungen als halbimmergrüne und auch immergrüne Pflanzen sowie mit einer hohen Farbenvielfalt bestechen. Allerdings öffnen sich die Blüten nur einen Tag lang (wie der Name bereits herleiten lässt), aber es wachsen genügend Blüten an geeigneten Standorten nach.

Stauden für halbschattige und schattige Standorte

ChristrosenEine

Reihe von Stauden fühlt sich jedoch in halbschattigen bis schattigen Lagen am wohlsten. Hierzu zählen
  • Funkien
  • Frauenmantel
  • Akeleien
  • Salomonssiegel
  • Christrosen
  • Elfenblumen
  • Fingerhut
  • Bergenien
  • Primeln
Insbesondere im Frühjahr leuchten die farbenfrohen Blüten der Primeln weithin. Sie eignen sich gut zur Bepflanzung in Kästen und Kübeln, können aber nach der Blüte einen Platz im Beet finden. Dort vermehren sie sich und blühen in den darauffolgenden Jahren meist unermüdlich.

Auch Bergenien, die als immergrün gelten, fühlen sich in schattigen Lagen unter Bäumen wohl und setzen durch ihre großen Blätter sehr schöne Akzente, wobei die Staude selten dreißig Zentimeter Wuchshöhe überschreitet. Von März bis Mai blüht sie meist in kräftigem Rosa; in kühlen Lagen blüht sie sogar zweimal jährlich.

Das Salomonssiegel möchte ganz und gar in Ruhe gelassen werden, um sich zu vermehren und im Spätfrühling seine weißen, röhrenförmigen Blüten an bizarren Stängeln zu entfalten. Wenn es sich selbst überlassen wird, entstehen über die Jahre flächendeckende Horste in schattigem Umfeld.

Eine Vielzahl weiterer Stauden kann sowohl an sonnigen als auch an halbschattigen Standorten sehr gut gedeihen.

Kältebehandlung

GlockenblumeEtliche Stauden zum Beispiel Glockenblumen und Primeln, sind kaltkeimer. Bei ihnen wird die Samenruhe erst durchbrochen, wenn sie einer Kälteperiode ausgesetzt waren.

Um solche Samen im Frühjahr zum Keimen zu bringen, können Sie eine Kältebehandlung durchführen.

Säen Sie die Samen im Herbst in kleine Töpfe mit einem Sand- Erde- Gemisch, und bedecken Sie sie mit einer Sandschicht. Stellen Sie die Töpfe in einen sandgefüllten, gut dränierten Graben im Garten.

Oder Sie legen die Samen für 2 - 6 Wochen in den Kühlschrank, bevor Sie sie im Frühjahr aussäen.

Pikieren Sie die Sämlinge im Frühjahr einzeln in Töpfe, sobald sich die ersten Blätter entfaltet haben.

Winterfeste Stauden

Stauden gedeihen unter verschiedenen Bedingungen und sind oft sehr langlebig. Die folgenden gedeihen besonders gut.

Für trockene und magere Böden

Dost, Eberraute, Ehrenpreis, Fingerkraut, Flockenblume, Heidenelke, Königskerze, Präriekerze, Schafgarbe, Schleierkraut und Thymian.

Für schattige Standorte

Astilbe, Bergenie, Eisenhut, Engelwurz (Angelica), Fingerhut, Frauenmantel, Funkie, Kaukasusvergissmeinnicht, Lungenkraut (Pulmonaria), Salomonsiegel (Polygonatum x hybridum), Silberkerze (Cimicifuga) und Waldgeißbart

Für heiße Sommerstandorte

Alpenmannstreu, Astern, Bartfaden (Penstemon), Brennende Liebe (Lychnis chalcedonica), Fetthenne, Grasnelke, Hornkraut, Katzenminze, Prachtscharte (liatris spicata), Präriekerze, Salbei, Schafgarbe, Sonnenauge (Heliopsis), Sonnenhut, Türkischer Mohn (Papaver orientale) und Wollziest

Lange blühende Stauden

Färberkamille, Glockenblumen, Indianernessel, Katzenminze, Königskerze, Mädchenauge (Coreopsis), Phlox, Rittersporn, Schafgarbe, Sommersalbei (Salvia nemorosa), Sonnenauge, Sonnenbraut (Helenium) sowie Spornblume (Centramthus)