Böschungsrose, Rosa rugotida - Pflege

Böschungsrosen sind ideale Lückenfüller und HangbepflanzungenDie Rosa rugotida, auch besser bekannt unter dem Namen Böschungsrose, ist eine niedrig wachsende Pflanzenart und wird meist nicht höher als einen Meter und bildet während des Wachstums Ausläufer mit einem tiefen Wurzelwerk. Diese Eigenschaft macht die Rosa rugotida zur perfekten Böschungs- und Wallbepflanzung!

Aussehen

Die Böschungsrose hat ein leicht glänzendes Laub, welches sich in den Herbst hinein leicht gelb/orange färbt. In der Blütezeit im Juni bildet die Böschungsrose kleine rosafarbene Blüten aus, welche sich im Herbst zu

runden Hagebutten ausbilden. Besonders markant ist in der Blütezeit der starke Duft nach Wildrosen, welcher sich in der direkten Umgebung verbreitet. Besonders für Bienen und andere Insekten ist dieser Duft sehr verlockend, sodass sich gerade in der Blütezeit hier viele Insekten tummeln. Nicht umsonst wird die Böschungsrose auch als Bienennährgehölz bezeichnet.

Auspflanzen

Böschungsrosen eignen sich perfekt zum Auffüllen von kahlen Löchern in Beeten, zur Bepflanzung von Böschungen und auch als Bodendecker. Man sollte jedoch die Wuchshöhe und Breite bei dem Auspflanzen bedenken! Es ist sinnvoll, die Pflanzen mit einem Abstand von 80-100 cm zu pflanzen, da diese bis zu einem Meter breit werden. Angepflanzt als mittelhohe Hecke ist die Böschungsrose übrigens ein sehr guter Windschutz!

Substrat & Boden

Da die Böschungsrose ein sehr tiefes und ausgebreitetes Wurzelwerk bildet, stellt sie an den Boden kaum Anforderungen. Wichtig ist jedoch, dass dieser möglichst tiefgründig ist. Durch diese Eigenschaft eignet sie sich perfekt zur Bepflanzung von Böschungen und Wällen. Praktischer Nebeneffekt ist, das die Wurzeln das Erdreich befestigen und ein Abrutschen der Erde durch Nässe verhindern können.
 
Standort

Da die Rosa rugotida einen eher trockenen Boden bevorzugt, sollte auch der Standort möglichst diesen Anforderungen entsprechen. Ansonsten können beliebig sonnige bis mittelschattige Plätze für sie ausgewählt werden.

Böschungsrosen duften wie WildrosenDüngen & Gießen
  • Die Rosa rugotida ist ein relativ robustes Gehölz, welches selbst unter harten Bedingungen problemlos gedeiht.
  • Gegossen werden muss die Böschungsrose deshalb nicht, denn sie bevorzugt einen trockenen bis halbfeuchten Boden.
  • In der Regel reichen gelegentliche Regengüsse, um die Anforderungen dieser anspruchslosen Pflanze zu erfüllen.
  • Auch mit Dürreperioden kommt die Böschungsrose sehr gut zurecht, da sie sich ihr Wasser durch die tiefen Wurzeln selbst dann noch ziehen kann.
Lediglich frisch eingepflanzte oder umgesetzte Böschungsrosen sollten in der Anwachsphase regelmäßig hin und wieder leicht angegossen werden, damit die Wurzeln einen besseren Wachstumsstart bekommen. Wer seinen Böschungsrosen ab und an doch einmal etwas Gutes tun möchte, der kann zur Nährstoffanreicherung der Erde auf einen organischen Dünger oder Kompost zurückgreifen.

Schneiden

Auch beim Zurückschneiden ist die Böschungsrose relativ hart im Nehmen und egal wie radikal sie zurückgeschnitten wird, sie treibt in der Regel immer wieder aufs Neue aus. Im Grunde muss aber nicht beschnitten werden. Man lichtet aus, entfernt
kranke und abgestorbene Äste. Alle fünf Jahre etwa kann man die ältesten Äste direkt an der Basis entfernen. So wird Platz für junge Triebe und die Pflanze verjüngt sich. Ein Radikalschnitt ist möglich, wird aber fast nie durchgeführt. Die Rose wird ja nicht zu groß. Wenn man von Anfang

an die Pflanzabstände einhält, sollte man nicht zu so drastischen Maßnahmen greifen müssen.

Vermehren
  • Die Böschungsrose lässt sich entweder durch Aussaat oder aber die Zucht von Stecklingen relativ gut vermehren!
  • Das Saatgut bekommt man entweder im Internet oder aber in gut sortierten Fachgeschäften sowie Baumärkten.
  • Man kann jedoch auch versuchen im Herbst die reifen Hagebutten zu ernten und diese über den Winter zu trocknen.
  • Die Samen aus den Hagebutten kann man dann im Frühjahr aussäen.
Für das Ziehen von Stecklingen werden üblicherweise junge und vitale Triebe im Frühjahr von einer kräftigen Mutterpflanze geschnitten, um diese in einem Glas wurzeln zu lassen. Zeigen sich die ersten kleinen Wurzeln, können die Stecklinge in Erde umgetopft und später eingepflanzt werden.

Überwintern

Bei der Böschungsrose handelt es sich um ein winterhartes Gehölz, sodass diese ohne Probleme draußen im Boden überwintern kann. Im Spätherbst wirft sie, mit eintreten vom Bodenfrost, ihr Laub ab. Je nach Härte des Winters können sich jedoch leichte Erfrierungen, ähnlich wie bei anderen Rosenarten, zeigen, sodass auch hier das Zurückschneiden der erfrorenen Triebe hilft. Dies sollte nach Möglichkeit und je nach Wetterlage im Frühjahr und noch vor dem Austreiben geschehen. Leichter Bodenfrost im Frühjahr macht den zurückgeschnittenen Böschungsrosen nichts aus. Wer lieber auf Nummer sicher gehen will, der kann sich mit einem Fließ oder Jutestoff behelfen und die Böschungsrosen im Herbst darin einschlagen.

Rosenkrankheiten und Pilzbefall können auch bei Böschungsrosen auftretenKrankheiten

Wie fast alle Rosenarten bleibt auch die Böschungsrose nicht von gelegentlich auftretenden Krankheiten oder Schädlingsbefall verschont. Besonders anfällig sind sie jedoch für Pilzbefall, beispielsweise dem Sternrußtau, dem echten Mehltau oder dem Rosenrost. Natürlich lassen sich Erkrankungen bei einer guten Haltung und Pflege auf ein Minimales reduzieren, ausschließen kann man sie jedoch nicht. Pilzerkrankungen zeigen sich jedoch relativ gut anhand von Verfärbungen in den Blättern. Stellt man diese fest, sollten die befallenen Blätter oder Zweige möglichst sofort entfernt werden, um eine Ausbreitung der Infektion zu vermeiden. Zusätzlich kann man ein Fungizid für Rosen verwenden, um den Pilzbefall zu stoppen. Stellt man einen Pilzbefall an seinen Böschungsrosen fest, kann zu wenig Platz oder ein zu feuchter Boden oft die Ursache dafür sein. In diesem Fall sollten die Bedingungen nach Möglichkeit verbessert werden.

Schädlingsbefall

Relativ häufig sind für einen Schädlingsbefall Spinnmilben oder Blattläuse verantwortlich, welche sich vor allem an dem Laub der Böschungsrose zu schaffen machen. Diese können jedoch, rechtzeitig bemerkt, relativ gut eingedämmt und bekämpft werden. In der Blütezeit regelt sich das durch den regen Verkehr von Bienen und anderen Nützlingen oft von selbst, sodass lediglich das Beobachten der Schädlinge ausreicht. Sollten sich diese jedoch ausbreiten, sind Brennnessellauge oder andere Vernichtungsmittel eine gute Möglichkeit, um die Schädlinge zu bekämpfen.

Wissenswertes zur Böschungsrose in Kürze
  • Die Böschungsrose ist eine klein bleibende Wildrose. Sie wird nicht über einen Meter groß, sowohl in der Höhe, als auch in der Breite.
  • Sie eignet sich gut zur Hangbefestigung, als Bodendecker oder als mittelhohe Hecke.
  • Die Böschungsrose ist ein gutes Windschutz- und Bienennährgehölz.
  • Die Rosenart ist salzverträglich, windfest, trockenheitsverträglich und frosthart.
  • Sie ist besonders geeignet zum raschen Zuwachsen kleiner Flächen, zum Füllen von Löchern und für naturnahe Gestaltungsideen.
  • Vermehrt wird die Böschungsrose durch Stecklinge oder Aussaat.
  • Die Böschungsrose benötigt einen vollsonnigen bis absonnigen Standort.
  • Der Boden sollte trocken bis leicht feucht, etwas locker und mittel- bis tiefgründig sein.
  • Der Humusgehalt ist besser niedrig, der pH-Wert sauer bis alkalisch.
Beim Pflanzen ist ein Abstand von 0,8 bis 1,0 Meter einzuhalten. Bis zum Anwachsen muss die Rose regelmäßig gegossen werden. Danach benötigt sie kein Wasser mehr. Sie kommt gut mit Trockenheit zurecht. Düngen kann man mit organischem Dünger oder mit Kompost. Die Böschungsrose verträgt jeden Schnitt. Sie treibt willig wieder aus.