Historische Rosen - beliebte Arten - Pflege & Schneiden

Historische Rosen - beliebte Arten - Pflege & Schneiden

Als historische Rosen bezeichnet man alte Rosenarten, die schon über sehr lange Zeiträume hinweg in Gärten kultiviert werden. Überwiegend handelt es sich dabei um Rosengewächse mit einem Strauchcharakter. Offiziell werden darunter nur die Rosensorten verstanden, deren Rosenklasse schon vor dem Jahr 1867 kultiviert worden ist.

rosenbogen flSo stammen die heute als "alte Sorten" gehandelten Rosen aus Klassen, die bereits vor dem 18. und 19. Jahrhundert gezüchtet worden sind.

Ihr Ursprung kann jedoch noch wesentlich früher eingeordnet werden. Hervorgegangen sind diese oftmals aus Kreuzungen verschiedener Rosenarten.

Weshalb alte Rosen so beliebt sind

Historische Rosen sind aus folgenden Gründen sehr beliebt:
  • In der Regel sind sie recht widerstandsfähig gegenüber Krankheiten, wie Pilzbefall, Mehl- und Sternrußtau.
  • Zudem weisen sie meist einen starken Duft auf – sie gehören also oftmals zu den vielgeliebten Duftrosen. Von daher locken sie auch Nützlinge, wie z. B. Schwebefliegen, die wiederum bei der Blattlausbekämpfung behilflich sind.

  • Darüber hinaus überzeugen die
    alten Sorten auch noch durch interessante Blütenformen oder ihre reichhaltige Blüte. Der Blütenfloor entwickelt sich sowohl aus dem neuen wie auch aus dem einjährigen Holz.
  • Weil die alten Rosensorten auf ihrer eigenen Wurzel wachsen können, brauchen sie nicht veredelt zu werden.
  • Überwiegend weisen sie eine gute Forsthärte auf. Vermehren lassen sie sich aus Wurzelschossen.
Alte Rosen-Sorten aus verschiedener Herkunft
  • Bei den historischen Rosensorten wird unterschieden in jene mit europäischer Herkunft, dazu hören beispielsweise diese Sorten: Rosa Alba (Weiße Rosen), Rosa Centifolia (Zentifolienrosen / Hundertblättrige Rosen), Rosa Gallica (Gallicarosen / Französische Rosen), Rosa Damascena (Demaszenerrosen), Rosa Muscosa (Moosrosen) und Wildrosen.

  • Die andere Gruppe der alten Rosen sind jene mit einen Einfluss von China-Rosen, also China Rose, Rosa Borbonica, Portland Rosen, Noisette Rosen, Remontant Rosen sowie Teerosen.

  • Als alte bzw. historische Rosen werden zudem noch folgende Sorten angeboten: Rosa Lutea, Rosa Macrantha, Rosa Moschata, Rosa Impinellifolia, Polyantharosen, Rosa Rugosa, Rosa Rubiginosa, Strauch-, Kletter- und Rambler-Rosen.
Pflegehinweise für historische Rosen

Dank ihrer vielen Vorzüge sind die alten Rosensorten in der Regel sehr pflegeleicht. Weil sie keine Veredelungsstelle haben und sehr frostfest sind, überstehen sie auch den Winter sehr gut, ohne dass vom Gärtner viel dafür getan werden muss. Trotzdem sollten Rosen nicht mehr zu spät im Jahr gedüngt werden. Nach der Sommerdüngung sollten die Ziergehölze bei Bedarf gegossen, aber nicht mehr gedüngt werden. Auf diese Weise wird ein zu starkes Triebwachstum vor dem Winter verhindert.

Schnittmaßnahmen bei alten Rosensorgen

Vor dem Winter sollten die Rosen besser nicht geschnitten werden. Denn auch wenn die alten Sorten sehr frosthart sind, kann es passieren, dass Triebe oder deren Spitzen absterben. Diese können dann nach dem Winter bis auf das gesunde Holz zurück geschnitten werden. Meist verkraften die robusten Rosensorten auch einen sehr kräftigen Rückschnitt im Frühjahr.