Strauchrosen - robuste Sorten, Tipps zu Pflege und Schneiden

Rosa RosenblüteDem Zauber ihrer erlesenen Schönheit kann sich niemand entziehen. Wo Strauchrosen Hof halten, verwandeln sich selbst verkopfte Büromenschen in schöpferische Hobbygärtner. Mit ihrer einzigartigen Blütenfülle, gepaart mit einem opulenten Habitus, schaffen die bis zu 200 Zentimeter hohen Blütenaristokraten faszinierende Blickfänge im Garten. Die edle Gilde trumpft auf mit robusten Sorten, die selbst für Anfänger keine gärtnerischen Stolpersteine bergen. Erst recht nicht, wenn Sie die folgenden Tipps zu Pflege und Schneiden beherzigen.

Robuste Sorten

Auf der Suche

nach robusten Strauchrosen, gilt das ADR-Prädikat 'Anerkannte Deutsche Rose' als wichtiges Indiz. Um an diese Auszeichnung zu gelangen, müssen sich die Rosen über mindestens drei Jahre in speziellen Sichtungsgärten ohne jeglichen Einsatz von Pflanzenschutzmitteln als gesund erweisen.

'Diamant'

Die Kleinstrauchrose besticht mit reinweißen, halbgefüllten Blüten. Pilzkrankheiten, wie der gefürchtete Sternrußtau haben hier schlechte Karte. In kleinen Gärten dürfte die Naturschönheit besonders willkommen sein.
  • ADR-Prädikat
  • Wuchshöhe 60 cm
'Postillon'

Aus kupfergelben Knospen entfalten sich leuchtend gelbe, prall gefüllte Blüten. Diese Sorte ist dermaßen robust beschaffen, dass sie sich bei einem Befall mit Sternrußtau oder Mehltau von selbst wieder regeneriert. Für diese Meisterleistung hat sie das ADR-Prädikat verdient.
  • Wuchshöhe bis 140 cm
  • Tiefgrünes, glänzendes Laub
'Burghausen'

Mit ihren leicht gewellten Blütenblättern in hellrot, schafft diese Strauchrose ein romantisches Ambiente im Rosengarten. Mit kräftigen Trieben und einem ausladenden Habitus, beansprucht 'Burghausen' einen exponierten Standort als Solitär oder in der kleinen Gruppe.
  • Wuchshöhe bis 200 cm
  • ADR-Prädikat
'Schneewittchen'

Ein Superstar unter den Strauchrosen kommt mit einer weißen Blütenpracht daher, die ihresgleichen sucht. Ausgezeichnet als Weltrose des Jahres, hat sie sich seit Jahrzehnten einen Namen gemacht. Es sind nicht nur die großen, halbgefüllten Blüten, die so faszinieren; darüber hinaus verströmt sie im Garten einen betörenden Duft.
  • Wuchshöhe bis 120 cm
  • ADR-Prädikat
'Gräfin Diana'

Noch bevor Ihnen die purpur-violetten Blüten ins Auge fallen, erreicht Sie das edel-sinnliche Bouquet dieser neuen Züchtung. Öfter blühend und resistent gegen Krankheiten, wird diese Strauchrose noch viel von sich reden machen.
  • Wuchshöhe bis 150 cm
  • ADR-Prädikat
'Eden Rose 85'

Ein Hauch von Nostalgie umfängt diese bewährte Rosensorte. Die intensiv gefüllten zartrosa Blüten vertiefen zur Mitte hin ihren Farbton. Die Sorte punktet mit einer stabilen Hitze- und Regenverträglichkeit, sodass sie selbst an nicht so optimalen Standorten ihre Blütenpracht entfaltet.
  • Wuchshöhe 150 bis 200 cm
  • Gut geeignet für den Vasenschnitt
'Astrid Gräfin von Hardenberg'

Samtige, gefüllte Blüten in sattem Bordeauxrot zeichnen diese adelige Parkrose aus. Damit sie diesen Farbenrausch in Vollendung hervorbringt, ist ein vollsonniger Standort erforderlich. Hier verbreitet die rassige Rosendame ein Bouquet, das ihr in 2002 den Titel 'Duftrose des Jahres' eintrug.
  • Prämiert mit der Goldmedaille von Rom
  • Wuchshöhe bis 150 cm
Roter RosenstrauchPflege

Je besser der Standort zugeschnitten ist auf das sonnige Gemüt von Strauchrosen, desto prächtiger entwickeln sich Blütenfülle und Blattgesundheit. Ebenso relevant
erweisen sich die Wasser- und Nährstoffversorgung für ein vitales Wachstum im Sommer, eine ausgeprägte Resistenz gegenüber Krankheiten und eine stabile Frosthärte im Winter. Eine weitere tragende Säule in der erfolgreichen Kultivierung von Buschrosen stellt das richtige Schneiden zum perfekten Zeitpunkt dar. Die zentralen Pflegeaspekte im Einzelnen:

Standort


/>In sonnendurchfluteten Lagen fühlen Strauchrosen sich besonders wohl. Ihr Optimum entwickeln die Naturschönheiten freilich nur dort, wo ein sanfter Windhauch weht, damit Regentropfen und morgendlicher Tau rasch abtrocknen. Die folgenden Ansprüche stellen die Tiefwurzler an den Boden:
  • Tiefgründiges, nährstoffreiches und humoses Erdreich
  • Frisch feucht und ohne Gefahr von Staunässe
  • Ein pH-Wert von 6,5 bis 7,5
Die Aussichten auf eine majestätische Strauchrose reduzieren sich auf ein Minimum, wenn sich an der gewählten Pflanzstelle in den Vorjahren bereits ein Rosengewächs befand. Die Auswirkungen der Bodenmüdigkeit in der Rosenkultur sind in ihren Ursachen zwar nach wie vor ein Rätsel, was ihre Relevanz jedoch in keinster Weise mindert. Inwieweit sich ein rigoroser Bodenaustausch tatsächlich als vorteilhaft erweist, wird unter Botanikern kontrovers diskutiert.

Gießen und Düngen

Ausgewogenheit ist oberstes Gebot in der Wasserversorgung von Zier-Strauchrosen. Das Erdreich sollte gleichmäßig feucht sein, ohne überschwemmt zu werden. Es ist von Vorteil, die Oberfläche zwischen den Wassergaben antrocknen zu lassen. Eine kurze Damenprobe gibt Aufschluss, wann das nächste Mal zu gießen ist. Vermeiden Sie das Beregnen von Blüten und Blättern, sondern verabreichen Sie das Gießwasser unmittelbar an den Wurzelbereich.

Tipp: Eine Mulchschicht aus reifem Kompost oder Rosenerde unterdrückt Unkraut und hält den Boden länger warm. Rindenmulch entzieht Strauchrosen dagegen wertvolle Nährstoffe und reduziert die Bodendurchlüftung.

Im Pflanzjahr erhalten Parkrosen noch keine zusätzlichen Nährstoffe, sofern bei der Pflanzung der Boden angereichert wurde mit Kompost, Rinderdung und Hornspänen. Ab dem zweiten Jahr düngen Sie Strauchrosen so:
  • Im April als Starthilfe einen organisch-mineralischen Volldünger applizieren
  • Idealerweise einen speziellen Rosendünger verabreichen in einer Dosierung von 50-80 Gramm je Quadratmeter
  • Alternativ reinen organischen Dünger ausbringen mit 100 Gramm je Quadratmeter
  • Im Anschluss an die Blüte erfolgen weitere Gaben von Dünger
  • Die letzte Portion Dünger erhalten Strauchrosen im Juli in Form von Patentkali mit 40 Gramm je Quadratmeter
Die Kalium-betonte Abschlussdüngung zielt bereits im Spätsommer darauf ab, Rosen für den kommenden Winter zu wappnen. Spätere Gaben von Dünger wirken sich hingegen kontraproduktiv aus, da sie frische Triebe hervorlocken, die bis zum ersten Frost nicht ausreifen.

Tipp: Ab und zu eine dünne Schicht Kaffeesatz lockt emsige Regenwürmer an für eine reiche Humusbildung und natürliche Bodenbelüftung.

Schneiden

Rosenhecke schneidenZeitgleich mit der Forsythienblüte öffnet sich das Zeitfenster für den alljährlichen Rückschnitt. Im Gegensatz zu anderen Rosenarten, verlangen Strauchrosen nicht zwingend nach einem drastischen Eingriff in das Wachstum. Die folgenden Tipps zum Schneiden geben einen allgemeingültigen Überblick und sollten individuell auf jede Pflanze abgestimmt werden.
  • Totholz und verkümmerte Rosenzweige abschneiden
  • Sich kreuzende und nach innen gerichtete Triebe entfernen
  • Einen Strauch maximal um ein Drittel einkürzen
  • Die Rosenschere stets 1-3 mm oberhalb einer nach außen gerichteten Knospe ansetzen
  • Eine leichte Schräghaltung lässt austretenden Pflanzensaft besser ablaufen
Verwenden Sie grundsätzlich frisch geschärftes und akribisch desinfiziertes Werkzeug. Ein gequetschter Trieb öffnet Viren und Pilzen Tür und Tor für einen Befall. Erfahrene Rosengärtner treten zwischenzeitlich einige Schritte zurück, um das bisherige Ergebnis zu begutachten. Löcher in der Silhouette schließen sich an den langsam wachsenden Buschrosen nur langsam.

Wildtriebe entfernen

Wie alle Rosen des Gartens, sind Parkrosen veredelt auf einer Wildunterlage. Diese Maßnahme schafft eine urwüchsige Vitalität und robuste Widerstandsfähigkeit. Als Folge daraus sind 'wilde' Triebe permanent darum bemüht, aus der Unterlage auszutreiben, um im Strauch das Regiment zu übernehmen. Bei einem ungehemmten Wachstum blieben für die Edelsorte kaum noch Saft und Kraft übrig. Somit werden Wildtriebe im frühesten Stadium ihres Erscheinens mit einem kräftigen Ruck abgerissen, damit auch nicht der kleinste Rest am Stamm verbleibt. Wildtriebe sind optisch leicht zu identifizieren an ihrem helleren Laub und der andersartigen Bestachelung.

Fazit

Strauchrosen entfalten im Garten wahre Blütenberge in bezaubernden Farben, gepaart mit einer buschigen Silhouette. Es ist gleichwohl nicht ihr majestätisches Erscheinen allein, das sie zu den Favoriten im Rosengarten qualifiziert. Dank einer erfreulichen Anspruchslosigkeit haben Parkrosen die Herzen der Hobbygärtner im Sturm erobert. Sie trumpfen auf mit zahlreichen robusten Sorten, deren zentrale Pflege sich um ausgewogenes Gießen und Düngen dreht, ergänzt um einen maßvollen Rückschnitt im zeitigen Frühjahr.