Pflege von Zwergrosen

Pflege von Zwergrosen ZwergrosenIn Trocken und Hitzeperioden empfiehlt sich generell ein gründliches Gießen, vor allem bei frisch gepflanzten Zwergrosen. Es wird abends gegossen, damit die Blätter nicht mit Wasser benetzt werden und verbrennen .Vor der Pflanzung werden beschädigte Wurzeln entfernt, zu lange Wurzeln auf 20 Zentimeter gekürzt.

Die Rose wird so eingesetzt, dass die Veredlungsstelle 5 Zentimeter unter der Oberfläche zu liegen kommt. Um die Blütenneubildung zu fördern, sollte abgeblühtes regelmäßig entfernt werden. Dazu schneidet man die verwelkte Blüte mit den darunter liegenden Laubblättern

schräg ab. Auftretende Wildtriebe werden direkt an der Wurzel abgerissen. Näheres zum Rosenschnitt / Rosen schneiden.

Ab November werden die Zwergrosen auf den Winter vorbereitet. Um den Wurzelbereich wird 20 bis 30 Zentimeter Erde oder Kompost angehäufelt und eine schützende Mulchschicht  ausgebracht. Für besonders empfindliche Sorten empfiehlt sich eine Abdeckung aus Zweigen und Fichtenreisig. Im Herbst sollten die Rosen gut gedüngt werden. Während der Vegetationsperiode wird gezielt mit Mineraldünger versorgt. Nach der Hauptblüte im Juli wird die Düngung der Zwergrosen eingestellt, da das Holz zum Winter nicht genügend ausreifen kann und die Pflanze anfällig gegen Frost und Krankheiten wird. Neu gepflanzte Rosen sollten im ersten Jahr gar nicht gedüngt werden, damit
sie viele Wurzeln ausbilden. Für den Vasenschnitt sollte man nicht mehr als 3 Blütenstiele pro Pflanze schräg mit dem Messer abschneiden. So bleiben die Pflanzenbüsche optisch attraktiv und wuchskräftig. Zwergrosen werden im Vor- bis Vollfrühling zu Beginn des Neuaustriebes geschnitten.  Der Schnitt sollte 1 Zentimeter oberhalb der Knospe erfolgen. Nur scharfe Rosenscheren verwenden, damit die Triebe nicht abgequetscht werden. Schwache Triebe auf 2 bis 3 Augen, kräftige Triebe auf etwa 5 Augen kürzen.

Höhe & Wuchs

Zwergrosen sind kleine Ausgaben ganz normaler Rosen. An ihnen ist einfach alles ein bischen kleiner. Sie werden kaum höher als 40 cm und eignen sich hervorragend für kleine Gärten, bzw. kleine Beete. Sie können auch für die Bepflanzung von Trögen, Kübeln und Kästen genutzt werden. Besonders schöne Sorten sind die Zwergrosen ’Charmant’, ’Coco’, ’Flirt 2011’ und ’Little Sunset’. Alte Zwergrosensorten sind oft sehr empfindlich gegenüber Pilzerkrankungen. Bei neuen Züchtungen wird viel Wert auf Blattgesundheit gelegt.

Pflegefehler vermeiden!
  • Falscher Standort fördert Pilzkrankheiten – viel Sonne und ein luftdiger Platz, lehmiger und humusreicher Boden mit einem größeren Sandanteil
  • Richtig gießen und Düngen! – frisch gepflanzte Rosen brauchen reichlich Wasser. Auch im ersten Standjahr muss regelmäßig gegossen werden! Auch Zwergrosen haben tiefe Wurzeln, damit können sie sich gut mit Wasser versorgen. Ein- bis zweimal gießen pro Woche reicht in der Regel aus. Nicht auf die Blätter gießen! Reichlich düngen, denn Rosen sind Starkzehrer. Allerdings Ende Juli mit dem Düngen aufhören, sonst verholzen die Triebe nicht und können im Winter erfrieren. Im Herbst mit Patentkali düngen, das stärkt die Pflanzen und sie kommen gut durch den Winter!
  • Fehlender Schnitt oder falscher Schnitt – Frühjahrsschnitt ist besser als Herbstschnitt. Zwergrosen ruhig kräftig zurückschneiden, dann bilden sich viele Triebe und viele Blüten. Nach der ersten Blüte auch etwas zurückschneiden: Ein guter Schnitt verhindert Krankheiten. Zu dichtes Laub entfernen!
  • Winterschutz – auch Zwergrosen sind etwas frostanfällig. Ideal ist das Anhäufeln um die Rosen herum.

    Der Stamm muss gut geschützt sein. Dann kann auf ein Abdecken mit Reisig verzichtet werden.
Fazit

Zwergrosen schneidenZwergrosen sind ganz bezaubernde Röschen. Sie überzeugen durch ihren Blütenreichtum, schöne Farben und Blütenformen und ihren grazielen Wuchs. Von der Pflege her unterscheiden sie sich nicht von anderen Rosen. Wenn sie einen sonnigen und luftigen Standort haben und in einem passenden Substrat stehen, hat man nicht viel Arbeit mit ihnen. Wichtig ist, Verblühtes regelmäßig zu entfernen und gut zu schneiden. Zu Viel Wasser wird nicht benötigt. Dünger hilft, damit es viele Blüten gibt und diese auch die Kraft haben, aufzublühen. Ansonsten muss man nicht viel tun. Eine spezielle Herbstdüngung mit Kali und im Winter anhäufeln, das war es schon. Zwergrosen sind dankbare Dauerblüher. Sie blühen von Juni bis in den Herbst hinein.