Ramblerrosen - Pflegen und Schneiden

Ramblerrosen - Pflegen und Schneiden

Wenn man im heimischen Garten keinen Platz mehr für breit wachsende Rosen hat, bleibt in der Regel nur noch der Weg nach oben. Es werden also Rosen nachgefragt, die in die Baumkronen anderer Gartengewächse wachsen.

RosenbogenDie Ramblerrosen haben weiche lange Triebe und daher die Möglichkeit, in die Kronen anderer Bäume zu wachsen. Allerdings eignen sie sich auch bestens, um an Balken oder Fassaden entlang zu klettern. Auf diese Weise können sie selbst Häuser in wahre Dornröschenschlösser zu verwandeln. Die Rambler-Rosen

haben ihren Namen von dem Begriff to ramble, was Umherschweifen bedeutet. Eben dies tun die Triebe dieser Rosen. Dabei können sie eine Länge von vier bis sechs Meter pro Trieb erreichen. Noch dazu sind diese Rosen sehr eigensinnig und entscheiden selbst wohin sie wachsen wollen.

Ramblerrosen - Pflege
  • Passender Standort – luftig und sonnig
  • Gutes Pflanzsubstrat – lehmiger und humusreicher Boden mit einem ordentlichen Sandanteil
  • Gießen und Düngen – gießen wichtig im ersten Jahr nach Pflanzung. Wenn angewachsen reicht ein- bis zweimal gießen pro Woche, bei Trockenheit. Ansonsten holen sich die Rosen ihr Wasser aus der Tiefe (Tiefwurzler). Düngen ist wichtig, am Anfang der Saison, noch einmal Ende Mai Anfang Juni und die Herbstdüngung mit Patentkali, damit die Rose gut über den Winter kommt. Ab Ende Juli keinen stickstoffhaltigen Dünger mehr nutzen!
  • Schnitt – nicht nötig, sogar unerwünscht. Nur kranke Triebe entfernen. Wenn die Belaubung zu dicht wird, kann man etwas ausschneiden, damit das Laub gut trocknen kann.
  • Überwinterung – es schadet der Ramblerrose nicht, wenn sie angehäufelt wird. So ist die Veredlungsstelle geschützt. Sollten den Triebe den Winter nicht überstehen, treibt dann die Rosen wenigestens wieder von unten aus. Ramblertriebe sind recht zart. Tiefer,
    langanhaltender Frost und dazu Sonne können Schäden anrichten. Wer kann, sollte seine Ramblerrose etwas einpacken. Ein Bettlaken reicht dazu völlig aus. In Bäume gewachsene Rambler lässt man einfach in Ruhe. Sie sind oft kräftig genug, einen kalten Winter zu überstehen.
Da der Reiz der Ramblerrosen eben in den langen Trieben liegt, sollten diese nicht zurückgeschnitten werden. Da diese Rosen kaum Pflege benötigen, können sie in naturnahen Gärten ruhig sich selbst überlassen werden. Man muss jedoch darauf achten, dass sich die Ramblerrosen nicht zu einem stacheligen undurchdringlichen Dickicht entwickeln. Die kann nicht im Interesse des Gärtners liegen. Um die Gewalt über die Rosen nicht zu verlieren, sollte man alte und zu eng stehende Triebe unbedingt entfernen. Die Vorgänger der Ramblerrosen wuchsen an Waldrändern. Daher haben sie wohl ihre Ansprüche an den Standort geerbt. Obwohl sie gern im Schatten wurzeln, sehnen sich die Triebe nach der Sonne und ranken ihr daher entgegen. Außerdem mögen sie den Wind in Blättern. Dieser verhindert zudem die Entstehung von Mehltau und anderen Krankheiten.

Die Ramblerrosen blühen nur einmal, dafür jedoch in großer Menge und Üppigkeit. Über einen Zeitraum von vier bis etwa sechs Wochen zieren die Blüten all das, was von diesen Rosen erklommen wird. Um länger etwas von den Blüten dieser Rosen zu haben, ist es möglich, unterschiedliche Ramblerrosen zu pflanzen. Auf diese Weise kann man Rosen wählen, die nicht gleichzeitig, sondern viel mehr auf verschiedene Termine blühen. Allerdings ist es wichtig, auf den zur

Verfügung stehenden Platz zu achten. Damit ist gewährleistet, dass sich die Rosen optimal entwickeln können. Da diese Rosen kleine rote Hagebutten ausbilden, stellen sie auch im Herbst einen ganz besonderen Blickfang dar. Schneidet man die Früchte der Kletterrosen ab, kann man sie hervorragend für die Dekoration der Zimmer verwenden.

Wer sich eine Ramblerrose anschaffen möchte, sollte sich bestens beraten lassen, da es Sorten gibt, die fünf Meter in die Breite und etwa zehn Meter in die Höhe wachsen. Gerade über diese Rosen kann man schnell die Kontrolle verlieren. Wenn man also nur eine Möglichkeit zum Ranken hat, sollte man sich für eine Sorte entscheiden, die weniger wuchsfreudig ist. Auch wenn man sie anschaffen möchte, damit sie in Bäume wachsen, sollte man darauf achten, die richtige Rose zu pflanzen, um ein Ersticken oder Zuwuchern der Bäume zu verhindern. Werden die Rosen zu groß, kann es schnell geschehen, dass Bäume keine Luft mehr bekommen. Es ist also sinnvoll, wenn sich die Bäume und Rosen in Wuchs und Entwicklung ähnlich sind. In Bezug darauf kann man wohl sagen, dass sich gleich und gleich sehr gern gesellen.