Rückschnitt von Rosen - Tipps & richtiger Zeitpunkt

Rückschnitt von Rosen - Tipps & richtiger Zeitpunkt Der Rückschnitt hilft Rosen, kräftiger und dichter zu wachsenKaum ein Garten kommt ohne die Königin der Blumen aus – die Rose. Dabei ist Rose nicht Rose. Die vielen verschiedenen Arten werden seit vielen Jahren von Gartenliebhabern gezüchtete und kultiviert. Damit Sie lange Freude an Ihren Rosen haben, gibt es einiges in puncto Pflege und Schnitt der Rosen zu beachten.

Wenn Sie die Tipps beachten und den Rückschnitt zum richtigen Zeitpunkt

durchführen, können Sie sich viele Jahre an ihrer Pracht erfreuen!

Der Rückschnitt von Rosen – das Grundwissen

Warum macht man einen Rückschnitt? - Diese Frage lässt sich ganz leicht beantworten. Wird die Rose richtig zurückgeschnitten, können die Triebe verzweigter und vor allem dichter wachsen. Der Rückschnitt gibt der Rose neue Kraft und Widerstandsfähigkeit, welche schließlich zu wunderschönen Blüten führen. Wichtig ist jedoch, dass Sie die einzelnen Rosenarten unterscheiden, da nahezu jede Sorte einen anderen Rückschnitt benötigt. Der Rosenprofi unterscheidet zwischen:
  • Wildrosen,
  • strauchartigen Rosen
  • und Kulturpflanzen.
Letztere benötigt einen jährlichen Rückschnitt, damit sie ihre volle Blüte entfalten kann. Bei Wildrosen genügt ein Schnitt hingegen aller paar Jahre.

Tipps für den Rückschnitt und den damit verbundenen Zeitpunkt

Wenn es sich um Kletterrosen handelt, sollten Sie diese im Frühjahr zurückschneiden. Warten Sie jedoch damit, bis es keine Nachtfröste mehr gibt. Der ideale Zeitpunkt wäre etwa Mitte April. Und so führen Sie den Rückschnitt durch:
  1. Entfernen Sie alle vertrockneten und kranken Triebe. Triebe, die im Mark weiß sind, sind gesund und müssen erhalten bleiben.
  2. Schneiden Sie die Rose soweit zurück, das keine kranken Triebe übrig bleiben, da sich die Krankheit sonst weiter ausbreitet und die Pflanze Schaden nimmt.
  3. Verwenden Sie für den Rückschnitt eine scharfe Rosenschere, damit die Rinde der Rosenstängel nicht ausfranst und erneute Krankheitskeime darin Platz finden.
  4. Um die Pflanze später für den Winter vorzubereiten, ist es ratsam, die alten und vertrockneten Blüten und Blätter zu entfernen. So geben Sie Pilzen und Krankheitserregern keinen Nährboden.

Was ist die richtige Schnitthöhe & -stelle? - Lesen Sie unsere TippsSo führen Sie den Rückschnitt durch


Der
normale Rosenschnitt sollte idealerweise 5 mm über dem Auge erfolgen. Schneiden Sie etwas schräg, damit sich kein Regenwasser an der Schnittfläche sammeln kann, da diese sonst zu faulen beginnt. Achten Sie darauf, nur die kranken und vertrockneten Zweige zu schneiden, da sich ansonsten zwar viele aber sehr kurze Triebe bilden.

Handelt es sich jedoch um die Gattung der Zwergrosen, so sollten Sie diese stärker zurückschneiden. Hier genügen keine 5 mm. Ideal sind hingegen 10 bis 15 cm. Bei Edel- und Beetrosen können Sie sogar einen Rückschnitt von 20 bis 40 cm über dem Boden durchführen.

Der Rückschnitt nach Rosenart - eine Übersicht

Wie gesagt, fast jede Sorte möchte anders zurückgeschnitten werden, es folgt ein Überblick über die Besonderheiten des Schnitts der wichtigsten Rosensorten:
  • Die ganz normale (Edel-)Rose ist darauf angewiesen, jedes Jahr im Frühling beschnitten zu werden, weil sie an den Trieben blüht, die in der kommenden Saison neu ausgebildet werden.
  • Bei

    veredelten Rosen werden durchgehend die Wildtriebe entfernt, hier wächst ja die unterlegte Rose und nicht die Rosenart, von der Sie die Blüten sehen möchten.
  • Soll diese Edelrose lange und gerade Blütenstiele mit prächtigen Köpfen entwickeln, können Sie alle schwachen Triebe bis auf drei Augen zurückschneiden und nur den stärksten Trieben eine Chance geben.

  • Eine Beetrose soll dagegen viele Zweige nebeneinander mit vielen Blüten ausbilden, das schafft sie nur, wenn einzelne Triebe nicht zu lang aufschießen. Hier lassen Sie möglichst viele gut entwickelte Triebe stehen und entfernen alle Konkurrenten.
  • Neue Edelrosen-Züchtungen, die mehrfach blühen, werden jeweils nach der Blüte genau dort gekürzt, der Formgebung kann ein Frühjahrsschnitt dienen.
  • Strauchrosen, die nur einmal im Jahr blühen, sollten besser nicht jedes Jahr eine Gartenschere sehen. Sie entwickeln ihre Blüten an den älteren Zweigen, die werden also geplant herangezogen.

Umso wichtiger ist eine genaue Vorstellung der Zielform beim gelegentlich vorzunehmenden Formschnitt, damit der Rosenbusch eine Ihnen genehme Wuchsform entwickelt. Dieser Formschnitt kann notfalls sogar zum Verjüngungsschnitt werden, bei dem Sie alte Triebe ganz herausnehmen, um die Form zu korrigieren!

  • Bei solchen Strauchrosen müssten Sie dennoch aufpassen, dass der Strauch im inneren nicht zu dicht zuwächst, was die Gefahr eines Pilzbefalls erhöht, im Frühjahr sollte als vorsichtig ausgedünnt werden.
  • Mehrfach blühende oder dauerblühende Strauchrosen werden im Frühjahr beschnitten, und das ziemlich kräftig, bis zu einem Drittel der gesamten Pflanzenmasse darf weichen.
  • Bei jeder Schnittmaßnahme werden zuerst die kränklichen und fehlgebildeten Triebe entfernt, dann alle Triebe, die schon sehr alt sind und dann die jüngeren Triebe, die ungünstig wachsen.

Der beste Zeitpunkt zum Schneiden von Rosen ist das FrühjahrBei kontinuierlich blühenden Rosen fördern sie die Entwicklung der in der gleichen Saison nachfolgenden Blüten, wenn Sie verwelkte Blüten entfernen. Wenn sich Ihre Rose bei Ihnen sehr wohlfühlt und entsprechend stark wächst, können Sie bei jeder Sorte kurz vor der Winterruhe noch etwas für Ordnung sorgen.

 

Das richtige Wetter für den Rückschnitt

Die weitaus meisten Schnittmaßnahmen sollen in der Frühlingszeit durchgeführt werden, und das hat durchaus seinen Sinn. Erst einmal kommt die Rose besser über den Winter, wenn sie alle Zweige behält (und es sind die äußeren Enden, die im Zweifel abfrieren und dann im Frühjahr weggeschnitten werden). Dann beginnt die Rose zu dieser Zeit gerade zu treiben, in einem "ganz auf Wachsen" ausgerichteten Zustand kann sie die zahlreichen Schnittwunden am besten versorgen.

Wenn Sie sich erst ganz frisch mit Rosen und deren Kultivierung im Garten beschäftigen, kann es sich übrigens durchaus lohnen, einen Rosenschnittkurs zu besuchen (wird von vielen Siedlungsgemeinschaften und Gemeinden angeboten. Denn Sie können so viel lesen, wie Sie in die Hände bekommen - wenn Sie nicht überlegend vor jedem Zweiglein stehen möchten, sollten Sie einfach einmal miterlebt haben, wie ein erfahrener Rosengärtner eine Rose im Handumdrehen stutzt.