Strauchrosen und Edelrosen

Strauchrosen oder Edelrosen Einige Edelrosen werden auch als Strauchrosen gezogenWann ist eine Strauchrose eine Edelrose? - Edelrosen sind gezüchtete Rosen, die sich durch besonders edel geformte Blüten auszeichnen. Die klassische Edelrose bringt an jedem Stiel in der Regel nur eine Blüte hervor, die dafür aber umso größer und wohlgeformter ausfällt.

Diese Edelrosen sind die ältesten „modernen“ Rosen, wobei Sie sich von dem Begriff "modern" nicht täuschen lassen sollen: So werden alle Rosen bezeichnet, die nach 1867 gezüchtet wurden. Damals ist die Edelrose

nämlich entstanden, durch eine Kreuzung, die den danach gezüchteten Rosen grundlegend neue Eigenschaften wie die Fähigkeit zu dauernder Blüte verlieh (mehr dazu finden Sie im Artikel zu den Teerosen). Die meisten Edelrosen werden heute durch Veredelung vermehrt, teilweise ist die kronenbildende Sorte kaum mehr in der Lage, Wurzeln zu bilden.

Einige dieser Edelrosen werden auch als Strauchrosen bzw. Kleinstrauchrosen gezogen, z. B. Rosen des Unternehmens Meilland International mit Hauptsitz in 83340 Le Luc-en-Provence, mitten in der Provence in Frankreich. Meilland kreiert bereits seit über 100 Jahren neue Rosensorten, der Erfolg kam so richtig ins Rollen mit der Zucht der legendären gelb-rosa blühenden "Gloria Dei", der wahrscheinlich am häufigsten in Gärten gepflanzten Rose überhaupt. Die (nur in englisch, französisch und spanisch verfügbare) Website der Firma Meilland finden Sie unter www.meilland.com, zahlreiche Strauchrosen von Meilland können Sie auch unter www.rosenversand24.de bestellen.

Edel-Strauchrosen und wurzelechte Strauchrosen

Wenn eine Strauchrose zu den Edelrosen gehört, ist das nicht nur positiv - Edelrosen duften kaum oder wenig, sind mitunter nicht vollends winterhart, und sie sind meist auch anfälliger gegen Schädlinge und Rosenkrankheiten. Nachteile hat auch die Vermehrung durch Veredelung, bei denen die eigentliche Sorte auf eine Wildrose als "Unterlage" aufgepfropft wird, die die Wurzeln bildet. Diese Unterlage lebt ja und will sich ebenfalls vermehren, sie treibt ständig wilde Zweige, die Sie ebenso ständig entfernen müssen, wenn Ihre Edelrose nicht wieder zur Wildrose werden soll.

Wurzelechte Rosen dagegen werden nicht auf die Wurzeln einer anderen Sorte veredelt, sondern haben eigene Wurzeln. Das hat einige Vorteile: Wo auch immer diese Rose austreibt, handelt es sich um einen Trieb eben dieser Sorte, auch bei den Wurzeltrieben, die Sie bei solchen Sorten also zur Vermehrung nutzen können (während bei den Edelrosen aus diesen Trieben die Wildrose wachsen würde, auf die veredelt wurde). Solche Strauchrosen halten
auch den kältesten Winter aus und können sich gut gegen Schädlinge und Krankheiten wehren, und sie entwickeln auch noch den ursprünglichen Rosenduft.

Sie finden unter ihnen wirklich zauberhafte historische Rosen, wie z. B. die Sorte Arvensis Splendens, die bereits seit dem frühen 19. Jahrhundert kultiviert wird, stark wächst, weiß-rosa und vielblättrig blüht und ansonsten sehr robust ist. Heute werden jedoch auch immer mehr moderne Rosensorten wurzelecht gezogen, Sie werden unter diesen Strauchrosen also Rosen von fast jeder gewünschter Wirkung und für fast jeden gewünschten Zweck finden.

Wildrosten als StrauchrosenWurzelechte Rosen, die mit Topfballen geliefert werden, also ganzjährig gepflanzt werden können (nur bei Frost im Boden natürlich nicht), können z. B. in der Gärtnerei

von Christoph Kruchem aus 37136 Waake unter hortensis.de bestellt werden.

Merkmale von Edel-Strauchrosen
  • Höhe 0,9 m - 2,5 m
  • Blüte von Spätfrühling bis Spätherbst
  • nährstoffreicher, gut durchlässiger Boden
  • volle Sonne
Man pflanzt Rosen ohne Wurzelballen von Spätherbst bis Frühlingsmitte; Containerrosen -  während des ganzen Jahres. Die moderne Züchtung hat die Vielfalt an Rosensorten enorm gesteigert. Dabei wurden die guten Eigenschaften der alten Sorten verbessert sowie unerwünschte Merkmale, wie zum Beispiel staksiger Wuchs und kurze Blütedauer, verdrängt.
  • Moschushybriden sind nur noch weitläufig verwandt mit der ursprünglichen Moschusrose (R. moschata). Sie sind hochwüchsig und stark duftend und bilden einfache oder gefüllte Blüten in reichen Blütenständen.
  • Rugosa-Hybriden wurden hauptsächlich aus der Apfelrose (Rosa rugosa) gezüchtet. Sie bilden dichte, stachlige Büsche in 1,5 - 2,4 m Höhe und krause Blätter erscheinen den ganzen Sommer und Herbst hindurch. Rosa-Hybriden werden darüber hinaus wegen ihrer großen runden Hagebutten geschätzt. Die aus den ersten Frühjahrsblüten hervorgehenden Früchte erscheinen gleichzeitig mit den späteren Blüten. Alle Sorten sind sehr winterhart.
Beliebte Sorten
  • `Ballerina` ist eine moderne Strauchrose, trägt eine Fülle zartrosa Blüten im Frühsommer und im Frühherbst. Sie stehen in Büscheln, sind einfach und haben einen moschusartigen Duft. Diese Rose eignet sich für Rosenbeete, gemischte Rabatten oder als Hecke. Sie wächst buschig und erreicht eine Wuchshöhe von 1,3 m.
  • `Blanc Double de Coubert` ist eine Rugosa- Strauchrose mit großen halbgefüllten Blüten, die einen intensiven, süßlichen Duft verströmen. Die Sorte ist resistent gegen Krankheiten, ihre Blüten können jedoch durch Regen geschädigt werden. Sie ist mehrfach blühend, wächst buschig und wird höchstens 1,8 m hoch. Gute Hagebutten bringt sie nur selten hervor.
  • `Frau Dagmar Hastrup` zeigt einfache, muschelrosa Blüten mit starkem Duft. Sie ist mehrfachblühend und sehr resistent gegen Krankheiten. Wie jede Sorte von Rosa rugosa zeigt auch sie im Herbst große, rote Hagebutten. Sie wächst buschig und erreicht eine maximale Höhe von 1,4 m.
Weitere Tipps zu Edel-Strauchrosen
  • Pflege: Strauch- und Edelrosen, welche einmal im Jahr blühen, brauchen keinen Schnitt. Hier reicht es, wenn überlange Triebe entfernt werden. Sorten die mehrmals im Jahr blühen werden im Frühjahr leicht ausgelichtet. Wenn die Blühfreudigkeit nachlässt, können alle Triebe bis auf etwa 1/3 der ursprünglichen Länge gekürzt werden.
  • Vermehrung: Erfolgt durch Stecklinge.
  • Schädlinge und Krankheiten: Sternrußtau führt zum Verlust der Blätter, Mehltau kann Blüten und Knospen befallen. Zudem sind manche Rosen anfällig für Rosenrost und Blattläuse.