Wildrosen (Pflege, Schnitt etc.)

Wildrosen (Pflege, Schnitt etc.) Wildrosen sind im Vergleich unscheinbarer als Rosen - erfreuen aber mit eigenwilliger SchönheitDie botanische Welt hat so unendlich viel Schönes zu bieten - nur leider weiß der Mensch dieses vielfältige Angebot nicht immer zu schätzen. Bei Spaziergängen und Waldläufen geht man häufig an ihnen vorüber, ohne sich die Beschaffenheit der Blüten bzw. die jeweiligen Pflanzen in ihrer ganzen Pracht einmal genauer anzusehen.

Besonderheiten von Wildrosen

Wie schön, dass man sich - trotz des hektischen Alltagstrubels oder

Stress in der Freizeit in seinen Garten zurückziehen kann und all die Blumen in aller Ruhe betrachten kann. Besonders beliebt bei Hobbygärtnern sind derzeit beispielsweise Wildrosen. Es existieren etwa 300 Sorten dieser - teils unscheinbar wirkenden, teils jedoch auch in imposanter Blüte stehenden - Pflanzenarten und eine schier unglaubliche Blütenvielfalt bietet sich dem Botanikliebhaber. Gerade in der Frühlingszeit beglücken sie den Menschen mit einer überaus pünktlichen Blütephase, im Sommer lassen sie uns teilhaben an der satten grünen Pracht ihrer Blätter und ab dem so genannten goldenen Oktober etwa erfreuen sie uns durch attraktive Früchtestände. Der bei einigen Pflanzensorten ausgeprägte Fruchtstand kann z. B. auch dadurch erzielt werden, dass abgestorbene oder auch trockene Blüten nicht abgeschnitten werden.
  • Wildrosen sind trotz ihrer Vielfalt und ihrer blütenreichen Aktivität im Allgemeinen recht anpassungsfähig und pflegeleicht. Ihnen ist es offenbar gleichgültig, ob der sie umgebende Boden fest oder locker, feucht oder leicht trocken ist - nur nass sollte er nicht sein.
  • Wirklich wichtig ist den herrlichen Pflanzen lediglich ein sonniger Platz im Garten, es darf jedoch auch ein abschüssiger Hang etc. sein.
  • Wildrosen fühlen sich darüber hinaus entweder als allein stehendes Gartengewächs sehr wohl oder aber auch als Bestandteil einer Hecke - quasi als Teil eines Ganzen.
Aufgrund ihrer enormen Blatt- und Blütendichte dienen sie nicht nur als optimale Versteckmöglichkeiten für Bienen und Vögel, sondern verbreiten - je nach individueller Pflanzensorte - einen ungeheuer schönen Blütenduft. Trotz all dieser hervorstechenden Eigenschaften sind sie genügsam - und bereiten uns das ganze Jahr über Freude.

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Wildrosen zeichnen sich durch ihre hohe Blatt- und Blütendichte ausEine Wildrose tut Ihrem Garten gut

Wildrosen werten jeden Garten auf, weil sie große ökologische Bedeutung haben: Bienen und über 100 andere Arten Insekten sammeln im Frühling und Sommer die Pollen der Wildrosen, im Winter ernähren sich Vögel und verschiedene Säugetiere von den Hagebutten. Die meist recht dicht gewachsenen Sträucher sind dazu noch üblicherweise mit kräftigen Stacheln ausgestattet, in solchen Gebüschen finden Vögel Schutz vor Feinden.

Unsere Wildrosen sind vertraute Gewächse für die heimische Tierwelt - eine ganze Reihe der zahlreichen bekannten Arten sind im europäischen Raum beheimatet. Über die ganze Welt verteilt gibt es viele Wildrosen, und von denen sind im Laufe der Zeit mehrere Arten auch bei uns eingeführt worden. So ergeben regionale Untersuchungen nicht selten, dass an einem Standort gleich mehrere ursprüngliche Arten wild wachsend zu finden sind:
  • Die Feldrose,
  • die Hundsrose,
  • die

    keilblättrige Rose,
  • die kleinblütige Rose,
  • die Weinrose
... und die falsche Hundsrose zählen z. B. zu den schon immer einheimischen Arten. Daneben werden aber häufig auch sehr viele eingewanderte Arten gefunden, mit so schönen Namen wie Zimtrose und Bibernellrose und Glanzrose, oft vor so langer Zeit zu uns gekommen, dass sie meist schon als einheimische Wildrosen gelistet werden.

Ein bekanntes Beispiel für eine durchsetzungsfähige Neueinwanderung ist die "Rosa rugosa", die Kartoffelrose, die um 1845 aus Ostasien nach Europa gebracht wurde. Sie hat sich in der modernen Rosenzucht verdient gemacht, indem sie einige Kultursorten durch Einzucht winterhart und krankheitsresistent machte, begrünt mit unglaublicher Widerstandskraft Autobahnmittelstreifen und  windgepeitschte Küstenstreifen, droht jedoch mit genau dieser Robustheit und der schnellen Ausbreitung durch Rhizome auch mancherorts die Gebietsherrschaft zu übernehmen.

Bei der Auswahl der Wildrosen für den eigenen Garten ist also durchaus etwas Vorsicht angesagt. Menschen mit Interesse an der Pflanzenwelt Ihrer Heimat könnten hier ein neues Hobby entdecken, das allerdings Information und Geduld erfordert. Denn die Wildrosenbestimmung ist nicht unbedingt einfach, und manche Arten muss man eine ganze Saison lang beobachten, um sie sicher einordnen zu können. Unter den heimischen Wildrosen können zunächst drei Gruppen unterschieden werden:
  • die Hundsrosen,
  • die Filzrosen
  • und die Weinrosen
... mit einer ganzen Menge Unterarten, und dann gibt es noch die vielen eingewanderten Wildrosen. Wenn Sie zum Experten geworden sind, könnten Sie sich dann einen Wurzelableger einer Ihnen genehme Wildrose für den Garten einfach irgendwo in der freien Natur ausbuddeln.

Naturgärtner entscheiden sich für seltene WildrosensortenWildrosen kaufen

Wenn Sie gerne zielstrebiger vorgehen, können Sie sich ein Exemplar Ihrer liebsten Wildrose natürlich auch einfach kaufen. Wenn Sie sich dazu an einen Spezialisten wenden, werden Sie viele Informationen erhalten und können sich genau die Wildrose auswählen, die von Ihren Eigenschaften her optimal in Ihren Garten passt. Außerdem könnten Sie etwas zur Erhaltung gefährdeter Arten tun, wenn Sie sich nicht im nächsten Gartencenter nach Ihren Wildrosen umsehen (dort finden Sie höchstens die am weitesten verbreiteten Wildrosen).

Mit der Verbreitung einheimischer Gewächse beschäftigt sich seit rund 30 Jahren die Gärtnerei Naturwuchs von Thomas Reichelt aus 33739 Bielefeld. Er hat auch seltene, fast verschollene Arten von heimischen Wildrosen anzubieten, diese können im  Shop bestellt werden, zu dem Sie unter www.garden-shopping.de finden.

Wildrosen können noch mehr!

Über die ökologischen Vorzüge hinaus haben die Wildrosen noch einige Vorteile mehr zu bieten: Wenn die reichliche Blüte ihren Duft verbreitet hat, entwickeln die Wildrosen Hagebutten, und diese können zu Hagebuttentee und zu köstlicher Marmelade verarbeitet werden.