Rosen beschneiden, verschneiden

Rosen beschneiden, verschneiden

So viele Rosensorten es gibt, so viele komplizierte Anleitungen zum Beschneiden dazu gibt es. Im Grunde genommen ist es ganz einfach. Man muss, egal, bei welcher Sorte, regelmäßig schneiden.

Ein Rosenschnitt soll das Verkahlen der Triebe verhindern, denn er führt zu Neuaustrieb.

Früher schnitt man die Rosen hauptsächlich im Herbst zurück. Das macht man heute nur noch, wenn die Pflanzen erkrankt sind. Krankes oder Befallenes muss weg. Ansonsten schneidet man im Frühjahr, dass schwächt die Pflanzen weniger und man sieht sofort, welche Triebe erfroren sind.

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Rosen blühen in der Regel am neuen (diesjährigen) Holz. Neue Triebe bilden sich vor allem nach einem kräftigen Rückschnitt. Deshalb schneidet man in Frühjahr auf 3 bis 5 gut verteilte junge Triebe zurück. Das gilt für einzeln stehende Rosen. Dabei ist die Schnittführung wichtig. Die
Schere wird 5 mm oberhalb eines Auges, also der Knospe, angesetzt. Man schneidet leicht schräg, damit Regenwasser leicht ablaufen kann. Die verbleibende Knospe muss nach außen weisen. Alles was nach innen wächst, führt zu einer Verdichtung der Krone, schlechterem Abtrocknen des Laubes und damit zu einer erhöhten Anfälligkeit für Pilzerkrankungen.

Bei einer flächendeckenden Pflanzung macht dieser Schnitt wenig Sinn.  Hier werden die Rosen bei Austriebsbeginn einfach etwa handhoch auf etwa 10 bis 15 cm herunter geschnitten. Nach der ersten Blüte kann ein weiterer Rückschnitt erfolgen, nicht ganz so stark wie der erste. Danach treiben die Rosen noch einmal kräftig aus.

Wie bei allen Dingen im Leben gibt es natürlich Ausnahmen. Einmalblühende Rosen, wie Wildrosen oder Rambler blühen am vorjährigen Holz und dürfen deshalb im Frühjahr nur ausgelichtet werden. Gegebenenfalls werden sie nach der Blüte beschnitten.

Strauch- und Kletterrosen werden meist auch nur ausgelichtet. Zur Verjüngung können sie aber auch radikal herunter geschnitten werden.

Der Sinn des Schneidens ist, das Wachstum auf regelmäßige Weise nach außen und oben zu lenken.  Die Mitte des Strauches soll frei bleiben, um Luftzirkulation zu ermöglichen und damit Krankheiten zu vermeiden. Außerdem wird das Blütenwachstum angeregt.

Zum Rosenschnitt werden nur sehr scharfe Scheren verwendet. Ansonsten können die Triebe gequetscht werden.