Rosen für den Winter vorbereiten - Winterschutz-Tipps

Rosen für den Winter vorbereiten - Winterschutz-Tipps

Warum werden die schönsten Gewächse im Garten, die wunderbaren Rosen, nur so häufig vollkommen unvorbereitet und ungeschützt in den Winter geschickt? Glauben Sie dem Händler nicht unbedingt, der Ihnen beim Kauf versichert hat, diese Rose sei auf jeden Fall vollkommen winterfest, auch bei sibirischen Temperaturen.

 

Damit Ihre Rosen auch im nächsten Gartenjahr so prächtig blühen, sollten Sie Wintervorbereitungen treffenBereiten Sie Ihre Rose lieber richtig vor und schützen Sie sie gut, vor allem in kälteren Gegenden, nach

und nach den Winterschutz verringern können Sie immer noch:

Die Wintervorbereitung der Rosen beginnt im Herbst


Die Rosen werden schon im Herbst so auf den Winter vorbereitet, dass sie die kalte Jahreszeit gut überstehen. Dazu gehören folgende Punkte:

  • Rosen sollten im optimalen Versorgungszustand in den Winter geschickt werden. Das bedeutet zunächst, die Sommerdüngung nach der Blüte einzustellen. Denn sie versorgt die Rosen mit Inhaltsstoffen, die neben dem allgemeinen Wachstum auch speziell die Blüte gefördert haben. Die Triebe, die bis jetzt angesetzt wurden, sollten aber die letzten bleiben. Sie sollten die Chance bekommen, bis zum Winter derart auszureifen, damit sie die kalte Jahreszeit problemlos durchstehen können.

  • Deshalb bekommen die Rosen im September einen speziellen Dünger, in dem kaum Stickstoff enthalten sein sollte (der ja das Wachstum und damit die Bildung weiterer Triebe fördern würde, was gerade nicht mehr erwünscht ist). Dafür enthält der Spezialdünger für den Herbst viel Kalium, am besten sogenannten Thomaskali, ein schonend wirkender Mineraldünger, der ein wenig Phosphat enthält, das das Ausreifen der Triebe unterstützt, und viel Kalium, das die Zellen der Pflanzen stärkt und damit auch gleich die Widerstandsfähigkeit der Rosen gegen Frost erhöht. Thomaskali erhalten Sie im Gartenfachmarkt oder über das Internet, z. B. im Dünger-Shop von Yvonne Kaiser aus 38154 Königslutter, www.duenger-shop.de.

Sie sollten Ihre Rosen jetzt auch sehr genau auf Anzeichen von Krankheiten untersuchen. Denn dann können Sie noch versuchen, die Schädlinge durch einen radikalen Herbstschnitt so weit zu entfernen, dass sich Ihre Rosen im Winter erholen können.

  • Der Herbst ist auch die beste Pflanzzeit für Rosen, und diese Tatsache sollten Sie nutzen, wenn Sie bereits absehen können, dass ein Schädlingsbefall durch einen Schnitt wohl nicht mehr einzudämmen ist. Dann ist es besser, sich sofort von der geschädigten Rose zu trennen, besonders wenn es sich um eine Sorte handelt, die schön öfter von Rosenkrankheiten befallen wurde. Irgendwann ist dann der Zeitpunkt gekommen, an dem Sie nicht abwarten sollten, dass diese Rose den Winter nicht mehr übersteht. Ersetzen sie sie gleich im Herbst durch eine robuste Rosensorte! Denn es gibt durchaus krankheitsresistente Rosensorten - Sie müssten sich nur vor deren Auswahl etwas näher mit dem Thema beschäftigen. Sie können die Rosen neu pflanzen, sobald sie sich in Ruhe begeben haben. Wenn Sie die neuen Rosen bei einem Fachhändler kaufen, wird er Ihnen die richtige Zeit zur Abholung nennen.

  • Jetzt ist auch die richtige Zeit, um
    eine Rose umzupflanzen, die sich an ihrem bisherigen Standort noch nie so richtig wohlfühlen wollte. Vielleicht wissen Sie inzwischen mehr über Rosen und haben in Ihrem Garten einen Standort entdeckt, der Ihrer Rose ganz sicher sehr viel besser gefallen wird? Sobald sie ihre

    Blätter verloren hat, können Sie zum Spaten greifen, Sie brauchen sich aber nicht beeilen, solange der Boden nicht gefroren ist, können Sie umsetzen.

Der perfekte Winterschutz für Rosen - die wichtigsten Tipps


Nur wenn Sie Ihren Rosen ein wenig Schutz mitgeben, werden sie den Winter auch in kälteren Gegenden gut überstehen. Das können Sie tun, um Ihre Rosen zu schützen:

  • Sind an Ihren Rosen noch junge Triebe zu sehen? Wenn es plötzlich sehr kalt wird draußen, sollten diese schnell gegen die kühlen Winde geschützt werden, auch die Wintersonne darf dann nicht ungehindert einstrahlen: Wenn die Rose ihre Blätter noch nicht verloren hat, der Boden aber bereits vereist, kann die Rose aus dem Boden kein Wasser ziehen. Die volle Sonneneinstrahlung würde sie sehr schnell austrocknen. Deshalb sollten Sie Ihren Rosen bei einem plötzlichen Kälteeinbruch sofort einen “Ganzkörperschutz” gönnen - unten um die Wurzel wie unter Punkt 2 beschrieben. Der noch im Wachstum befindliche obere Bereich kann zur Not mit leichtem Stoff, aber auch mit speziellem Vlies oder Jutegewebe umhüllt werden.

Ein radikaler Rückschnitt vor dem Winter hilft, Rosen-Schädlinge zu beseitigenMeist bleiben wir jedoch von solch frühen Frosteinbrüchen verschont. Die Rosen können ganz normal die Nährstoffe und Vitamine aus dem Laub entziehen, diese in Holz und Wurzel einlagern und dann ihre Blätter ablegen. Auch dann sollten die Rosen jedoch vor Sonne und tiefen Temperaturen geschützt werden, die sie besonders gefährden, wenn keine schützende Schneedecke liegt.

  • Im Wurzelbereich (bis hin zur Veredelungsstelle, die ebenfalls bedeckt sein sollte) wird die Rose mit Erde gut angehäufelt. Dieser Erdhügel wird anschließend mit einer Kokosmatte oder mit Stroh oder mit Luftpolsterfolie bedeckt. Im oberen Bereich bekommt sie Sonnenschutz, der auch bei kahlen Ästen sehr wichtig ist. Denn an jedem klaren Sonnentag verdunstet auch aus den verbliebenen Trieben Feuchtigkeit. Wenn der Boden komplett durchgefroren ist, kann diese Feuchtigkeit von den Wurzeln nicht ersetzt werden. Die Rose vertrocknet. Deshalb sollte der obere Bereich abgedeckt werden, mit Fichtenzweigen z. B. oder mit Tannenzweigen, die beide noch genug Licht durch ihre Nadeln lassen, aber die Triebe vor zu starker Sonnenstrahlung schützten. Dieser Sonnenschutz sorgt auch gleich dafür, dass die Rosen erst austreiben, wenn die strengen Fröste sicher vorbei sind. Sie dürfen deshalb bis Ende April unter dem Schutz bleiben.

  • Schneiden sollten Sie Ihre Rosen im Herbst möglichst nicht - es sei denn, sie sind krank (siehe oben). Denn Sie fügen Ihren Rosen jetzt Wunden zu, die bis zum Winter nicht mehr verheilen könnten. Außerdem sind die alten Triebe ein guter Winterschutz für die Rose. Der Formschnitt erfolgt besser im Frühjahr, falls doch Triebspitzen im Winter erfroren sind, werden sie dann auch gleich weggeschnitten. Nur überlange Peitschentriebe, die auch überhaupt nicht abzudecken wären, können natürlich schon vor dem Winter entfernt werden.

Fazit


Es kostet vielleicht ein wenig Arbeit, die Rosen perfekt auf den Winter vorzubereiten. Aber diese Arbeit ist wichtiger für die Rosen als ein großer Teil der Pflege, die Sie Ihnen über den Sommer zukommen lassen. Sie hat nämlich einen großen Anteil daran, dass sich Ihre Rosen auf Dauer zu kräftigen und widerstandsfähigen Gewächsen entwickeln.

 

  1. Wenn eine Rose dauerhaft schwächelt, sollten Sie sich nicht endlose Zeit mit der Suche nach der richtigen Pflege beschäftigen, sondern zwischendurch einmal prüfen, ob es vielleicht überhaupt nicht an der Pflege liegt.
  2. Wenn die Rose in einen Boden gepflanzt wurde, der jahrelang gedüngt wurde, empfiehlt sich alle drei bis vier Jahre eine Bodenanalyse. Wo Sie Ihren Boden günstig untersuchen lassen können, erfahren Sie bei Ihrem zuständigen Pflanzenschutzamt, meist gibt es eine Anlaufstelle in Ihrer Nähe.
  3. Manchmal hilft es, den Boden anders einzustellen, manchmal ist eine kränkelnde Rose zu retten, indem sie in einen großen Topf umgesetzt wird, während der überdüngte Boden sich erholt.