Rosen in Kübeln - Rosenpflege

Rosen in Kübeln - Rosenpflege

Noch immer sind viele Blumenliebhaber der Meinung, dass Rosen in Kübeln nicht gedeihen. Sie begründen ihre Auffassung mit dem nicht ausreichend zur Verfügung stehenden Platz für die Rosenwurzeln. Damit liegen die Vertreter dieser These gar nicht mal so falsch, denn die Rose ist  tatsächlich ein Tiefwurzler. Trotzdem kann das Halten von Rosen in Kübeln gelingen, wenn ein paar Grundregeln beachtet werden. 

rose3Rosen in Kübeln auf dem Balkon oder auf der Terrasse

Wer nur über einen Balkon oder eine Terrasse

verfügt, muss nicht auf die Königin der Blumen verzichten. Rosen brauchen allerdings einen großen Topf. Der Durchmesser und die Höhe des Gefäßes sollte mindestens 40 cm betragen, noch besser sind jeweils 50 cm, besonders was die Höhe betrifft. Bei relativ hoch wachsenden Rosen bzw. Kletterrosen muss der Kübel inklusive Erde schwer genug sein, dass er auch bei starkem Wind nicht umfällt. Rosen sind Sonnenanbeter, allerdings besteht bei einem Standort vor einer Südwand die Gefahr, dass es der Rose aufgrund  der aufgestauten Hitze trotzdem zu heiß wird.

Ein gefliester Steinboden reflektiert ebenfalls Sonnenstrahlen. Bei Rosen in Kübeln muss unbedingt darauf geachtet werden, dass die Blätter in der Mittagshitze nicht verbrennen. Abhilfe schafft eine Schattierung oder der Umzug an einen weniger sonnigen Platz. Rosen mit großblättrigem Laub sind verbrennungsanfälliger. Obwohl es Rosen luftig lieben, wirkt sich ein ständiger Durchzug
äußerst negativ auf ihr Befinden aus. 

Rosenpflege bei der Haltung in Kübeln

Terrakottatöpfe sind für Rosen bestens geeignet. Sie geben bei Kälte guten Schutz und im Sommer sorgen sie für einen guten Ausgleich, sowohl Wasser, Sauerstoff und Wärme betreffend. Gefäße aus Kunststoff sind dagegen eher unpassend. Sie können sich in der Sommerhitze extrem aufheizen und schirmen Kälte in keinster Weise ab. Bei Rosen in Kübeln muss der Ablauf von überschüssigem Wasser gesichert sein. Ein Topf mit Abflussloch und Untersetzer und eine Dränageschicht aus Sand, Steinen oder Blähton machen das möglich. Rosen mögen keinen Torf.

rosen3_caDas ideale Substrat besteht aus etwa einem Drittel Kompost sowie aus guter Pflanzenerde mit Lehm- und Sandzugaben. Zugemischtes kalkhaltiges Steinmehl hat sich für Rosen gut bewährt. Hornspäne sorgen für die notwendige Langzeitdüngung. Beim Setzen ist es wichtig, dass die Veredelungsstelle der Rose mit etwa 5 cm Erde bedeckt ist. Zudem dürfen die Wurzeln auf keinen Fall die Wände oder den Boden des Pflanzengefäßes berühren. Ein Umpflanzen ist normalerweise erst nach 2 bis 3 Jahren nötig, wobei trotzdem jedes Frühjahr ein Teil der Erde erneuert werden sollte, inklusive Langzeitdünger für die weitere Nährstoffversorgung. Wird dazu noch ausreichend gewässert und zwischendurch auch mal die Erde aufgelockert, sollte sich jede Rose im Kübel wohlfühlen. 

Überwinterung von Rosen in Kübeln

Um das Pflanzengefäß gewickelte Luftpolsterfolie oder Sackleinen lässt Kälte nicht zu schnell in den Wurzelbereich eindringen. Eine Überwinterung in einem nicht geheizten Treibhaus hält ebenfalls allzu strengen Frost ab. Die Veredelungsstelle sollte mit Stroh oder Tannenzweigen abgedeckt sein. Das Substrat darf auch im Winter nicht komplett austrocknen. Rosen in Kübeln bedanken sich für die sorgfältige Pflege mit jahrelangem Blütenreichtum.