Samen säen - was gibt es zu beachten?

Samen säen - was gibt es zu beachten?

Selbst gezogene Pflanzen erfreuen die Besitzer meist weit mehr, als gekaufte. Sie machen mehr Arbeit, aber wenn sie Blühen oder auch nur wachsen und gedeihen, freut man sich. Je exotischer die Pflanze und je schwieriger die Anzucht, um so stolzer sind meist die Besitzer. Deshalb ist eigenes Säen sehr beliebt geworden.

Beim Umgang mit Samen und dem Säen ist folgendes zu beachten: Die Lagerung sollte in der Regel kühl, luftig und auf jeden Fall trocken erfolgen.

Um Samen keimfähig zu halten, dürfen sie nicht zu lange aufbewahrt werden. Am besten verpackt man Samen in verschraubbaren Gläsern. Dabei muss allerdings die Luftfeuchtigkeit beachtet werden. Briefumschläge, die oft empfohlen werden, sind nicht wirklich günstig. Käfer und andere Schädlinge bohren sich schon gern mal durch das Papier, um an die leckeren Samen zu gelangen.

Säen und Keimen: Es gibt Schnellkeimer und Langsamkeimer. Um nicht enttäuscht über das
Nichterscheinen der Keimlinge zu sein, informiert man sich besser vorher, wie lange es ungefähr dauert, bis sich erstes Grün zeigt. Auch ist wichtig, ob es sich um einen Licht- oder Dunkelkeimer, einen Warm- oder Kaltkeimer handelt.

Entscheidend beim Säen ist die richtige Zeit. Viele Pflanzen, die in den Garten sollen, werden ab Februar im Warmen vorgezogen. Man muss genau wissen, wann die Pflanze ausgepflanzt werden kann und wie groß sie bis dahin sein muss. Dementsprechend muss man den Zeitpunkt der Aussaat wählen. Ungünstig ist beispielsweise, wenn man vor einer Urlaubsreise aussät. Samen und auch Keimlinge brauchen in der Regel doch etwas mehr Pflege und wollen umsorgt werden. Dem Urlaubsgießer sollte man das nicht zumuten, abgesehen davon, dass er vielleicht nicht über den grünen Daumen verfügt und eher Schaden anrichtet.

Was man noch wissen sollte ist, dass Samen von eigenen Pflanzen vom Vorjahr meist nicht wieder so schöne Pflanzen hervorbringen. Das ist speziell beim Säen von Gemüse der Fall. Auch Blumen tragen weniger auffällige Blüten, als die Mutterpflanze. Für sortenreine Pflanzen ist Züchter-Saatgut besser geeignet. Besonders resistente Sorten sind davon betroffen.

Bei der Aussaat im Garten gibt es verschiedene Saattechniken, die man beachten sollte, nämlich Reihen-, Loch- und Breitsaat. Am besten hält man sich immer an die Anleitung auf der Verpackung.
Für Einsteiger, die sich an Gartenpflanzen ausprobieren wollen, eignen sich besonders einjährige Gartenpflanzen wie Sonnenblumen, Ringelblumen und Rittersporn. Diese lassen sich sehr leicht ziehen.
Auf alle Fälle sollte man Qualitätssaatgut wählen.