Gämswurz (Doronicum) - Pflege, Schnitt

Prächtig gelb, beachtlich hoch. Gämswurz oder lateinisch Doronicum orientale schmückt Beete, Stein- und Bauerngärten. Da Wechselflor Kosten und Mühen mit sich bringt, sind Stauden wie Gämswurz oft attraktiver. Sie sind mehrjährig, in ihren Kosten überschaubar und brauchen weniger Pflege.

Außerdem eignen sie sich, um karge Stellen im Garten mit einer gelben Blumenfülle auszuschmücken - binnen kurzer Zeit! Ein wenig Aufmerksamkeit und Pflege sollten Sie Gämswurz dabei angedeihen lassen.

Standort für Gämswurz

Mit einem halbschattigen bis sonnigen Standort ist die Gämswurz zufrieden. Achten Sie jedoch auf einen schön nährstoffreichen Boden. Enthält der

Boden viel Kalk und Lehm? Perfekt, denn das sind die optimalen Bedingungen für ein starkes Wachstum. Dabei sollte es nicht zu morastig sein, was bedeutet, Sie sollten nicht zu stark gießen. Staunässe ist so ziemlich das einzige, worauf Gämswurz sehr empfindlich reagiert. Bei der Pflanzung sollte ein Abstand von 30 bis 40 cm eingehalten werden - es sind Stauden, die sich ziemlich breit auffächern können.

Gämswurz - Pflege

Gämswurz ist eine Blütenstaude, die gar nicht viel Aufmerksamkeit bedarf. Schließlich kommt sie in Europa häufig als Wildpflanze vor. Trockene Blütenteile sind regelmäßig zu entfernen. Dadurch investiert die Pflanze ihre Kraft in neue Blüten. Da die Stauden stattliche 60 cm erreichen können, bieten sie daneben viel Angriffsfläche für Regen und Hagel. Umgeknickte und beschädigte Pflanzenteile sollten nach Unwettern gleich entfernt werden.
Gegossen wird am besten in Maßen (nur Jungpflanzen brauchen etwas mehr). Die Wässerung ist dabei gar nicht so einfach, wenn Sie nicht möchten, dass die Stauden umknicken. Zu empfehlen ist ein Sprühschlauch, der bequem vom Boden aus wässert. Wässern Sie außerdem am frühen Morgen, denn abendlich nasse Erde lockt Schnecken an.

Gämswurz - Schnitt
  • Der erste Schnitt erfolgt im Frühjahr (Februar-März), denn Gämswurz treibt sehr zeitig im Jahr eine erste Blüte: Schneiden Sie jetzt ungefähr handhoch zurück, um in den warmen Monaten zu profitieren.
  • Einen wirklich kräftigen Rückschnitt sollten Sie im Herbst in Angriff nehmen: Starker Rückschnitt meint hier ein Kürzen bis fast auf den Boden, damit das Wachstum im Frühling rasch anlaufen kann.
  • Ansonsten endet im Herbst die Pflege für dieses Jahr: Gämswurz ist unempfindlich gegen Frost, sofern er keine Rekordwerte erreicht. Über die Überwinterung müssen Sie sich normalerweise keine Gedanken machen.
Stauden richtig stützen

Bei Stauden haben Sie immer die zusätzliche Pflege-Option einer Staudenstütze. Gerade Wind, Wetter und manchmal sogar das eigene Gewicht setzen den hohen Pflanzen zu. Wenn Sie auf eine besonders prachtvolle Gämswurz stolz sind und nicht wollen, dass sie auseinanderfallen, gibt es einfache Abhilfe. Sie können schon beginnen, wenn die Pflanzen klein und jung sind. Jetzt ist es besonders einfach. Stützstangen aus Holz (bzw. Bambus) oder aus mit Kunststoff beschichtetem Metall sind geeignet.

Tipp: Wenn Sie grüne Stäbe verwenden, sehen die Stützen später nicht mehr störend aus und verschmelzen optisch mit den Stauden. Stecken Sie mehrere Stäbe rund um ihr Gämswurz in die Erde. Die Stäbe sollten ungefähr so lang sein wie 3/4
der maximalen Wuchshöhe: Bei Gämswurz etwa 45 cm. Anschließend spannen Sie um die Stangen ein oder zwei Schnüre als Verstärkung. Es ergibt sich ein kleines "Gehege".

Schädlinge und Krankheiten

In der Welt der Schädlinge

hat Gämswurz praktisch keine Feinde. Viel Nässe könnte höchstens zu Mehltau führen, der sich als weiße, mehlige Flecken auf der Blattoberseite preisgibt. Man kann nicht viel mehr tun, als den Boden ein wenig trocknen zu lassen.

Gämswurz düngen und vermehren

Wenn das Jahr noch jung ist, bestenfalls im Januar, dann hilft ein mäßiger mineralisch-organischer Dünger der Staude wieder auf die Beine. Bei der Vermehrung sind Sie vor allem Zuschauer. Gämswurz breitet sich durch seine Ausläufer (Rhizome) unter der Erde selbst aus. In der unmittelbaren Umgebung bilden sich immer neue Stauden. Das kann schnell zu viel werden und der Gartenplanung einen Dämpfer versetzen. Aber natürlich können sie die Stauden aufteilen, nach Wunsch umpflanzen. Das ist eine Aufgabe für das Frühjahr, wenn gerade der erste Austrieb erfolgt. Es macht wenig Mühe und geht folgendermaßen:

  1. Pflanze mit Grabegabel aus dem Boden anheben,
  2. Erdreste sorgfältig abschütteln (bis Triebknospen sichtbar),
  3. vertrocknete oder kränkliche Wurzelteile mit kleiner Gartenschere abschneiden,
  4. Staude mit scharfem Spatenblatt mittig teilen,
  5. Teile in mehrere etwa faustgroße Stücke teilen (mind. 1 bis 2 Triebknospen pro Stück),
  6. Pflanzenteile am geeigneten Standort einsetzen (so tief wie vorher)

Das flexible Gämswurz wächst schnell an. In dieser Phase brauchen sie aber etwas mehr Flüssigkeit. Mulchen Sie die Jungpflanzen dazu am besten mit Kompost oder Stallmist an. Das sorgt für ausreichend Nährstoffe. Es kann aber auch sei, dass sie zur Vermehrung gezwungen sind. Nämlich dann, wenn die Stauden merklich an "Blühfreude" verlieren, kahl werden und/ oder sich gegenseitig den Platz streitig machen. Jetzt sollte verjüngt werden, indem Sie wiederum die Stauden teilen. Dadurch verlängert sich übrigens die Lebensdauer der gesamten Pflanze. Sie gehen dabei vor wie bei der normalen Vermehrung.

Wissenswertes zum Gämswurz in Kürze

Gämswurz mag oft als "wilde Staude" wahrgenommen werden, aber bei guter Pflege wird sie ein leuchtend gelber Gartenschmuck. Außerdem macht ihre natürliche Herkunft sie sehr widerstandsfähig. Gießen Sie wohl dosiert und mit einem Sprühschlauch, um Staunässe und ein Umknicken zu vermeiden. Dabei hilft auch eine Staudenstütze. Richtig verteilt, kann Gämswurz im naturbelassenen Garten Struktur geben.
  • Bei der Gämswurz handelt es sich um eine mehrjährige Pflanze, die eine Wuchshöhe von 25 - 80 cm erreichen kann.
  • Bei einigen Sorten handelt es sich, wegen der Wuchshöhe, um wunderschöne Schnittblumen.
  • Gemein ist allen Sorten der Gattung Gämswurz, dass sie winterhart sind.
  • Weiterhin haben alle Sorten gemeinsam, dass sei goldgelbe Blüten hervorbringen.
  • Die Blüten sind zum Teil gefüllt, was den Reiz dieser Pflanze noch verstärkt.
  • Bei der Pflege und dem Schnitt hat die Wildpflanze keine besonders hohen Ansprüche.
Lediglich beim Boden muss man einiges beachten: So benötigt der Gämswurz (Doronicum) einen sonnigen Platz, will jedoch nicht in der prallen Sonne stehen. Am besten wächst die Pflanze im Halbschatten oder auch so genannten Streuschatten, also Bereiche im Garten, die zum Beispiel durch umstehende Bäume schattige Anteile aufweisen. Beim Boden sollte man darauf achten, dass er einen hohen Humusanteil besitzt und feucht ist. Doch die Feuchtigkeit sollte durch eine gute Drainage reguliert werden - Staunässe verzeiht der Gämswurz nicht. So kann es bei einem nicht geeigneten Standort zu Mehltau kommen, der nur schwer zu vertreiben ist. Im Allgemeinen sind jedoch die Böden, die man in den Gärten vorfindet, ausreichend, um für den Gämswurz ausreichende Nährstoffe zu bieten.

Tipp der Redaktion

Der Gämswurz ist eine ideale Pflanze, für einen Naturgarten. Die Pflanze gilt als Futterpflanze für Bienen, so dass man hier die Ökologie im eigenen Garten vorantreiben kann. Vor allem die Tatsache, dass der Gämswurz nahezu keiner Pflege bedarf, macht die Pflanze zu einem idealen Gewächs für viele Gärten, in denen Wert auf Ökologie gelegt wird, bei denen aber die Farbenpracht nicht zu kurz kommen soll.